Leichtathletik | ISTAF Storl und Vetter siegen beim ISTAF

Der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl (Leipzig) ist nach den jüngsten Rückschlägen wieder im Aufwind. Nach seinem WM-Debakel und der Trennung von seinem langjährigen Trainer Sven Lang gewann er beim 76. ISTAF der Leichtathleten in Berlin mit einer Weite von 21,11 m. Storl sicherte den Erfolg in einem Starterfeld ohne die internationalen Top-Athleten vor dem Jamaikaner O'Dayne Richards (20,85 m) und Jacko Gill aus Neuseeland (20,64 m).

David Storl freut sich
David Storl konnte in Berlin mal wieder jubeln. Bildrechte: IMAGO

Storl hatte bei den Weltmeisterschaften in London noch mit Platz zehn herb enttäuscht. Mit für ihn schwachen 20,80 m hatte er es nicht in den Endkampf der besten Acht geschafft. Danach ging es mit ordentlichen Resultaten bei den Werfertagen in Thum und Bad Köstritz sowie beim Diamond-League-Meeting in Birmingham wieder bergauf. Anfang der vergangenen Woche hatte Storl zudem die Trennung von Lang verkündet. In Berlin betreute ihn der umstrittene Mentalcoach Matthias Große, Lebensgefährte von Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, interimsweise. Der letzte Saisonstart folgt für den Weltmeister von 2011 und 2013 am kommenden Donnerstag beim Diamond-League-Finale in Brüssel.

Vetter setzt ein Ausrufezeichen

Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter hat zum Saisonabschluss noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 24-Jährige siegte mit starken 89,85 m. Damit verwies er Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena (86,07) und den tschechischen WM-Zweiten Jakub Vadlejch (85,1) auf Rang zwei und drei. Beim ISTAF hatte Vetter schon im Vorjahr triumphiert.

Speerwurf, Johannes Vetter (Deutschland)
Johannes Vetter beim ISTAF in Berlin Bildrechte: IMAGO

Bei den Weltmeisterschaften in London hatte der gebürtige Dresdner Vetter mit bereits im ersten Versuch erzielten 89,89 m das einzige deutsche Gold gewonnen. Röhler, der Anfang Mai den damals mehr als zwei Jahrzehnte alten deutschen Rekord auf 93,90 m verbessert hatte, war nur Vierter geworden. In Berlin verpasste Vetter seinen eigenen deutschen Rekord und die zweitbeste jemals geworfene Weite von Mitte Juli (94,44) deutlich. Nach der WM hatte Vetter sowohl den Thumer als auch den Bad Köstritzer Werfertag am vergangenen Freitag für sich entschieden. Nur beim Finale der Diamond League am Donnerstag in Zürich war Röhler als Zweiter zwei Ränge vor Vetter gelandet.

Das Thema im Programm MDR aktuell | 27.08.2017 | 19:30 Uhr

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sid

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2017, 20:03 Uhr

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