Sachsen

Traurige Wochenend-Bilanz : Tote und Verletzte bei Verkehrsunfällen in Sachsen

In Sachsen haben sich am letzten Wochenende des Jahres 2012 ungewöhnlich viele Verkehrsunfälle ereignet. Dabei wurden zwei Menschen getötet, sieben wurden verletzt, fünf davon schwer.

Der folgenschwerste Verkehrsunfall ereignete sich am Sonnabend in Döbeln. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine 67-jährige Autofahrerin auf einer abschüssigen Straße offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und war gegen eine Steinmauer geprallt. Zwei Insassen im Alter von 84 und 85 Jahren erlitten so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starben. Die Fahrerin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus nach Dresden geflogen.

Ohne Führerschein Unfall verursacht

Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Polizeirevier "Polizeidirektion Dresden" in Dresden (mit Zoomeffekt)
Die Polizei wurde zu vielen Einsätzen gerufen.

In Leipzig hat in der Nacht zum Sonntag ein 32 Jahre alter Mann einen spektakulären Unfall verursacht. Laut Polizei raste er mit Tempo 100 durch die Innenstadt. Dabei habe er die Kontrolle über den Wagen verloren. Der Kleinwagen prallte erst gegen einen Lichtmast, bevor es sich dreimal überschlug und schließlich auf dem Dach liegen blieb. Das Auto wurde den Angaben zufolge völlig zerbeult. Der Unfallverursacher kam jedoch mit leichten Blessuren davon. Weitere Menschen wurden nicht verletzt.

Eine 25-Jährige ist am Sonntag bei Hoyerswerda  gegen einen Baum gefahren und dabei schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war sie offenbar wegen Unachtsamkeit von der Landstraße abgekommen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, am Auto entstand Totalschaden. Bei der Überprüfung der Personalien wurde festgestellt, dass der Frau vor einem Monat der Führerschein entzogen worden war.

Kind von Straßenbahn erfasst

Bei der Kollision zweier Fahrzeuge auf der Autobahn 4 nahe Burkau im Landkreis Bautzen ist ein 35-jähriger Kleinlasterfahrer schwer verletzt worden. Bei dem Unglück am Sonnabend hatte eine 21-Jährige mit ihrem Wagen zuvor die linke Leitplanke touchiert und daraufhin die Kontrolle über ihr Gefährt verloren. Dabei geriet ihr Pkw ins Schleudern und kollidierte mit dem Kleinlaster. Beide Fahrzeuge kamen von der Fahrbahn ab und erst in einem Wald zum Stehen. Um die Fahrzeuge zu bergen, mussten die Einsatzkräfte die Bäume absägen. Die Frau zog sich bei dem Unfall leichte Blessuren zu.

In Leipzig ist am Sonnabend ein Kind von einer Straßenbahn erfasst und schwer am Kopf verletzt worden. Nach Angaben der Leipziger Polizei wurde der Siebenjährige mit einem Hirntrauma und Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, die 45 Jahre alte Straßenbahnfahrerin habe einen Schock erlitten. Der Junge war im Stadtteil Kleinzschocher über die Straße gelaufen, ohne auf die herannahende Bahn der Linie 3 zu achten. Die 45-Jährige Tramfahrerin konnte den Zusammenstoß trotz Vollbremsung nicht mehr verhindern. Die Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt.

Alkohol führt zu drei Unfällen

Alkohol
Bei mehreren Unfällen war Alkohol im Spiel.

Im vogtländischen Pausa hat eine aufmerksame Autofahrerin die Alkoholfahrt einer 42-Jährigen gestoppt. Die 32 Jahre alte Frau habe die Polizei informiert, weil vor ihr ein Wagen in Schlangenlinien auf der Landstraße zwischen Zeulenroda und Pausa unterwegs war. Die Anruferin folgte der betrunkenen Fahrerin und gab mehrfach den Standort durch. Schließlich fanden Polizisten die beschriebene Frau mit mehr als drei Promille Atemalkohol - und kassierten deren Führerschein ein. Auch in Chemnitz ist einem Mann zu viel Alkohol zum Verhängnis geworden. Der 44-Jährige wollte bei Rot die Straße überqueren. Dabei wurde er laut Polizei von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Der Fußgänger kam mit schweren Verletzungen und zwei Promille Alkohol in ein Krankenhaus. Der Autofahrer blieb unverletzt.

In Reinsdorf im Landkreis Zwickau fiel nach einem Verkehrsunfall stundenlang der Strom aus. Wie die Zwickauer Polizei mitteilte, kam der 38-Jährige am Freitagabend von der Straße ab, prallte gegen einen Strommast und schleuderte mit seinem Auto gegen einen Kleintransporter. Der Mann blieb unverletzt. Allerdings drohte der Mast auf die Straße zu fallen. Für die Reparatur musste der Strom abgestellt werden. Bei dem Fahrer wurde ein Alkoholwert von 1,4 Promille gemessen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 25.000 Euro.

Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2012, 15:05 Uhr

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