Flockenwirbel auch im Tiefland : Sachsen versinkt im Schnee
Der Winter ist da. Starker Schneefall sorgt seit Donnerstagmorgen vor allem im Erzgebirge und im Chemnitzer Raum für glatte Straßen und Behinderungen. Im Tagesverlauf soll der Schnee auch im Tiefland ankommen. Nach Angaben der Polizei ereigneten sich allein in der Region Chemnitz und im Erzgebirge bis zum Mittag mehr als 110 Unfälle. Zumeist sei es bei Blechschäden geblieben. Neun Menschen wurden leicht verletzt. In der Region Zwickau ereigneten sich mehr als 40 Unfälle. Im Osterzgebirge und der Sächsischen Schweiz fiel der Busverkehr teilweise aus.
Unwetterwarnung für weite Teile Sachsens
Wie die Polizei in Chemnitz mitteilte, konnten schon am Donnerstagvormittag vier Laster in Marienberg auf der verschneiten Bundesstraße 174 nicht weiterfahren. Auch zwischen Geyer und Zwönitz sowie auf den Bundesstraßen 93, 95 und 170 stellten sich Lastwagen quer. Nach Polizeiangaben müssen Autofahrer auch auf den Autobahnen 4 und 72 sowie auf zahlreichen anderen Bundesstraßen mit Glätte rechnen. Auf der B170 zwischen Kipsdorf und Zinnwald sind Winterreifen oder Schneeketten erforderlich. Vielerorts behinderten umgefallene Bäume den Verkehr. Vor allem an Steigungen blieben Lkw liegen. Die Polizei wies darauf hin, dass spätestens jetzt alle Fahrzeuge winterbereift sein müssen. Andernfalls drohen unter Umständen Punkte und ein Bußgeld.
Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für weite Teile Sachsens heraus. Die Meteorologen warnen vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. In den Kammlagen des Berglandes werden bis zu 25 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auf dem Fichtelberg fielen in den Morgenstunden bereits 18 Zentimeter Schnee.
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