Olympia-Bilanz in Sachsen-Anhalt : Stahlknecht will neue Schwerpunkte bei Sportförderung
Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht hat nach der mageren Olympia-Bilanz des Landes neue Schwerpunkte in der Sportförderung angekündigt. Stahlknecht sagte am Freitag bei MDR INFO, er habe bei den Olympischen Spielen auf drei bis vier Medaillen für die Spitzensportler des Landes gehofft. "Nun will ich keinen Vorwurf machen, aber enttäuscht war ich trotzdem." Deswegen müsse man sich jetzt besser auf die nächsten Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vorbereiten.
Stärkere Talentsuche in Schulen
Stahlknecht kündigte an, dass er Gespräche mit dem Landessportbund und dem Olympia-Stützpunkt führen werde. So müsse Sachsen-Anhalt in Zukunft wieder stärker auf die Sichtung von Talenten in den Schulen setzen. "So etwas Ähnliches hat es ja schon mal zu DDR-Zeiten gegeben - und das war ja nun auch nicht immer alles falsch, was damals passiert ist." Allerdings müssten heute andere rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen und die Eltern stärker einbezogen werden. Stahlknecht sagte weiter, Sachsen-Anhalt müsse seine Sport-Gymnasien mehr auf wirkliche Leistungen ausrichten. Und schließlich müsse man sich fragen, welche Sportarten in Zukunft konzentrierter gefördert werden sollten.
Zur Debatte um die Offenlegung der Zielvereinbarungen für die Olympischen Spiele sagte Stahlknecht, er würde jetzt nicht festlegen wollen, dass es beim nächsten Mal drei Bronze- und sieben Silbermedaillen werden sollten. Damit würden die Sportler so unter Druck gesetzt werden, dass es schwierig werde. Er sei vielmehr dafür, dass Zielvorgaben "vielleicht etwas weicher formuliert" würden. Dennoch müsse öffentlich kommuniziert werden, wo man hin wolle, weil es am Ende ja auch Steuergeld sei, was eingesetzt werde.
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