Sachsen

Neues Förderprogramm : Halbe Milliarde soll Forschung im Osten voranbringen

Ostdeutschland soll ein international attraktiver Forschungsstandort werden. Bundesforschungsministerin Annette Schavan stellte dafür das neue Förderprogramm "Zwanzig20 - Partnerschaft für Innovation" in Dresden vor.

Geld für gemeinsame Forschungsprojekte

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich, Bundesforschungsministerin Annette Schavan, der Rektor der Technischen Universität Dresden, Hans Müller-Steinhagen und die sächsische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer in Fakultät für Informatik der TU Dresden mit einem Roboter der TU in den Händen.
Die Ministerpräsidenten mit Forschungsministerin Schavan an der TU Dresden.

Bis 2019 werden 500 Millionen Euro zusätzlich für Forschungskooperationen bereitgestellt. Nach Angaben von Schavan sollen mit dem Geld gemeinsame Forschungsprojekte von Wissenschaft, Unternehmen im Osten sowie Partnern aus dem Westen fließen. Ziel seien innovative Produkte und damit zukunftsträchtige Arbeitsplätze in den neuen Ländern.

Sie hofft zugleich, dass die geförderten Forschungsprojekte Fachkräfte im Osten bindet bzw. neue Fachkräfte anlockt und so die Abwanderung stoppen und den demografischen Wandel aufhalten. Bis Anfang April kommenden Jahres können Bewerber ihre Konzepte einreichen. Dazu sollen auch ein Internet-Portal und eine Online-Datenbank eingerichtet werden. Eine Jury soll dann im Juni über Vergabe der Gelder entscheiden.

"Wenn wir im globalen Wettbewerb dauerhaft erfolgreich sein wollen, müssen wir neue Wege gehen. Das tun wir mit unserem Programm. Ostdeutschland hat gute Potenziale."

Bundesforschungsministerin Annette Schavan

Länder hoffen auf Impulse

Schavan wurde bei der Vorstellung des Programms von den Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Stanislaw Tillich und Reiner Haseloff, begleitet. Beide lobten das Programm als wichtigen Wachstumsimpuls. Nur durch Innovationen könnten ihre Länder langfristig vorankommen und konkurrenzfähig bleiben.

Schavan hatte sich am letzten Tag ihrer Sommerreise an der Technischen Universität über Forschungsschwerpunkte informiert. Die Uni war erst kürzlich als erste ostdeutsche Exzellenzuniversität ausgewählt wurde.

"Als rohstoffarmes Land ist Sachsen-Anhalt auf zukunftsfähige Innovationen angewiesen."

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff

30 Meter langer Bus wird präsentiert

Eine weitere Station ihres Besuches waren Dresdner Fraunhofer Institute. Dabei wurde der vom Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme entwickelte längste Bus der Welt erstmals öffentlich vorgestellt. Das dreigliedrige gummibereifte Fahrzeug ist 30 Meter lang und kann im Stadtverkehr bis zu 256 Passagiere befördern. Die sogenannte Auto-Tram soll insbesondere auf speziellen Busstrecken in Metropolregionen eingesetzt werden.

Auto-Tram des Fraunhofer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik in Dresden
Die 30 Meter lange Auto-Tram kann bis zu 256 Passagiere befördern. Sie wurde vom Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden entwickelt.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2012, 22:30 Uhr

3. ludas.matyi:
eine Studie eines befreundeten Verbandes zeigt auf: die Unternehmer glauben selber nicht (50%), dass Sie von "Werkbank"-Status, bzw. Sub bis 2020 verlieren werden!
24.08.2012
10:21 Uhr
2. Elke Sähn:
Die AutoTram Extra Grand wurde vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI sowie sechs weiteren Partnern entwickelt und von der Firma Göppel Bus in Thüringen gebaut.
23.08.2012
08:27 Uhr
1. walter:
Lacht da das Herz des Nahverkehrs-Fachmannes?
22.08.2012
11:01 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK