Para Rad-WM Reppe Durst Eskau Jeffre Majunke
Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Para-Rad-WM Doppel-Gold für Reppe, Eskau und Durst

Dem Gold im Zeitfahren haben Christiane Reppe und Andrea Eskau Goldmedaillen in den Straßenrennen folgen lassen. Bei der Para-Rad-WM in Südafrika machten es Reppe und Durst spannend, Eskau siegte überlegen. Zudem gab es Silber und Bronze.

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Goldene Weltmeisterschaften für Andrea Eskau, Christiane Reppe und Hans-Peter Durst. Bei den Para-Rad-Titelkämpfen in Südafrika gewannen das Trio am Sonnabend (2.9.2017) auch das Straßenrennen. Bereits in den Zeitfahren von Donnerstag waren die Handbikerinnen Reppe und Eskau sowie Dreiradfahrer Durst nicht zu schlagen.

Reppe siegt knapp aber deutlich

Christiane Reppe, die wegen einer Meldepanne um einen Start in Südafrika bangen musste, setzte sich im Rennen der Klasse H4 auf der Zielgerade durch. Nach 42,5 Kilometern mit sieben Sechs-Kilometer-Runden verwies die 30-jährige die Russin Swetlana Moschkowitsch um zwei Sekunden auf Rang zwei. Bronze gewann die Schweizerin Sandra Graf.

Rio-Paralympics-Siegerin Reppe sammelte mit ihrem Sieg ihr viertes WM-Gold und freute sich nach dem Wettkampf: "Es war ein hartes Rennen mit vielen Steigungen. Jetzt habe ich zweimal Gold gewonnen - unglaublich. Ich bin sehr glücklich, das ist ein tolles Ergebnis. Darauf werde ich nach dem ganzen Trubel der vergangenen Tage anstoßen."

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Reppe überquert als Erste das Ziel. Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Einsames Rennen für Eskau

Paralympics 2016 in Rio de Janeiro: Andrea Eskau mit ihrem Handbike nach dem Gewinn der Silbermedaille im Zeitfahren
Andrea Eskau glücklich (Archivbild). Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Andrea Holz

Einen überlegenen Sieg feierte Andrea Eskau. Die Magdeburgerin, die bei Sommer- und Winter-Paralympics bereits sechs Goldmedaillen gewann, kam bei ihrem 42,5-Kilometer-Rennen in der Klasse H5 mit einem Vorsprung von mehr als sechs Minuten ins Ziel. Bei ihrer Zielankunft hatte die 46-Jährige sogar Zeit, sich die deutsche Fahne geben zu lassen. "Es war ein anstrengendes Rennen, doch ich bin zufrieden, dass meine Taktik aufgegangen ist. Dass ich den Vorsprung gegen die zusammenarbeitenden Gegnerinnen sogar weiter ausbauen konnte, macht mich sehr glücklich", sagte Eskau, die sich nun auf die Olympischen Winterspiele vorbereitet.

Um Silber und Bronze gab es einen spannenden Zweikampf zweier Niederländerinnen: Lara de Vaan konnte sich mit einem Vorsprung von drei Zehntelsekunden gegen Jenette Jansen durchsetzen.

Sechster WM-Titel für Durst

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Hans-Peter Durst Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Am Nachmittag machte dann Hans-Peter Durst den goldenen Sonnabend für das deutsche Team perfekt. Der Dreiradfahrer gewann in der Klasse T2. Dabei fing der 59-Jährige auf der Schlussrunde den zuvor führenden Neuseeländer Stephen Hills noch ab. Das Ziel überquerte Durst dann 1,3 Sekunden vor Hills. Der zweimalige Paralympics-Sieger Durst, der in Pietermaritzburg bereits Gold im Zeitfahren gewann, feierte seinen sechsten WM-Titel. Nach dem Wettkampf jubelte er: "Wahnsinn, dass es wieder geklappt hat. Es war ein knappes Rennen, umso glücklicher bin ich über den erneuten Titel."

Silber für Jana Majunke

Zudem gewann Dreiradfahrerin Jana Majunke in der Klasse T2 nach Bronze am Donnerstag nun Silber im Straßenrennen. Die 27-Jährige vom BPRSV Cottbus fuhr ein beherztes Rennen, attackierte zwischenzeitlich und hatte damit Erfolg. Der Weltmeisterin Carol Cooke aus Australien musste sich Majunke zwar um 32 Sekunden geschlagen geben. Die drittplatzierte Jill Walsh aus den USA ließ Majunke aber 31 Sekunden hinter sich.

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Majunke (li.) gewann Silber hinter Cooke (Mitte). Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Zweite WM-Medaille für Jeffre

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Jeffre (li.) freut sich über Bronze. Bildrechte: Oliver Kremer, sports.pixolli.com

Über seine zweite WM-Medaille kann sich der Kieler Bernd Jeffre freuen. In der Klasse H4 fuhr der Handbiker am Sonnabend zu Bronze. Beim Sieg des Niederländers Jetze Plat sicherte sich Jeffre den dritten Platz per Fotofinish. Gegen den zeitgleichen Belgier Jonas van de Steene hatte der 53-jährige Kieler nur um Zentimeter die Nase vorn. Für Jeffre war es nach WM-Silber im Zeitfahren 2010 die erste WM-Medaille in einem WM-Straßenrennen. Bei den Paralympics 2012 wurde er Zeitfahr-Dritter.

Bisher 13 Medaillen für deutsche Sportler

Für die deutschen Athleten war der Sonnabend damit der erfolreichste WM-Tag. Insgesamt smmelten die deutschen Behindertensportler bereits 13 Medaillen in Südafrika. Bei den Zeitfahren am Donnerstag und Freitag gab es viermal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze.

Siegerehrung Para-Radsport
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Die querschnittsgelähmte Andrea Eskau aus Apolda gewann am Donnerstag in Südafrika im Handbike die Goldmedaille.

Do 31.08.2017 21:06Uhr 00:49 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-134694.html

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Siegerehrung
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Der 59-jährige Hans-Peter Durst holte in Südafrika bereits seinen fünften Zeitfahr-WM-Titel auf dem Dreirad.

Do 31.08.2017 21:06Uhr 00:30 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-134692.html

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Über dieses Thema berichtet "MDR aktuell" Sonnabend, 2. September, 19.30 Uhr

dh/npc

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2017, 17:29 Uhr

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