Sachsen

Starker Schneefall am Donnerstag und Freitag : Toter nach Wintereinbruch

In Schönheide im Erzgebirge ist ein Mann von einem Ast erschlagen worden. Dieser war wegen der Schneelast vom Wappenbaum der Gemeinde abgebrochen und hatte den 74-Jährigen so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus verstarb. Der Weihnachtsmarkt in Schönheide wurde daraufhin abgesagt.

Viele Unfälle, lange Staus nach Wintereinbruch

Starker Schneefall hat vor allem im Erzgebirge und im Vogtland für Behinderungen im Straßenverkehr gesorgt. Zahlreiche Straßen waren wegen Schneebruchs, Verwehungen oder liegen gebliebender Lkw gesperrt: Die B169 bei Rodewisch, die B173 bei Bernsdorf oder die Straße zwischen Schönheide und Bockau. Nach Angaben der Chemnitzer Polizei ereigneten sich in der Region mehr als 200 Unfälle. Zumeist sei es bei Blechschäden geblieben.
Auch in der Lausitz kam es zu zahlreichen Behinderungen: Die S148 war am Kottmarsdorfer Berg wegen Schneeglätte voll gesperrt. Behinderungen gab es auch zwischen Pulsnitz und Großröhrsdorf.

Richtung Tschechien sind auf der B170 zwischen Kipsdorf und Zinnwald Winterreifen oder Schneeketten erforderlich. Die Polizei wies darauf hin, dass alle Fahrzeuge winterbereift sein müssen. Andernfalls drohen unter Umständen Punkte und ein Bußgeld.

30 Kilometer Stau auf der A72

Die Autobahn 72 war aufgrund zahlreicher Unfälle von Donnerstagabend bis Mitternacht gesperrt. In einem etwa 30 Kilometer langen Stau blieben Lastwagen liegen. Es kam zu zahlreichen Unfällen.

Die Meteorologen hatten vor Schneefällen vor allem im Bergland von Sachsen und Thüringen gewarnt. Besonders in der Mitte Deutschlands war zudem mit stürmischen Böen zu rechnen. In weiten Teilen Ostdeutschlands gab es Dauerregen. Da die Temperaturen weiter sinken, sei mit Glätte zu rechnen. Das Wetter bleibe bis in die kommende Woche hinein unbeständig.


Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2012, 09:46 Uhr

5. Reiner Arndt:
Es ist noch gar nicht lange her, da lief (zum wiederholten Male) im MDR-Fernsehen eine Sendung über Katastrophenwinter in der DDR. Interessant ist dabei, dass heutzutage ein vergleichsweise gewöhnlicher Wintereinbrauch genügt, um das gleiche Chaos auszulösen. Ist das nun der vielgepriesene Fortschritt?
01.12.2012
17:15 Uhr
4. godewin:
Ob Schnee oder Eis, gerast wird weiter, mit oder ohne Winterreifen! Sich den Witterungsverhältnissen anpassen kommt überhaupt nicht in Frage, dass ist was für Warmduscher - no risk, no fun! So oder so ähnlich scheinen viele Autofahrer zu denken und zu handeln, denn sonst wäre es nicht möglich, dass trotz der Wetter- und Straßenzustandsberichte, die nunmehr rechtzeitig und richtig waren, es denoch zu einem derartigen Unfall-Chaos kommen kann. Das ist schon keine Dummehit mehr, das ist fahrlässiges Herbeiführen von krischen Situationen, in deren Folge es zwischen Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfoge zugeht. Nur wenn die Strafen für solches Verhalten als sehr schmerzhaft empfunden werden, dürfte bei einigen Zeitgenossen mehr der Gehirnkasten wieder eingeschaltet werden, denn Unfall ist kein Zufall!
01.12.2012
13:37 Uhr
3. Hans:
In Deutschland kommt Winter mit Schnee immer plötzlich und unerwartet :) Die Herren von der Bahn haben noch vor einem Monat gejübelt: diesmal ist die Bahn für Winter vorbereitet. Und jetzt... Genauso mit Winterdienst auf den Straßen: vor einem Monat redeten alle Verantwortlichen über die bestmögliche Bereitschaft. Und jetzt... Komischerweise ist noch keiner von den Verantwortlichen dafür bestraft. Warum eigentlich?
01.12.2012
12:31 Uhr
2. Manfred:
Es ist jedes Jahr dasselbe. Die LKW-Fahrer schimpfen auf den Winterdienst, dabei sind sie es , die sich nicht an die Vorschriften halten. Keine Winterreifen und keine Schneeketten, aber die große Klappe.
01.12.2012
12:09 Uhr
1. Jensl:
Ich finde das wetter supi.da habe ich wenigstens eine ausrede warum ich zuspät komme. Ne mal spaß beiseite man merkt mal wieder das die räumdienste und autofahrer nichts dazu gelernt haben.immer alles auf den letzten drücker und mal sehn was passiert
01.12.2012
02:18 Uhr

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