Leichtathletik | Kugelstoßen Storl trennt sich von langjährigem Trainer

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat sich nach elf gemeinsamen Jahren von Trainer Sven Lang getrennt. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) bestätigte eine entsprechende Meldung der "Freien Presse".

David Storl und Sven Lang
David Storl und Sven Lang gehen künftig getrennte Wege. Bildrechte: IMAGO

Trainersuche läuft

"Auf der Basis intensiver Gespräche in den vergangenen Tagen zwischen David Storl, Bundestrainer Sven Lang und mir ergibt sich für Storl nach einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit eine veränderte Betreuungssituation", erklärte der Leitende DLV-Direktor Idriss Gonschinska. Derzeit würden Gespräche laufen, wer Storls neuer Trainer wird.

Storls Entscheidung lange gereift

"Ich möchte neue Wege gehen, neue Impulse setzen, weil ich bei Olympia oder Weltmeisterschaften wieder auf dem Podium stehen möchte", hatte Storl seinen Schritt zuvor begründet. Am schlechten WM-Abschneiden in London mit Platz zehn wollte er seine Entscheidung nicht festmachen. "Ich habe mir schon die letzten zwei Jahre Gedanken gemacht", sagte der 27-Jährige.

Lang bleibt Bundestrainer

Ex-Trainer Lang, der Storl im Alter von 16 Jahren übernommen hatte, zeigte sich enttäuscht. "Aber wenn Vertrauen und Ehrlichkeit keine Rolle mehr spielen, dann ist keine konstruktive Zusammenarbeit mehr möglich. Dann ist es die beste Lösung, sich zu trennen", sagte er. Im weiteren Umgang mit dem Olympia-Zweiten von 2012 in London in der Nationalmannschaft sieht der Coach keine Probleme: "Da werden wir eine professionelle Basis finden." Lang wird nach Auskunft des DLV weiterhin als Bundestrainer die Entwicklung des Kugelstoßbereiches verantworten.

ten/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 21. August 2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2017, 15:52 Uhr

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4 Kommentare

22.08.2017 01:17 Alf 4

Diese Gedanken von (1) sind mir nicht fremd...

22.08.2017 23:37 lunatic 3

Ach und hat denn Sven Lang den damaligen Wechsel vom LAC nach Leipzig nicht mitgetragen??? Klar war der Weggang für den LAC traurig, aber dafür gab es ja auch Gründe (wohnt er nicht aber immer noch in Chemnitz? ich dachte, das wäre so)
Naja, und wenn auch Sven Lang seinerseits mangelndes Vertrauen und fehlende Ehrlichkeit beklagt, dann ist doch auf diesem Niveau gar keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit mehr gegeben, wenn die Differenzen nicht ausgeräumt werden, denn Vertrauen ist da doch eigentlich alles.

(Vielleicht kehrt er ja zum LAC zurück? Glaub ich aber eigentlich nicht)

22.08.2017 23:17 lunatic 2

@#1: Laufbahn beenden mit 27 Jahren? Als Kugelstoßer? Ernsthaft? Gehts noch?
Ich kenne D. Storl weder persönlich noch weiß ich, was zwischen ihm u. Lang vorgefallen ist u. ob es wirklich so ist mit den charakterlichen Unzulänglichkeiten wie Arroganz, wie du behauptest, aber eins ist Fakt: der Junge hat Talent und er hat es echt drauf! Das wissen alle, die sich bisschen mit Kugelstoßen befassen oder sich dafür interessieren. Es ist absoluter Leistungssport und da entscheidet Trainingsmethodik und eine richtige Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt. Keiner sagt, dass das Sven Lang nicht kann, aber was früher funktioniert hat, muss heute nicht unbedingt mehr greifen. Entscheidend sind nun mal Podestplätze bei der WM o. Olympia. Das hat zuletzt weniger gut funktioniert, obwohl David Storl zur Weltspitze gehört. Da liegt es doch nahe, etwas zu ändern- so isses nunmal im Sport, obwohl es auch andere Beispiele gibt. Mal Emotionen ausgeblendet u. nüchtern betrachtet´ne sinnvolle Entscheidung.

21.08.2017 16:11 Ich 1

Die beste Lösung für Herrn Storl wäre: Laufbahn beenden! Dieser arrogante Athlet hat nach seinem Wechsel nach Leipzig nichts, aber auch gar nichts, mehr gerissen. Ich habe ihm früher fest die Daumen gedrückt. Mittlerweile ist er nur noch eine Lachnummer. Alles Gute übrigens Sven Lang.

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