Para-Radsport-WM Vier weitere Medaillen bei Rad-WM

Das südafrikanische Pietermaritzburg ist ein gutes Pflaster für die deutschen Behindertensportler. Bei der Para-Rad-WM gab es am Freitag vier weitere Medaillen: Einen Titel, eine Überraschung und zwei knappe dritte Plätze.

Am zweiten Tage der Para-Straßenrad-Weltmeisterschaften in Südafrika haben die deutschen Sportler vier weitere Medaillen gewonnen. Der fünffache Paralympics-Sieger Michael Teuber feierte dabei am Freitag Gold, zudem gab es Silber für Raphaela Maria Eggert und zweimal Bronze für Denise Schindler und Kerstin Brachtendorf. Nach vier Medaillen vom Auftakttag am Donnerstag haben die deutschen Behindertensportler damit bereits acht Mal Edelmetall geholt.

Michael Teuber
Michael Teuber Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

"Dass ich jüngere Fahrer hinter mir lassen konnte ..."

Teuber fügte seiner beeindruckenden Medaillensammlung sein 20. Straßen-WM-Edelmetall hinzu. Auf dem 23,3-Kilometer-Rundkurs im südfrikanischen Pietermaritzburg verwies er den Kanadier Wilson Ross um 28,1 Sekunden auf Rang zwei. Bei der Hälfte des Rennens hatte Ross noch geführt, im Ziel musste er sich wie bereits bei den Paralympics 2016 dem Münchner Teuber geschlagen geben.

Im Ziel strahle Teuber, der 49-Jährige sagte: "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung - und dass ich die jüngeren Fahrer nochmal hinter mir lassen konnte. Es war ein sehr hartes Rennen und ich musste bis zum Schluss alles geben. Hinten raus hat sich die intensive Vorbereitung mit den Höhentrainingslagern definitiv ausgezahlt."

Debütantin Eggert gleich zu Silber

Für die größte Überraschung des Tages aus deutscher Sicht sorgte WM-Debütantin Raphaela Maria Eggert mit Silber in der Klasse C4. Die 24-Jährige Augsburgerin der 41-jährigen US-Amerikanerin Shawn Morelli geschlagen geben. In einem harten Kampf um Silber ließ Eggert aber die Australierin Meg Lemon um sieben Sekunden hinter sich.

Raphaela Eggert
Raphaela Eggert Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Chemnitzerin Schindler knapp geschlagen

Ihr drittes WM-Gold verpasste die Chemnitzerin Denise Schindler. Die 31-Jährige, die als Gesamt-Weltcup-Spitzenreiterin nach Südafrika gereist ist, wurde auf der 15,5-Kilometer-Strecke der Klasse C3 Dritte. Auf Gold fehlten Schindler 7,6 Sekunden, Silber verpasste sie um 4,7 Sekunden. Den Titel holte die Japanerin Keiko Noguchi vor der Schwedin Anna Beck.

Denise Schindler
Denise Schindler Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Brachtendorf wird Dritte

Silber und sogar Gold war auch für Kerstin Brachtendorf in der Klasse C5 in Reichweite, doch die 45-Jährige aus Mendig vom BPRSV Cottbus musste sich am Ende mit Bronze begnügen. Sie lieferte sich ein packendes Rennen mit der Polin Anna Harkowska und Samantha Bosco aus den USA, die am Ende 13 Sekunden auseinander lagen. Zu Silber fehlten sogar nur 2,6 Sekunden. "Dabei hatte ich mich eigentlich nicht gut gefühlt und bin anfangs nicht in Schwung gekommen. Dann lief es aber immer besser und es wurde richtig spannend. Doch auch mit Bronze bin ich voll zufrieden", berichtete Brachtendorf.

Kerstin Brachtendorf
Kerstin Brachtendorf Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Über dieses Thema berichtet "MDR aktuell" Freitag, 1. September, 17.45 Uhr

dh/npc

Zuletzt aktualisiert: 01. September 2017, 14:32 Uhr

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