Sachsen

Umweltbedenken : Einspruchsfrist gegen AKW-Ausbau in Tschechien verlängert

Das tschechische Umweltministerium hat die Frist für Einwände zur geplanten Erweiterung des Atomkraftwerks Temelin verlängert. Wie das sächsische Umweltministerium mitteilte, können Stellungnahmen in deutscher Sprache nun noch bis zum 18. Juni eingereicht werden.  

Blick auf ein Kernkraftwerk mit 4 Schornsteinen, aus 2 Schornsteinen kommt weißer Rauch.

Die Unterlagen der tschechischen Behörden einschließlich eines Gutachtens zur Umweltverträglichkeitsprüfung der Erweiterung können den Angaben zufolge weiterhin in der Bibliothek des Dresdner Umweltministeriums eingesehen werden. Das Gutachten ist auch im Internet verfügbar.

Kritik: Einspruchsfrist zu kurz

Seit dem 7. Mai können Verbände, Bürger und Behörden in Sachsen ihre Einwände gegen den Ausbau des Atomkraftwerkes bereits beim tschechischen Umweltministerium einreichen. Kritiker hatten moniert, dass die Einspruchsfrist bis zum 5. Juni angesichts des Umfangs des Dokuments zu knapp sei. Dem Freistaat selbst lag das 2.000 Seiten starke Papier schon seit Mitte März vor.

Atomkraft 180 Kilometer von sächsischer Grenze entfernt

Das Atomkraftwerk Temelin besteht bisher aus zwei Reaktorblöcken, rund 180 Kilometer von der sächsischen und 60 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. Nun soll das Kraftwerk um zwei weitere Blöcke erweitert werden. Das gegenwärtige Verfahren ist eine sogenannte grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung und nach internationalen Verträgen vorgeschrieben.

Zuletzt aktualisiert: 20. Mai 2012, 17:41 Uhr

4. Stephan Bauer:
Hans, Frankreich baut keine neuen AKWs und wird auch aussteigen müssen. Deutschland produziert auch ohne Atomkraft genügend Strom und stärkt seine innovative Wirtschaftszweige sogar mit der Entwicklung alternativer Energien (bzw. könnte seine Industrie stärken). Ich seh da keine deutsche Wirtschaftspleite kommen, außer für die Blindgänger. Sogar Japan kommt jetzt ohne Atomkraft aus.
22.05.2012
12:43 Uhr
3. Hans:
@ Rudi Amannsberger: und Frankreich? Oder will Frankreich aus Atomenergie auch aussteigen? Ich habe davon noch nichts gehört... Heute sieht es so aus, als Deutschland eigene Energie nicht mehr produzieren will und statt dessen die Energie kaufen wird, die auch in Atomkraftwerk produziert, nur in Ausland... Für Deutschland riecht es stark nach Wirtschaftspleite...
21.05.2012
10:29 Uhr
2. Rudi Amannsberger:
Lieber Hans, es ist nicht richtig, dass alle Länder rund um Deutschland Atomkraftwerke bauen. Im Grunde sind es nur zwei: Polen will bauen, aber baut noch nicht, hat noch nicht mal einen Genehmigungsantrag eingereicht. Tschechien Will bauen, aber baut noch nicht, hat noch keine Finanzierung, und auch noch keinen Genehmigungsantrag eingereicht. Es ist bei den osteuropäischen Ländern eben eine historische Angst vor der Abhängigkeit von Russland, die sie dadurch lösen wollen.
21.05.2012
09:05 Uhr
1. Hans:
Alle Länder herum bauen Atomkraftwerke, nur Deutschland baut Windmühlen. Sind die Deutschen wirklich kluger, als alle anderen Europäer?
20.05.2012
22:32 Uhr

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