Sachsen

Spendenkonten eingerichtet : Werdau kämpft mit Flutfolgen

Durch die Unwetter der vergangenen Woche ist in Werdau bislang ein Schaden von rund 600.000 Euro entstanden. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, sind das die Schäden, die allein im Verantwortungsbereich der Stadtverwaltung bisher aufgelistet worden sind. Die Erfassung der Schäden an privaten Gebäuden dauere an. Insgesamt geht die Stadt Werdau von einem Schaden in Höhe von einer Million Euro aus. Die Wiederaufbaumaßnahmen werden voraussichtlich mehrere Monate dauern.

Bildergalerie: Hochwasser verwüstet Werdau

Beschädigter Bachlauf und weggespülte Begrenzungsmauern. Die Feuerwehr begutachtet einsturzgefährdete Bäume bei Schäfers. Diese beiden Bäume auf Hilmar Schäfers Grundstück sind nicht mehr standsicher.

Mehrere Unwetter haben in Werdau in der vergangenen Woche eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Einwohner haben nun mit Schlamm, zerstörten Mauern und maroden Bäumen zu kämpfen. [Bilder]


Zwei Konten eingerichtet

Der Sprecher der Stadtverwaltung, André Kleber, sagte am Dienstag, die Stadt hoffe auf Spenden, um die Schäden wieder zu beseitigen. Es seien inzwischen zwei Spendenkonten eingerichtet worden. Unternehmen und Privatpersonen hätten bereits ihre Hilfe zugesagt. Eines der Konten läuft über die Stadtverwaltung Werdau. Ein zweites Konto soll über den Feuerwehrverein Königswalde laufen und den Hochwasseropfern in dem Ortsteil zugutekommen. Bislang fehlt dafür aber noch die Genehmigung.

72 Liter Regen in drei Stunden

Werdau war von den Unwettern in der vergangenen Woche stark getroffen worden. Am Donnerstag wurde die Kernstadt überflutet. Straßen, Plätze und Keller standen unter Wasser und das Mobilfunknetz fiel aus. Betroffen war auch der Waldfriedhof, wo eine historische Mauer weggespült wurde. Steine waren noch in mehr als 500 Meter Entfernung wiederzufinden. "Der Wasserstand der Pleiße stieg innerhalb einer Viertelstunde um einen Meter an", schildert Kleber die Lage an diesem Tag. "Insgesamt stieg der Wasserspiegel auf fast zwei Meter, normal wären 30 bis 50 cm." Allein an diesem Tag wurde die Feuerwehr zu 51 Einsätzen gerufen. Auch der Werdauer Bauhof und die Wasserwacht waren im Einsatz.

Am Freitag wurde vor allem der Ortsteil Königswalde stark in Mitleidenschaft gezogen. In drei Stunden fielen rund 72 Liter Regen pro Quadratmeter. "Das entspricht etwa dem Dreifachen des Monatssolls", erklärt Stadtsprecher Kleber. Zahlreiche Keller seien überflutet und das Königswalder Bachufer ausgespült worden. Außerdem wurde die Bundesstraße 175 überspült. Über das gesamte Wochenende wurden die Rettungskräfte zu 94 Einsätzen gerufen.

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2012, 14:13 Uhr

2. Frank:
Die Spendengelder kommen nie dort an wo wirklich dringend gebraucht. Diese versickern Unbekannt. Warum ruft man nicht auf auch mal praktisch für wenig Geld zu helfen. Das Brot beim Bäcker, die Wurst beim Fleischer und den Benzin zur Anfahrt bekommt man ja auch nicht umsonst.
11.07.2012
16:17 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Wenn der Staat seine Hausaufgaben nicht macht - wieso soll man Spenden? Die zocken doch genug ab - das einem die Butter auf dem Brot nicht bleibt!
11.07.2012
09:08 Uhr

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Spendenkonto der Stadt Werdau

Kontoinhaber: Stadtverwaltung Werdau
Bank: Sparkasse Zwickau
Kontonummer: 2 265 000 089
Bankleitzahl: 870 550 00
Verwendungszweck: Spende Waldfriedhof

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