Eishockey | DEL2-Playoffs Eislöwen verlieren dramatisches Viertelfinal-Duell

1:3 lagen die Dresdner Eislöwen in den Playoffs gegen Kaufbeuren schon zurück. Doch die Sachsen kamen in der "Best of Seven"-Serie zurück. Am Dienstag gab es das alles entscheidende Spiel zuhause.

Bill Stewart
Bill Stewart Bildrechte: IMAGO

Die Dresdner Eislöwen haben das dramatische DEL2-Viertelfinal-Duell gegen den ESV Kaufbeuren am Ende knapp verloren. Im entscheidenden siebten Match am Dienstag vor heimischer Kulisse hieß es 2:3. In der "Best of Seven"-Serie unterlagen die Sachsen mit 3:4.

Deutlich mehr Torschüsse für die Eislöwen

Vor 3.723 Zuschauern gerieten die Gastgeber durch Karevaara (15.) in Rückstand. Rinkinen gelang Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels in doppelter Überzahl der Ausgleich. Schon beim 4:3 am Sonntag in Kaufbeuren hatte der Finne zweimal getroffen.

Angesichts von 17:9-Torschüssen war für Dresden in den ersten 20 Minuten aber mehr drin Im zweiten Drittel wurde es nicht besser: Die Torschuss-Statistik lautete 15:10 - doch wieder Karevaara und Szwez netzten ein (25./27.). Grafenthins 2:3 (41.) sorgte nach der zweiten Pause für große Hoffnung. Doch in 19 Minuten blieb das Team von Bill Stewart ohne einen weiteren Treffer. Und das trotz einer Überzahl drei Minuten vor Schluss, nach einem strafwürdigen Haken von Kaufbeurens Blomquist. Die Torschussbilanz in diesem Drittel: 11:5 für Dresden.

Insgesamt zeigten die Sachsen in dieser Serie eine tolle Moral: Sie holten einen 1:3-Rückstand auf. Schon am vergangenen Sonntag hatte man in Kaufbeuren vor dem Aus gestanden, holte da aber noch ein 2:3 auf. Am Ende reichte es dennoch nicht.

Teemu Rinkinen und Alexander Höller
Teemu Rinkinen und Alexander Höller Bildrechte: IMAGO

Trainerstimmen

Andreas Brockmann (ESVK): "Es war ein typisches Spiel sieben in der Playoff-Serie. Beide Mannschaften wollten keine Fehler machen, haben aggressiv gespielt. Wir sind jetzt überglücklich. Ich muss der Mannschaft einfach ein Kompliment dafür machen, wie unglaublich sie die Schüsse geblockt hat."

Bill Stewart (Eislöwen): "Ich habe viel Respekt vor Andreas Brockmann und seiner Mannschaft. Beide Teams haben in den letzten 14 Tagen alles gegeben und sich einen harten Kampf geliefert. Ein Spiel geht allerdings 60 Minuten. Die erste Hälfte haben wir ein wenig verschlafen, die andere Hälfte war sehr gut. Aber das reicht nicht aus. Heute hat das bessere Team gewonnen."

Dieses Thema berichtet der MDR SACHSENSPIEGEL MDR FERNSEHEN | 28.03.2017 | 19 Uhr

cke

Zuletzt aktualisiert: 29. März 2017, 21:46 Uhr

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3 Kommentare

29.03.2017 21:50 Uwe, Dresden 3

Es ist einfach ein dreckiger Sieg Kaufbeurens, ich will es nicht gleich unverdient nennen, aber nahe dran war es. Ich mein damit die gesamtserie. Zumal die ja eher in die Play-Downs passen würden....
Was hinzukommt ist vielleicht überdenkenswert, das Play-Off-System.... Am Ende hängt es ja an einem Tor im letzten Spiel, das die Möglichkeit gegeben hätte, weiterzukommen. Vielleicht sollte man die Serie erst ab einem Vorsprung von 2 Siegen nach wenigstens 4 gewonnenen Spielen beenden. Weil es einfach zu schnell gehen kann im Eishockey, dass du unverdient verlierst (She. u.a. Torschußquoten, Strafmaße und und und)

29.03.2017 16:45 Dresdner 2

Gekämpft und trotzdem verloren!!! Gestern clever von Kaufbeuren mit dem nötigen Glück des Tüchtigen!
Sieben harte Spiele zum Teil sehr unfair von Kaufbeuren geführt! Schiedrichter welche viel zu viel laufen liesen...
Rippenbruch vom "Goldhelm"...für mich absolut unverständlich das solch eine Spielart nicht noch im Nachhinein bestraft werden kann!

28.03.2017 22:39 Aha 1

Hut ab vor Kaufbeuren! Als alljährlicher Abstiegskandidat haben sie sich ganz toll gemausert.
Dagegen haben die Eispiraten nach einem Jahr des Erfolgs mächtig abgebaut. Hoffentlich halten sie die Klasse.
Deshalb ist in Westsachsen ein kleines Bisschen Genugtuung für den Kaufbeurer Sieg verständlich ;-)