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Fußball

Kein "Brennpunkt Ost" bei Randalen

Den "Brennpunkt Ost" bei Fußball-Randalen gibt es nicht mehr, und die Hauptprobleme liegen außerhalb der Stadien. Diese Botschaft verkündete DFB-Präsident Theo Zwanziger bei einem Auftakt-Pressegespräch für die Innenminister der Länder der Union in Chemnitz.

Zwanziger: Osten nicht schlimmer als Westen

Zwanziger sieht zudem kein Ost-West-Gefälle mehr bei Randalen. Die Auswertung der letzten Saison habe dies ergeben, insgesamt würde es ohnehin nur eine kleine Anzahl an Spielen mit Gewalttätigkeiten geben. Das Hauptproblem bestünde außerhalb der Stadien, da müssen seiner Ansicht nach künftig auch die "Verkehrsträger" mehr eingebunden werden, damit zu Gewalt führende Situationen vermieden werden.

Bouffier verteidigt Stadionverbote

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 149 sogenannte Risikopartien. Hessens Innenminister Volker Bouffier, Chef dieser Innenministerkonferenz, sagte: "Wir wollen da mit großer Polizeipräsenz zeigen, dass sich die Gewaltsuchenden nicht austoben können." Die in der Fanszene immer wieder diskutierten Stadionverbote verteidigte er: "Es ist ein wesentliches Mittel zu demonstrieren, dass wir keine Geduld zeigen."

Albrecht Buttolo; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo freut sich über weniger Gewalt.

Lob für Sachsen

Zugleich lobte Bouffier das Bundesland Sachsen, das nach vielen Vorfällen vor zwei Jahren in die Offensive gegangen war und mit verschiedenen Projekten sogar Vorreiter ist. In Sachsen gelten Stadionverbote beispielsweise für alle Partien bis in die Bezirksliga.

Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo sagte:
"Durch die Förderung von Fanprojekten, die bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten und die konsequente Arbeit der Polizei sind größere Ausschreitungen bei Fußballspielen in Sachsen in diesem und dem vergangenen Jahr weitgehend ausgeblieben."

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2009, 21:31 Uhr

 

 
 
 
 
 

 

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