Fußball | Randale

Blutiger Überfall in der Bezirksklasse

In der Leipziger Bezirksklasse sind während des Spiels FSV Brandis gegen Roter Stern Leipzig Gästefans und auch Spieler angegriffen und verletzt worden. Der Überfall am Sonnabend Nachmittag erfolgte kurz nach Beginn des Spiels, das daraufhin abgebrochen wurde.

Radale im Brandis nach Spiel.

"Von der Polizei alleingelassen"

Die Polizei sprach in einer Mitteilung von Angreifern "aus dem rechten Spektrum". Augenzeugen berichteten schon vorher von Neonazis, die sich mit vor Ort deponierten Eisenstangen und Knüppeln bewaffnet und Jagd auf Spieler und Fans gemacht hätten.

Nach Angaben des Roten wurden drei Fans schwer verletzt. Einem wurde der Arm gebrochen. Der ins Krankenhaus eingelieferte Torwart habe entgegen ersten Meldungen doch nur eine Handprellung. An dem Überfall hätte sich allerdings auch ein Brandiser Ordner beteiligt.

Im Mittelpunkt der Kritik steht jetzt vor allem die Polizei. Sie soll über den geplanten Angriff im Vorfeld informiert worden, aber nur mit acht bis zehn Beamten vor Ort gewesen sein. Das bestätigte auch der FSV Brandis: "Das war ja angekündigt worden. Wir haben es der Polizei mitgeteilt, wurden aber allein gelassen", sagte Vizepräsident Michael Sommer dem MDR.

Linker Verein als Zielscheibe

Der dem linken Spektrum zuzuordnende Roter Stern Leipzig führt in der Bezirksklasse-Staffel 2 die Tabelle mit acht Siegen in acht Spielen an. Vereins Sprecherin Claudia Krobitzsch zufolge sind rechte Provokationen mit Hitlergruß etc. und Angriffe bei Auswärtsspielen keine Seltenheit, "in solchen Dimensionen wie diesmal gab es das aber noch überhaupt nicht".

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2009, 18:59 Uhr

 

 
 
 
 
 

 

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