Biathlon | Weltcup in Oberhof : Gössner laufstark zu Platz eins - Männer verpassen Top Ten
Nach dem dritten Platz in der Staffel ist Miriam Gössner auch nach dem 7,5-Kilometer-Sprint in Oberhof auf das Podest gestiegen - diesmal sogar ganz nach oben: Beim Heim-Weltcup ließ die 22-jährige Garmischerin trotz zweier Schießfehler ihre Konkurrentinnen im Nebel hinter sich verblassen.
"Die Leute hier sind der Wahnsinn. Die peitschen einen den Berg hoch, das ist unglaublich", versuchte Gössner ihre einmal mehr starke Laufleistung zu erklären. Und das, obwohl sie das Rennen eigenen Angaben zufolge langsam angegangen war. "Mit der Anfeuerung der Fans ist es gefährlich, dass man sich zu schnell verausgabt. Das wollte ich verhindern", sagte Gössner, die die zusätzlichen Kraftreserven auf der letzten Runde bitter nötig hatte: Nach zwei Fahrkarten im Stehendanschlag zündete Gössner dann aber den Turbo und zischte noch an der Zeit der Zweitplatzierten und Führenden im Gesamt-Weltcup, Tora Berger, vorbei.
Henkel komplettiert Spitzenresultat der Frauen
Von ihrem grippalen Infekt offenbar gut erholt zeigte sich Andrea Henkel. Die freute sich nach einem fehlerfreien Rennen über Platz drei und hatte damit "die Bestätigung, dass der Start kein Fehler war". Henkel setzte mit ihrem Top-Ergebnis eine Serie fort: Seit 2007 stand sie in Oberhof jedes Jahr auf dem Podest. Ebenfalls fehlerfrei blieb Nadine Horchler, die auf Platz neun bereits zum zweiten Mal in dieser Saison in die Top Ten lief. Franziska Hildebrand leistete sich sowohl im Stehend- als auch im Liegendanschlag einen Fehler und wurde 42., Tina Bachmann musste nach dem ersten Schießen erst eine, nach dem zweiten Schießen dann gleich vier Extra-Runden drehen. Sie landete auf dem 64. Platz.
Vernebelte Sicht - Deutsche Männer laufen am Podest vorbei
Die deutschen Männer verpassten in ihrem 10 Kilometer langen Sprintrennen dagegen eine Top-Platzierung. Als bester DSV-Athlet landete Arnd Peiffer mit einem Schießfehler und 38,5 Sekunden hinter dem Sieger Dmitry Malyschko auf Rang zwölf. Auch der Russe gönnte sich im Nebel eine Strafrunde, ließ sich dadurch aber ähnlich wie Gössner durch eine gute Laufleistung nicht beinträchtigen. 12 Sekunden hinter ihm ins Ziel kam sein Landsmann Evgeniy Garanitschew, Dritter wurde der Norweger Emil Hegle Svendsen.
Erik Lesser und Simon Schempp mit je drei Fehlern und Johannes Kühn, der gleich vier Strafrunden absolvierte, fanden sich weit hinten im Feld wieder. Florian Graf, der als 30. ins Ziel gekommen war, wurde disqualifiziert. Der 24-Jährige hatte beim Stehendanschlag in seine Waffe gepustet - wegen eines "Wassertropfens vorn drin" habe er nichts sehen können. Die Jury wertete das im Nachhinein als fahrlässiges Verhalten. Andreas Birnbacher hatte wegen eines grippalen Infekts auf einen Start verzichtet.
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