Untersuchungen : Vogtländische Wildschweine radioaktiv belastet
Routineuntersuchungen von Wildbret haben im Vogtlandkreis bei Schwarzkitteln eine erhöhte radioaktive Belastung mit Cäsium ergeben. Im südlichen Vogtland zwischen Adorf und Zwota erlegte Wildschweine müssen deshalb ab September auf radioaktives Cäsium untersucht werden. Aus dem Umweltministerium in Dresden hieß es, liege die Belastung mit Cäsium Cs-137 über dem zulässigen EU-Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm, dürfe das Fleisch nicht zur Verarbeitung an Einzelhändler oder Gastronomen weitergegeben werden.
Betroffene Jäger könnten Entschädigungen beim Bundesverwaltungsamt beantragen. Nach der Routineuntersuchung von mehr als 300 Proben, die von April 2011 bis Juni 2012 ausgewertet wurden, war das Problem aufgefallen. Demnach ist auf dem Gebiet etwa jedes fünfte Tier belastet.
Wildschweinfleisch nicht schädlicher als Langstreckenflüge
Ursache sei die verhältnismäßig hohe Cäsium-Belastung des Waldbodens im südlichen Vogtland, hieß es aus dem Ministerium. Zudem stehen belastete Waldpilze wie Hirschtrüffel auf dem Speiseplan des Schwarzwildes. Die Risiken für die menschliche Gesundheit sind laut Ministerium gering: Der Verzehr von 17 Portionen Wildschweinfleisch zu je 200 Gramm, das etwa mit 2.200 Becquerel pro Kilogramm belastet ist, entspreche in etwa der Strahlendosis beim Flug von Frankfurt am Main nach New York und zurück.
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