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Zahlen und Fakten : Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen in Deutschland

Über Alkopops und Komasaufen wird heutzutage immer wieder in den medien berichtet. Doch wie steht es wirklich um den Alkoholkonsum bei Jugendlichen? Einige Fakten haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Alkohol unter Jugendlichen
Allgemeines zum Alkoholkonsum unter Jugendlichen
  • Die erste Konsumerfahrung mit Alkohol machen Jugendliche durchschnittlich mit 14,5 Jahren, den ersten Rausch haben sie mit 15,9 Jahren.
  • Mädchen und junge Frauen trinken weniger als Jungen und junge Männer.
  • Der Alkoholkonsum bei Jugendlichen unterscheidet sich kaum hinsichtlich der besuchten Schulform. Nur hinsichtlich des Rauschtrinkens gibt es Unterschiede: Der Anteil der Realschüler, die das regelmäßig praktizieren, liegt bei rund 3,6 Prozent, bei Gymnasiasten bei rund 1,2 Prozent.
  • Bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern ist Bier das beliebteste alkoholische Getränk. Bei weiblichen Jugendlichen stehen Biermischgetränke und bei jungen Frauen Wein und Sekt an erster Stelle. Der Konsum spirituosenhaltiger Alkopops spielt die geringste Rolle.
  • Immer mehr Jugendliche finden, dass ein Alkoholrausch eine große Gesundheitsgefahr darstellt: Bei den 12- bis 17-Jährigen sind ist mehr als die Hälfte aller Jugendlichen und bei den 18- bis 25-Jährigen sind es rund 41 Prozent der Männer und rund 65 Prozent der Frauen.
  • Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland glauben, dass maßvoller Alkoholkonsum einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat.
  • Immer mehr junge Erwachsene finden, dass Alkohol für gute Stimmung sorgt. Diese Einschätzung ist besonders bei jungen Männern verbreitet.
Alkoholkonsum bei Jugendlichen unter 18 Jahren
  • Der Pro-Kopf-Konsum an Reinalkohol hat sich bei männlichen und weiblichen 12- bis 17-jährigen Jugendlichen gegenüber 2004 verringert.
  • Der Anteil Jugendlicher, die regelmäßig – das heißt mindestens einmal pro Woche – Alkohol trinken, ist insgesamt rückläufig und liegt derzeit bei etwa 14 Prozent der 12- bis 17-Jährigen. (2011)
  • 1986 tranken noch etwa 28,5 Prozent der 12- bis 17-Jährigen regelmäßig Alkohol.
  • Rund 3,7 Prozent aller 12-17-Jährigen praktizieren das sogenannte Rauschtrinken viermal oder öfter pro Monat. (2011)
  • Rund 4.300 Patienten zwischen 10 und 15 Jahren wurden 2011 aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs vollstationär behandelt. 2008 waren es noch rund 4.500 Patienten, 2000 waren es rund 2.200.
  • Der wöchentliche Pro-Kopf-Konsum von Reinalkohol liegt bei den 12-17-Jährigen bei rund 31 Gramm. 40 Gramm entsprechen etwa einem Liter Bier. (2011)
  • Rund 26 Prozent der 16- und 17-Jährigen konsumierten 2010 regelmäßig Alkohol. Der Anteil in dieser Gruppe lag 2004 noch bei rund 43 Prozent.
  • Sechs Prozent aller Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren konsumierten 2010 regelmäßig Alkohol. 2004 waren es noch rund zehn Prozent.
Alkoholkonsum bei Jugendlichen zwischen 18 und 21 Jahren
  • Der Anteil junger Erwachsener, die regelmäßig – das heißt mindestens einmal pro Woche – Alkohol trinken, liegt derzeit bei etwa 40 Prozent der 18- bis 25-Jährigen. (2011)
  • 2010 konsumierten rund 35 Prozent aller Jugendlichen zwischen 18 und 21 Jahren regelmäßig Alkohol. 2004 waren es noch rund 43 Prozent.
  • Bei den 18 bis 25-Jährigen ist der Anteil der jungen Männer, die regelmäßig Rauschtrinken praktizieren, mit rund 20 Prozent etwa vier Mal so hoch wie bei jungen Frauen.
  • Der wöchentliche Pro-Kopf-Konsum von Reinalkohol liegt bei den 18- bis 25-Jährigen bei rund 84 Gramm. 40 Gramm entsprechen etwa einem Liter Bier. (2011)

Quellen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
  • Statistisches Bundesamt
  • Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz



Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2013, 12:05 Uhr

Schon gewusst?

Das Wort Alkohol geht auf das arabische Wort "al-kuhl" zurück und wurde mit der Bedeutung "das Feinste, feines Pulver" aus dem Spanischen übernommen. Ursprünglich wurde es zur Bezeichnung der feinen, flüchtigen Bestandteile des Weines verwendet.

Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

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