Handball | 1. Bundesliga SC DHfK demütigt Rekordmeister Kiel

Der SC DHfK hat am Mittwochabend auf heimischen Parkett eine Gala-Vorstellung hingelegt. Im Duell gegen Rekordmeister THW Kiel hatte das Team von Trainer Prokop überraschend klar mit 34:25 die Nase vorn.

Niklas Pieczkowski
Leipzigs Niklas Pieczkowski gelangen vier Tore gegen den THW. Bildrechte: IMAGO

Vor 4.891 Zuschauern in der Arena Leipzig schlichen sich bei den Gastgebern nach starkem Beginn (3:1/6.) die ersten einfachen Fehler ein, die der THW eiskalt bestrafte. Der haushohe Favorit ging somit selbst erstmals in Führung  (4:3/10.). Doch Leipzig stellte sich immer besser auf den Rekordmeister ein, dessen Spiel mit zunehmender Dauer immer statischer wurde. Zudem hatte Leipzig an diesem Abend mit Milos Putera einen glänzend aufgelegten Rückhalt im Tor. So konnten sich die Grün-Weißen bis zur Pause (15:11) sukzessive absetzen.

Auch nach dem Wechsel begann Leipzig druckvoll (17:12/33.). Allerdings leisteten sich die Messestädter wie bereits in der ersten Hälfte einige Fehler, was die Kieler bis auf 16:17 heranbrachte. Nach einer Auszeit von SC-Coach Prokop stabilisierten sich die Gastgeber und bauten den Vorsprung erneut aus (20:17/39.). Doch Kiel erwies sich als der erwartet schwere Brocken und kämpfte sich wieder heran (20:22). Leipzig blieb jedoch davon unbeeindruckt, mobilisierte nochmals alle Kräfte und zog auf und davon. In der 53. Minute lagen die Gastgeber erstmals mit sieben Toren vorn (29:22). Auch in der Schlussphase behielt der SC DHfK die Nerven und besiegelte so die klare Pleite des Rekordmeisters. Erfolgreichster Werfer bei den Leipzigern war Andreas Rojewski mit acht Toren. Beim Pokalsieger avancierte Niclas Ekberg mit sechs Treffern zum besten Schützen.

"Es war eine fantastische Abwehrarbeit, eine fast perfekte erste Halbzeit. Wir haben den Kieler Rückraum immer wieder bissig attackiert und die Tempogegenstöße nur teilweise zugelassen. Ich freue mich, dass wir heute einen Großen der Liga schlagen konnten", sagte Leipzigs Coach Prokop.

Über diese Thema berichtet "MDR SACHSENSPIEGEL" MDR FERNSEHEN | 18.05.2017 | 19 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2017, 20:37 Uhr

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1 Kommentar

17.05.2017 23:53 helmchen 1

Ich habe in dieser Saison schon einige Spiele der Körperkulturellen gesehen, aber das war mit Abstand das geilste Match. Diesmal hielten sich die Fehler in Grenzen, sodass man sich bereits ab der 45. Minute entspannt zurücklehnen konnte, so man es mit der DHfK hält. Ab da war der THW dann chancenlos. In den Schlusssekunden hätte es gar zweistellig werden können, wäre der Ball nach dem Konter im Tor gelandet. Das Fehlen von Duvniak konnten die Kieler gegen diesen starken Gegner nicht kompensieren.