Unterlagen eingereicht : Zehn sächsische Welterbe-Bewerbungen
Im Rennen um den UNESCO-Welterbetitel ist am Dienstag die Bewerbungsfrist für die sächsische Vorschlagsliste abgelaufen. Wie das Innenministerium mitteilte, wurden alle angekündigten Anträge pünklich eingereicht. Damit bewerben sich insgesamt zehn Projekte aus dem Freistaat um den Titel.
Eine Expertenkommission Sachsen wird die Unterlagen in den kommenden Monaten noch einmal durchgehen, die Erfolgsaussichten prüfen und eine Rangliste erstellen. Auf dieser Grundlage wird das das sächsische Kabinett im Juni oder Juli zwei Bewerbungen auswählen, die im Herbst der Kultusministerkonferenz vorgeschlagen werden. Diese wiederum bestimmt dann die Stätten, die auf die neue deutsche Vorschlagsliste, die sogenannte Tentativliste, für die Welterbeliste kommen. Auf der Bundesliste wartet bereits die Montanregion Erzgebirge auf ihre Prüfung durch eine Kommission der UNESCO. Unklar ist noch, ob die zum Teil in Tschechien liegende Region 2013 oder 2014 ins Rennen geschickt wird.
Von der Gartenstadt bis zum versteinerten Wald
Interessenten für die wahrscheinlich ab 2016 geltende Vorschlagsliste sind die Gartenstadt Hellerau in Dresden, die Region sächsisch-böhmische Schweiz, das Umgebindeland in der Oberlausitz, die Görlitzer Altstadt und gründerzeitliche Innenstadt, die Schlosskapelle Schloss Hartenfels in Torgau, das Projekt Versteinerter Wald in Chemnitz, das Projekt Leipziger Notenspur, das Westsächsische Textilmuseum in Crimmitschau, die Albrechtsburg in Meißen und das Topasvorkommen Schneckenstein.
Sachsen richtet sich nach UNESCO-Kriterien
Das Verfahren in Sachsen richte sich nach den Kriterien, die auch die UNESCO bei der Auswahl bestimmt, erläuterte Hofner. Dazu zählten unter anderem ein außergewöhnlicher, universeller Wert und die Echtheit beziehungsweise Unversehrtheit der Stätte. Zudem müsse auch ein Schutz- und Erhaltungsplan vorhanden sein. Insgesamt sieht der Ministeriumssprecher Sachsen bei der Suche nach deutschen Denkmälern für die Welterbeliste gut aufgestellt. "Das Verfahren ist flüssig, stimmig und transparent", sagte Hofner. Ob es schließlich ausreicht, um sich gegen die Konkurrenz der anderen Bundesländer zu behaupten, sei allerdings schwer zu sagen. "Das hängt natürlich stark von den anderen Bewerbungen ab."
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