Kein Ende absehbar : Sachsen zahlt erneut hohen Millionenbetrag für Landesbank
Der Freistaat Sachsen hat im ersten Quartal des laufenden Jahres erneut einen hohen Millionenbetrag für die ehemalige Landesbank zahlen müssen. Wie das sächsische Finanzministerium am Montag mitteilte, waren für Ausfälle bei der "Sealink Funding Limited" rund 32,6 Millionen Euro zu leisten. In die Firma mit Sitz im irischen Dublin waren 2008 die außerbilanziellen Zweckgesellschaften der Sachsen LB überführt worden. Das Unternehmen verwaltet riskante Fonds im Umfang von rund 17 Milliarden Euro. Ende 2011 hatte das Finanzministerium mitgeteilt, dass es in diesem Jahr insgesamt mit der Zahlung eines "dreistelligen Millionenbetrages" rechnet.
Rund eine Milliarde Euro stehen bereit
Die ehemalige sächsische Landesbank war 2007 an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten und musste an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden. Der Freistaat Sachsen hat für die Geschäfte der Sachsen LB Bürgschaften im Umfang von 2,75 Milliarden Euro übernommen. Seitdem kommt es immer wieder zu Zahlungen an Gläubiger der Bank, bislang wurden diesen insgesamt rund 311 Millionen Euro überwiesen. Im Dezember hatte Finanzminister Unland (CDU) mitgeteilt, dass der für die Zahlungen gebildete Fonds bereits rund eine Milliarde Euro enthält. Nach der letzten Steuerschätzung waren dem Fonds noch einmal 200 Millionen Euro zugeführt worden.
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