MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.10.2017 | 20:00-23:00 Uhr Aufgefallen - das Kulturmagazin

Gestartet: Leipziger Lachmesse

Logo der Leipziger Lachmesse ab 2016
Leipzig lacht - mit politischem Kabarett, Comedy und Poetry Bildrechte: Lachmesse e. V.

Seit Sonntag ist in Leipzig wieder hartes Training für die Lachmuskeln angesagt. Mit der Verleihung des Preises "Der Leipziger Löwenzahn" begann in Leipzig die "Lachmesse 2017". Gäste erleben bis zum 22. Oktober eine Woche lang politisches Kabarett, Comedy und Poetry. Zur 27. Auflage werden mehr als 180 Künstler erwartet - unter anderem Spitzenkabarettisten wie Django Asül, Thomas Freitag, Arnulf Rating, Simone Solga und Michael Mittermeier. Angesagt haben sich auch die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, die Dresdner Herkuleskeule und die Magdeburger Zwickmühle. Die traditionelle Jürgen-Hart-Satire-Matinee am 22.10.steht diesmal unter dem Motto "Voyage, Voyage - zum UNO-Jahr des nachhaltigen Tourismus". Außerdem lädt das Satirefestival erstmals zu einem Wettstreit von Kabarettisten gegen Poetry Slammer ein. Erfahren Sie mehr von Lachmesse-Geschäftsführer Frank Berger in "Aufgefallen".

Gesehen: "The Square"

In einer bösen Gesellschaftssatire erzählt Regisseur Ruben Östlund von einem Mann, der mit den Tücken des Alltags kämpft - und mit seinem Anspruch, diesen möglichst allgemeinverträglich zu gestalten. Christian ist Kurator im Stockholmer Museum für zeitgenössische Kunst, und er liebt es, hart am Wind zu segeln. Gerade bereitet er eine neue Ausstellung mit dem Titel "The Square" vor - und so heißt auch der Film von Ruben Östlund, für welchen der schwedische Regisseur in diesem Jahr die  Goldene Palme gewonnen hat. Das Leben von Christian wird auf den Kopf gestellt, als er sein Handy verliert.

Gelesen: "Die Hauptstadt" von Robert Menasse

Robert Menasse
Inhaber des Buchpreises: Robert Menasse Bildrechte: IMAGO

Sachen gibt's. Da galoppiert plötzlich ein Schwein durch Brüsseler Altstadt, erschreckt die Leute und ist so schnell wieder weg, wie es aufgetaucht ist. Robert Menasses Roman "Die Hauptstadt" ist im September erschienen und hat letzte Woche den Deutschen Buchpreis 2017 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse gewonnen. Zum Jahrestag der Gründung der EU-Kommission soll Fenia Xenopoulou einen Festakt organisieren, mit dem sowohl eine Feier begangen als auch das Image der Kommission aufgebessert werden soll. Fenia, die im Grunde schnellstmöglich wieder von der Kultur weg will, beauftragt Martin Susman mit der Erstellung eines Konzepts. Zur gleichen Zeit zieht einer der letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz, David de Vriend, in ein Seniorenheim, Kommissar Brunfaut versucht einen Mord aufzuklären, Professor Erhart bereitet sich auf eine Rede vor und besagtes Hausschwein geistert durch Brüssel. Wie Robert Menasse nun aus diesen auf den ersten Blick völlig unterschiedlich Themen und Figuren einen Roman strickt und wie er funktioniert, findet unser Literaturkritiker heraus.

Weitere Themen der Sendung:

  • Bewertet: Hörerkritik zu "Emil und die Detektive"
  • Erinnert: Günter Grass (90. Geburtstag)
  • Gratuliert: Ernst-von-Schuch-Preis
  • Zurückgeschaut:  Buchmesse Frankfurt
  • Getroffen: Neuer künstlerischer Leiter Frauenkirche

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