Erzgebirge/Vogtland : Besucheransturm in Sachsens Skigebieten
Besser könnte der Saisonauftakt für Sachsens Wintersportgebiete nicht sein. Schnee, Sonnenschein und Temperaturen um minus acht Grad bieten den Wintersportlern beste Bedingungen. Wie der Geschäftsführer der Fichtelberg-Schwebebahn, René Lötsch, am Sonnabend sagte, sind die Pisten gut besucht. Es sei aber auch noch Platz für weitere Gäste. Am Fichtelberg seien alle Lifte in Betrieb. Laut Lötsch warten rund 35 Kilometer gespurte Loipen sowie die 1.800 Meter lange Rodelbahn auf Wintersportler. Pro Tag werden an Sachsens höchstem Berg rund 2.000 Gäste erwartet.
Wintersportzüge nach Altenberg
Auch im Skigebiet von Altenberg und Geising im Osterzgebirge sind die Lifte geöffnet. Betriebsleiter Frank Mühle sagte, dass die ersten Skisportler schon eingetroffen seien. Er rät allen Ski- und Rodelfans, möglichst mit dem Zug anzureisen, denn Parkplätze seien knapp. Der Verkehrsverbund Oberelbe setzt am Wochenende zwischen Dresden und Altenberg zusätzliche Wintersportzüge ein.
Im Vogtland rechnet die Skiwelt in Schöneck zum Start in die Wintersaison ebenfalls mit einem Ansturm - auf den Pisten locken rund 40 Zentimeter Pulverschnee. Das Skigebiet Klingenthal wartet mit knapp einem halben Meter der weißen Pracht auf.
Wetterdienst sagt weitere Schneefälle voraus
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Sonnabend ruhiges Winterwetter mit Sonnenschein voraus. Am Sonntagnachmittag kommen neue Wolken und dann könne es bis zum Montagmorgen wieder schneien. In Lagen oberhalb von 600 Metern werden starke Schneefälle erwartet. Dazu wird der Wind auffrischen, was zu Schneeverwehungen führen könnte. Im Tiefland sind bis zu zehn Zentimeter Neuschnee möglich, in den Bergen bis 25 Zentimeter, erklärte der DWD.
Bisher kälteste Nacht des Winters
Die Nacht zum Sonnabend war die bisher kälteste dieses Winters in Sachsen. Nach Angaben des DWD fielen die Temperaturen örtlich unter minus 20 Grad. Am kältesten sei es in Sohland/Spree in der Oberlausitz gewesen. Dort wurden minus 22,3 Grad gemessen. Auch die Stadt Dippoldiswalde machte ihrem Ruf als "Kältepol Sachsens" wieder alle Ehre: Dort sanken die Temperaturen auf minus 20,8 Grad.
Winzer im Elbtal lesen Eiswein
Die Winzer im Elbtal freuen sich über die klirrende Nachtkälte. Das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul hat am frühen Morgen erstmals seit neun Jahren wieder Eiswein gelesen. Unternehmenssprecherin Ulrike Schröter sagte, 40 Mitarbeiter hätten bei minus zehn Grad in Skianzügen die Trauben abgenommen. Das Weingut hatte 20 Rebzeilen stehen gelassen. Die Rieslingtrauben bringen laut Schröter mit 190 Grad Oechsle einen sehr extraktreichen Most ein. Verkauft werden soll der Wein Weihnachten 2013. Auch das Weingut Schloss Proschwitz in Meißen sandte 40 Helfer aus. Sie brachten Scheurebe-Eiswein ein. Nach Angaben eines Sprechers wurde erstmals seit 2007 wieder Eiswein gelesen, zum ersten Mal überhaupt Scheurebe. Mit 240 Grad Oechsle hätten die Trauben eine "beachtliche Qualität". Wenn das Wetter hält, soll in den nächsten Tagen dem Sprecher zufolge noch Traminer-Eiswein geerntet werden.
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