Eishockey | 2. Bundesliga : Eislöwen krönen Aufholjagd
28. Spieltag
Der Freitagabend ist für die sächsischen Eishockey-Cracks durchwachsen verlaufen. Riesenstimmung herrschte in Dresden, wo die Eislöwen ihr Publikum mit einer wilden Hatz verwöhnten. Viel Frust gab es im Fuchsbau, weil die Gastgeber mächtig verschaukelt wurden. Crimmitschau musste auswärts ran und verlor knapp.
Löwen reißen Sieg aus dem Feuer
Die Dresdner Eislöwen haben gegen die Ravensburg Towerstars trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands noch einen 4:2-Sieg gefeiert. Im ersten Drittel leisteten sich die Gastgeber zu viele Scheibenverluste. Die Quittung: Nach elf Minuten stand es 0:2. Doch die Löwen kamen wie verwandelt aus der Kabine. Zunächst wurde eine tolle Aktion von Holzmann nicht belohnt, dessen Schuss von Gäste-Goalie Rohde mit der Fanghand vereitelt wurde. Aber dann: Gosdeck per Direktschuss (24.) und Jarrett (29.) glichen aus. Danach konnte sich der Finne Kaartinen die Ecke aussuchen und erzielte das 3:2 (33.). Dresden powerte weiter, schoss aus allen Lagen und krönte die Vorstellung mit dem 4:2. Hajek (51.) war der umjubelte Schütze.
Füchse verlieren ruppige Partie
Für die Lausitzer Füchse ist die Partie gegen die Starbulls Rosenheim nicht gut ausgegangen. Allerdings brachte nicht die 2:5-Niederlage die Fans auf die Palme, sondern das Wie. Eine erhebliche Aktie hatte der Hauptschiedsrichter daran, der im letzten Abschnitt etliche Fehlentscheidungen fabrizierte. Vor knapp 2.000 Zuschauern gingen die Gastgeber durch ein Tor von Vostrak (9.) zwar in Führung, scheiterten aber im Laufe des Spiels immer öfter an der guten und disziplinierten Abwehr der Oberbayern. Als dann kurz vor Ende des zweiten Drittels die 4:2-Führung für die Gäste fiel, war bei den Füchsen die Luft raus. Im Schlussdurchgang wurde es dann wie angesprochen ruppig. Der Referee urteilte ziemlich einseitig, verteilte dicke Strafen gegen die Füchse und brachte damit die Halle gefährlich zum Brodeln. In diesem Jahr haben die Lausitzer Füchse noch drei Gelegenheiten, um die "Mission Platz acht" angehen zu können. Am 28. Dezember treffen sie im Derby auf einen unmittelbaren Mitbewerber. Der Gegner ist kein Geringerer als Erzrivale Crimmitschau.
Piraten schaffen es nicht in die Overtime
Die Eispiraten Crimmitschau haben bei den Hannover Indians ein ordentliches Spiel geboten. Dennoch hieß es am Ende 4:3. Das Anfangsdrittel riss keinen von den Sitzen. Dementsprechend torlos ging es in die Pause. Nach Langeweile folgten jedoch einige Aufreger. Williams in Überzahl (34.) und Pielmeier Sekunden später brachten die Piraten in Front. Allerdings währte die Freude nur kurz. Noch vor der zweiten Sirene hatte Hannover ausgeglichen. Im Schlussdurchgang ging es munter weiter – mit Vorteilen für die aggressiveren Gastgeber. Obwohl die Indians einen Mann weniger auf dem Eis hatten, gelang ihnen die Führung. Wenig später ließen sie das 4:2 folgen. Lee (55.) konnte für die Eispiraten lediglich noch verkürzen.
