Leichtathletik | Hochsprung : Olympia-Aus für Spank
Der Dresdner Hochspringer Raul Spank wird nicht bei den Olympischen Spielen in London starten können. Aufgrund einer Achillessehnenverletzung muss Spank die Saison vorzeitig beenden und eine dreimonatige Zwangspause einlegen.
"Ich bin geschockt"
Spank zeigte sich nach der MRT-Diagnose tief enttäuscht: "Ich bin geschockt. Mein Traum von Olympia in London ist geplatzt, das muss ich nun erst einmal verdauen." Er habe minutenlang geweint, erklärte der 23-Jährige am Mittwoch. Spank sprang die letzten Wettkämpfe bereits unter Schmerzen und verfehlte daher bisher sowohl die Norm für die bevorstehende Europameisterschaft in Helsinki als auch für die Spiele in London. Dennoch hatte der Dresdner, der zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften nur 2,22 Meter überquerte, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Qualifikation noch nicht aufgegeben. Am 1. Juli wollte er bei einem Meeting in Eberstadt den letzten Anlauf auf die für Olympia geforderten 2,31 Meter nehmen.
Ein ähnliches Schicksal steht indes auch Spanks Dresdner Teamkollegen Matthias Haverney bevor. Auch er kam bei den nationalen Titelkämpfen nicht über 2,22 Meter hinaus und plagt sich ebenfalls mit Achillessehnenbeschwerden. Die Chancen für London stehen äußerst schlecht.
Drei Dresdner bei EM dabei
Trotz der Sorgen im Hochsprung gibt es für den Dresdner SC auch Lichtblicke. So qualifizierte sich 400-Meter-Hürdenläufer Georg Fleischhauer für die EM in Helsinki, wo er das Olympia-Ticket buchen will. Gleiches gilt für DSC-Neuzugang Thomas Schneider, der über 400 Meter auf den EM-Zug aufsprang. Ebenfalls in Helsinki dabei sein wird überraschenderweise Jenny Elbe. Die Dreispringerin wurde dank persönlicher Bestleistung von 14,06 Meter deutsche Meisterin - und träumt nun von den Spielen in London.

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