Lea Krüger und Ann-Sophie Kindler nach der Niederlage gegen Frankreich
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Fechten | WM Säbel-Fechterinnen geben auf, Männer scheiden früh aus

Der deutsche Fechterbund muss weiter auf seine zweite Medaille bei der Heim-WM in Leipzig warten. Am Dienstag musste das Damen-Team im Säbel vorzeitig aufgeben. Auch das Degen-Team der Männer war nicht erfolgreich.

Lea Krüger und Ann-Sophie Kindler nach der Niederlage gegen Frankreich
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Das Quartett Ann-Sophie Kindler (Eislingen), Anna Limbach, Larissa Eifler und Lea Krüger (alle Dormagen) hatte ihren Auftaktkampf gegen die Türkei noch knapp mit 45:42 gewonnen. Im darauffolgenden Achtelfinale traf das Team dann jedoch auf den EM-Dritten Frankreich und musste eine deutliche Niederlage (17:45) hinnehmen. Damit war nur eine Platzierung zwischen den Rängen neun und 16 möglich.

Im ersten Kampf in der Platzierungsrunde war Spanien der Gegner der deutschen Mannschaft. Das Ergebnis war ähnlich deutlich wie gegen Frankreich (22:45). Dabei konnte insbesondere Anna Limbach nicht ihre volle Klasse abrufen, da sie sich bereits zuvor am Fuß verletzt hatte. Darüber hinaus zog sich auch Larissa Eifler eine Verletzung am Oberschenkel zu. Unter diesen Umständen sah sich das Team dann nicht mehr imstande, die beiden ausstehenden Kämpfe auszutragen und gab auf.

Sportdirektor Sven Ressel: "Wir haben gehofft, dass Anna es schafft. Es sah medizinisch auch gut aus, aber sie hat schon gegen Frankreich keinen Druck auf den Fuß bekommen."

Neuer Weltmeister bei den Säbeldamen ist Italien. Sie setzten sich im Finale mit 45:27 gegen Südkorea durch. Bronze geht an Frankreich, die Japan mit 45:39 schlagen konnten.

Degen-Herren verpassen die Überraschung

Auch bei den Herren lief es im Degen-Mannschaftswettbewerb nicht besser. Das Quartett Richard Schmidt (Offenbach), Lukas Bellmann, Farbian Herzberg (beide Leverkusen) und Raphael Steinberger (Solingen) besiegte zwar zunächst Brasilien mit 45:38. Doch dann unterlagen die Degen-Fechter Olympiasieger Frankreich in der Runde der letzten 16 deutlich mit 26:45. Nach weiteren Niederlagen gegen Tschechien (41:45) und Israel (42:43) sowie einem Sieg gegen Hongkong (44:40) landete das Team auf Platz 15.

Der Degenfechter Raphael Steinberger aus Deutschland ficht gegen Nicolas Ferreira vom Team aus Brasilien.
Nach einem guten Start gegen Brasilien lief es im weiteren Wettkampf nicht so erfolgreich für die deutschen Degen-Fechter um Raphael Steinberger. Bildrechte: dpa

Deutschland-Bezwinger Frankreich konnte sich den Weltmeistertitel bei den Degen-Herren sichern. Im Finale bezwangen sie die Schweizer nach einem dramatischen Finale mit 45:43. Der dritte Platz geht an Russland dank eines 45:38-Siegs über Ungarn.

Das Thema im MDR FERNSEHEN MDR aktuell | 25.07.2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2017, 23:06 Uhr

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