Neuer Wasserweg in Leipzig : Vom Zentrum bis ins Neuseenland paddeln
Die Stadt Leipzig ist seit Montag um eine Touristenattraktion reicher. Am Mittag wurde der sogenannte Kurs 1 eröffnet - der erste hindernisfreie Wasserweg, der die Stadt mit dem Neuseenland verbindet.
Damit können Paddler, Kanuten und Ausflugsboote direkt vom Stadthafen im Zentrum bis zum Cospudener See fahren. Mit der Übergabe des Kurses wurde auch die neue Pleiße-Schleuse Connewitz freigegeben, die für rund 4,1 Millionen Euro gebaut worden ist. Wegen technischer Probleme hatte sich die Eröffnung verzögert.
Ziel: 200 Kilometer Wasserwege
Der neue Kurs ist rund elf Kilometer lang. Paddler müssen für die Strecke, die an den großen Leipziger Parkanlagen und dem Auwald vorbeiführt, rund drei Stunden einplanen. Mit der Inbetriebnahme des Kurses sind die Planungen jedoch noch nicht beendet. Mit weiteren Schleusen und Kanälen soll das Wasserwegenetz zwischen den Seen im Leipziger Südraum weiter wachsen, so dass ein Verbund von rund 200 Kilometern befahrbaren Gewässern entsteht. Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok sieht im Neuseenland ein "hervorragendes Beispiel dafür, wie aus einer vom Bergbau gezeichneten Landschaft eine attraktive Freizeitregion mit überregionaler Bedeutung werden kann."
Im vom Braunkohletagebau geprägten Leipziger Süden entsteht seit Mitte der 1990er-Jahre ein Naherholungsgebiet. Ein Großteil der Tagebaurestlöcher wird geflutet, insgesamt sollen 20 Seen mit acht Kursen entstehen. Einer der ersten war der Cospudener See. Hier kann seit 2000 gebadet werden.
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