Motorrad-WM | GP von Italien : Glanzlichter durch Bradl und Cortese
MotoGP-Neuling Stefan Bradl nimmt immer mehr Fahrt auf. Nach Rang fünf auf dem Sachsenring gab der Honda-Pilot am Sonntag beim Grand Prix von Italien noch mehr Gas und belegte den vierten Platz. Enttäuschend verlief dagegen in der Moto2-Klasse die Fahrt von Max Neukirchner. Der Stollberger stürzte und schied aus. Erfreuliches gibt es von Sandro Cortese zu berichten, der in der kleinsten Hubklasse seine Gesamtführung verteidigte.
Neues Bravourstück von Bradl
Bradl legte eine rasante Fahrt hin. Von Position acht gestartet, schob er sich schnell an die fünfte Stelle. Im weiteren Rennverlauf "schluckte" er noch Ex-Weltmeister Nicky Hayden (USA/Ducati) und Andrea Dovizioso (Italien/Yamaha). Der ehemalige 125er-Champion bedrängte Bradl, doch der hielt lange dagegen. Erst drei Runden vor Schluss zog Dovizioso dann doch wieder vorbei. "Ich war richtig nahe dran. Es ist ein fantastisches Ergebnis. Es ist toll, dass wir ein bisschen auf Podiumskurs sind", sagte Bradl. Der Sieg in Mugello ging an den spanischen Spitzenreiter Jorge Lorenzo (Yamaha), der sich vor seinem Landsmann Dani Pedrosa (Honda) und Dovizioso durchsetzte.
Enttäuschung bei Neukirchner
In der Moto2 gewann Lokalmatador Andrea Iannone (Speed Up) vor dem Spanier Pol Espargaro (Kalex) und Tom Lüthi (Suter) aus der Schweiz. Die nächste kalte Dusche gab es für Max Neukirchner. Nach einem Sturz in der zweiten Runde war für den Stollberger Schluss. Zum Auslöser wurde eine Auseinandersetzung mit dem Spanier Toni Elias. Neukirchner sauer: "Er fuhr an einer Stelle innen hinein, an der absolut kein Platz mehr war. Ich musste einen weiten Bogen nehmen. Ich konnte auch nicht noch mehr bremsen, und mich trieb es von der Strecke in den Dreck." Für Neukirchner war es im neunten Rennen des Jahres bereits der dritte Ausfall.
Cortese beibt auf Titelkurs
Seinen Anspruch auf den WM-Titel untermauerte Moto3-Pilot Sandro Cortese. Eine Woche nach seinem Triumph auf dem Sachsenring verpasste der 22-Jährige zwar knapp einen erneuten Triumph, verteidigte aber mit Platz drei die Gesamtführung. "Das Rennen war extrem gut. Ziemlich schade, dass es nicht gereicht hat", bedauerte der Berkheimer. Den Sieg musste er seinem ärgsten Rivalen Maverick Vinales aus Spanien überlassen. Cortese hat nunmehr 164 Punkte auf dem Konto, Vinales bringt es auf 155. Als zweitbester Deutscher lenkte der Krostitzer Toni Finsterbusch seine MZ auf den 18. Platz und schlitterte nur knapp an den Punkterängen vorbei. Für Jonas Folger aus Schwindegg (Ioda) kam nach einem technischen Defekt das frühzeitige Aus.

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.