Umweltbedenken : Einspruchsfrist gegen AKW-Ausbau in Tschechien verlängert
Das tschechische Umweltministerium hat die Frist für Einwände zur geplanten Erweiterung des Atomkraftwerks Temelin verlängert. Wie das sächsische Umweltministerium mitteilte, können Stellungnahmen in deutscher Sprache nun noch bis zum 18. Juni eingereicht werden.
Die Unterlagen der tschechischen Behörden einschließlich eines Gutachtens zur Umweltverträglichkeitsprüfung der Erweiterung können den Angaben zufolge weiterhin in der Bibliothek des Dresdner Umweltministeriums eingesehen werden. Das Gutachten ist auch im Internet verfügbar.
Kritik: Einspruchsfrist zu kurz
Seit dem 7. Mai können Verbände, Bürger und Behörden in Sachsen ihre Einwände gegen den Ausbau des Atomkraftwerkes bereits beim tschechischen Umweltministerium einreichen. Kritiker hatten moniert, dass die Einspruchsfrist bis zum 5. Juni angesichts des Umfangs des Dokuments zu knapp sei. Dem Freistaat selbst lag das 2.000 Seiten starke Papier schon seit Mitte März vor.
Atomkraft 180 Kilometer von sächsischer Grenze entfernt
Das Atomkraftwerk Temelin besteht bisher aus zwei Reaktorblöcken, rund 180 Kilometer von der sächsischen und 60 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. Nun soll das Kraftwerk um zwei weitere Blöcke erweitert werden. Das gegenwärtige Verfahren ist eine sogenannte grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung und nach internationalen Verträgen vorgeschrieben.
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