SACHSENSPIEGEL

Umgebindeland

Umgebindehäuser in Obercunnersdorf in der Oberlausitz

Das Umgebindeland in der Oberlausitz im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien ist die Heimat der Umgebindehäuser. Große und kleine, schmale und breite, schlichte und reich verzierte dieser besonderen Fachwerkhäuser prägen einen ganzen Landstrich. Schätzungsweise 19.000 Umgebindehäuser gibt es in der gesamten Region, etwa 6.000 davon in den Landkreisen Görlitz und Bautzen stehen unter Denkmalschutz.

Das Umgebindehaus ist wahrscheinlich im 12. und 13. Jahrhundert entstanden, als die Franken in die Oberlausitz kamen. Die neuen Siedler fanden dort die slawische Blockbohlenbauweise vor und kombinierten sie mit dem fränkischen Fachwerk. Dabei entstand die Umgebindekonstruktion. Charakteristisch dafür ist das Stützensystem um die Blockbohlenstube, das die Last des Daches trägt.

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