Schwimmen | EM in Debrecen : Meeuw feiert Silber - Goldtag für Steffen
Am Sonntag haben die deutschen Schwimmer bei der Europameisterschaft in Debrecen noch einmal fleißig Medaillen gesammelt. Zweimal Gold, einmal Silber und eine Bronzemedaille lautete die Bilanz zum Ausklang. Auch die Gesamtausbeute kann sich sehen lassen: Insgesamt holten die DSV-Athleten 17 Medaillen, davon acht Titel. Damit rangiert Deutschland in der Nationenwertung auf Platz zwei. Besser war nur Gastgeber Ungarn, der neun Goldmedaillen einheimste.
"Wir können mit der Medaillenausbeute und damit mit der Platzierung im Gesamtmedaillenranking sehr zufrieden sein. Da muss man schon sehr weit in den Annalen zurück gehen, um vergleichbare Ergebnisse zu finden", sagte Diagnostik-Bundestrainer Markus Buck.
Zweites Edelmetall für Magdeburger
Prima lief es am Sonntag für Helge Meeuw. Der Magdeburger angelte sich nach dem zweiten Rang auf der Rücken-Einzelstrecke noch einmal Silber in der Lagenstaffel. Meeuw war als Startschwimmer ins Rennen gegangen. Christian vom Lehn (Wuppertal), Steffen Deibler (Hamburg) und Marco di Carli (Frankfurt/M.) folgten. Am Ende musste das Quartett in 3:34,41 Minuten nur Italien (3:32,80) den Vortritt lassen. Bronze ging an Ungarn (3:34,57). "Ich habe mir für die Jungs beide Beine ausgerissen, eins war nicht genug", sagte Schlussschwimmer di Carli, der über 100 Meter Freistil die Olympia-Norm verpasst hatte.
Wunsch von einer Medaille wurde erfüllt
Für ein weiteres gutes Ergebnis sorgte die Essenerin Caroline Ruhnau über 50 Meter Brust. Sie holte sich mit 0,1 Sekunden hinter der tschechischen Siegerin Petra Chocova (31,25) die Bronzenmedaille. "Ich bin sehr erleichtert, ich wollte schon 'ne Medaille holen", bekannte Ruhnau nach dem Wettkampf.
Steffen wieder mit Sieger-Gen
Einen tollen Tag erwischte Britta Steffen. Die Berlinerin räumte noch einmal richtig ab und bescherte der DSV-Mannschaft zwei Goldmedaillen. Die erste gab es über 50 Meter Freistil. Nach 24,37 Sekunden schlug Steffen klar vor der Niederländerin Hinkelien Schreuder (24,78) und Nery-Mantey Niangkouara (24,93/GRE) an. Es war die weltweit viertbeste Zeit des Jahres und ihre beste seit dem Weltrekord von Rom (2009). "Ich wusste im ersten Moment nicht, ob ich gewonnen habe, weil die Griechin neben mir so laut gejubelt hat", schilderte Steffen die Situation.
Titel Nummer zwei am Abschlusstag sicherte sich die 29-Jährige zusammen mit ihren Kolleginnen in der Lagenstaffel. Die Besetzung Jenny Mensing (Wiesbaden), Sarah Poewe (Wuppertal), Alexandra Wenk (München) und Steffen schlug mit EM-Rekord in 3:58,43 Minuten souverän vor Italien und Schweden an. "Die Mädels haben mir Flügel verliehen. Ich bin total motiviert, dass ich das Niveau habe, wieder vorne mitzuschwimmen", sagte die Doppel-Olympiasiegerin.

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