Pferdesport | "Partner Pferd" Ahlmann gewinnt Championat von Leipzig

Keiner kann Christian Ahlmann das Wasser reichen. Der deutsche Springreiter verteidigte im Champinat von Leipzig am Sonnabend seinen Titel. Auf "Cornado II" war er im Stechen der schnellste fehlerfreie Reiter.

Leipzig, 16.1. 2016, Partner Pferd Leipzig 2016, Championat von Leipzig. Christian AHLMANN (GER) mit Cornado II.
Titelverteidiger Christian Ahlmann glänzt am Sonnabend auf dem Rücken von Cornado II. Bildrechte: IMAGO

Der 41-Jährige aus Marl erwischte fast jeden Sprung super. Lediglich eine Mauer ritt er aus einem sehr spitzen Winkel an. "Cornado II" blieb aber weder mit den Vorder- noch den Hinterhufen" an dem Hindernis hängen. Nach seinem Sieg sagte er: "Ich genieße das im Moment sehr." Zweitbester Reiter wurde Felix Haßmann auf "Horse Gym’s Balance". Er war bei seinem fehlerfreien Ritt nur zehn Zehntelsekunden langsamer als Ahlmann. Bereits am Freitag hatte Haßmann den zweiten Platz belegt.

Schon vor dem Stechen war klar, dass die deutschen Reiter das Stechen dominieren könnten. Von den zehn fehlerfreien Ritten gingen fünf auf deutsche Starter.

Das Stechen in der Übersicht
Christian Ahlmann/Cornado II/0 Pkt./40,07 Sek.    
Felix Haßmann/Horse Gym's Balance/0 Pkt./40,37 Sek.    
Gert Jan Bruggink (NED)/Vampire/0 Pkt./41,22 Sek.    
Paul Estermann (SUI)/Lord Pepsi/0 Pkt./42,97 Sek.    
Marco Kutscher/S I E C Carsten/0 Pkt./44,11 Sek.    
Philipp Weishaupt/Chico/4 Pkt./39,46 Sek.    
Sergio Alvarez Moya (ESP)/G And C Quitador Rochelais/4 Pkt./41,10Sek.    
Billy Twomey (IRE)/Diaghilev/8 Pkt./46,82 Sek.    
Simon Delestre (FRA)/Quechua d'Emeraude/10 Pkt./47,27 Sek.    
Andreas Kreuzer/Zerafina/12 Pkt./51,49 Sek.    

Haßmann, Ahlmann und Kutscher machen es spannend

Felix Haßmann
Felix Haßmann war wie am Freitag stark (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Haßmann aus Lienen zog mit einem hervorragenden Auftritt ins Stechen ein. Auf dem Rücken von "Horse Gym's Banace" schaffte er die 15 Hindernisse in nur 58,66 Sekunden. In der Halle drei der Leipziger Messe legte zudem Titelverteidiger Ahlmann eine souveräne Leistung hin. Mit dem Schimmel "Cornado II" überwand er die 15 Sprünge in nur 59,32 Sekunden. Marco Kutscher schaffte es ebenfalls ins Stechen. Mit "S I E C Carsten" brauchte der 40-jährige aus Norden für seinen fehlerfreien Ritt 60,69 Sekunden. Zudem kamen Philipp Weishaupt und Andreas Kreuzer ins Stechen.

Viele Deutsche verpassen das Stechen

Marcus Ehning scheiterte haarscharf am Stechen. Für ihn und seinen Hengst "Comme Il Faut" wurde die zweite Stange eines Oxers zum Verhängnis. Auch für André Thieme, der mit "Cellisto" startete, war das Championat schon vor dem Stechen beendet. Der gebürtige Hoyerswerdaer blieb mit seinem Pferd an einem Steilsprung hängen. Da er mit 65,28 Sekunden die vorgegebene Zeit überschritt, kam er auf fünf Fehlerpunkte. Auch Guido Klatte verpasste das Stechen. Mit "Coolio" blieb er an zwei Hindernissen hängen, wodurch er acht Fehlerpunkte sammelte.

André Thieme auf Cellisto
André Thieme und "Cellisto" verpassen das Stechen (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Nicht von Erfolg gekrönt war das Springen auch für Hans-Thorben Rüder. Mit seinem neunjährigen Wallach "Pure Pitu" leistete er sich auf dem Parcours mit 15 Hindernissen fünf Fehlerpunkte. Noch knapper verlief das Springen für Holger Wulschner, der am Schlussoxer scheiterte. Markus Renzel leistete sich acht Fehlerpunkte. Mario Stevens gab bei seinem Springen auf. Bei zwei Steilsprüngen und einem Oxer blieb sein Pferd "Banana Pancake" mit den Hinterbeinen hängen. Zudem verweigerte es einen Oxer.

Beim Großen Preis am Sonntag, dem neunten von elf Weltcup-Springen der Westeuropa-Liga, ist Ahlmann Favorit. Im Gesamtklassement führt er. Die Qualifikation für das Final-Turnier in Göteborg hat er längst sicher. Der in Belgien lebende Daniel Deußer und Marco Kutscher aus Bad Essen liegen auf den Plätzen acht und neun.

mkö/dpa

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2016, 19:15 Uhr

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