Medizin : Leipziger Uniklinik erhält neuen Ganzkörperscanner
Das Leipziger Universitätsklinikum hat am Mittwoch einen neuartigen Ganzkörperscanner in Betrieb genommen. Das Wissenschaftsministerium teilte am Mittwoch mit, der "Biograph mMR" verbessere die Erforschung von Volkskrankheiten wie Krebs, Demenz und Schlaganfall. Die Krankheitsherde seien genauer identifizierbar und könnten in ihrem Verlauf besser analysiert werden. Der Ganzkörperscanner kombiniert die etablierten Untersuchungsverfahren Positronen-Emissionstomographie und Magnetresonanztomographie.
Vier Millionen Euro für Spitzenforschung
Das Uniklinikum hatte 2010 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft den Zuschlag für das Gerät erhalten. Die Anschaffung wurde von den beiden Gesellschaften mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert. Die Uni teilte mit, mit dieser neuen Gerätegeneration öffneten sich für Leipzig die Türen in die Zukunft der molekularen Bildgebung und die bereits erreichte Position an der internationalen Forschungsspitze könne weiter ausgebaut werden.
Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Leipzig unter der Leitung von Prof. Osama Sabri gelte als führend auf dem Gebiet der Neuronuklearmedizin, unter anderem mit den Schwerpunkten Demenz und Depression. Auf dem Gebiet onkologischer Erkrankungen verfügt die Arbeitsgruppe um die stellvertretende Klinikdirektorin Prof. Dr. med. Regine Kluge über große Expertise.
