Eishockey | 2. Bundesliga : Füchse demütigen Eispiraten - Eislöwen bedient
31. Spieltag
Die letzten Auswärtsspiele der Lausitzer Füchse und der Dresdner Eislöwen im Jahr 2012 sind mit denkwürdigen Ergebnissen zu Ende gegangen. Die "Füchse" fegten die Eispiraten Crimmitschau im Sachsenderby beim 7:3 regelrecht vom Eis. Die Dresdner Eislöwen wähnten sich indes in Bremerhaven schon auf der Siegerstraße und erlebten dann ein ganz böses Schlussdrittel.
Emotionslos, wehrlos, kampflos: Die Eispiraten Crimmitschau haben sich im eigenen Sahnpark im Zweitliga-Derby gegen die Lausitzer Füchse so richtig blamiert. Die 3:7-Niederlage war die fünfte Pleite in Folge.
Schwarzer Tag für Crimmitschau
5.222 Fans strömten zum letzten Heimspiel der Eispiraten in den erstmals seit 2006 ausverkauften Sahnpark und erlebten nach einer Gänsehaut-Choreografie der Fans einen munteren Auftakt im Sachsenderby. Die Gastgeber wirkten fest entschlossen, die Negativserie zu stoppen. In der 17. Minute drückte Heinisch den Puck nach einem Abpraller aus Nahdistanz zur verdienten Führung über die Linie. Die Fans jubelten noch – da schepperte es auf der anderen Seite. Keith verlor den Puck im Aufbauspiel, die Füchse schalteten schnell und konterten eiskalt. Kjärgaard sorgte für den postwendenden Ausgleich. Die Emotionen kochten – auch auf der Bank. Ersatz-Keeper Fous bekam für Unsportliches Verhalten abseits des Eises kurz vor der ersten Drittelpause noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt. Im zweiten Drittel brachen die Gastgeber ein und Weißwasser wuchs über sich hinaus. Flott und schnell flitzten die Puckjäger von Dirk Rohrbach über das Eis. Die Eispiraten staunten, waren meist einen Schritt zu langsam und fingen sich zwei blitzsaubere Tore ein (Lavellee/22. und Lehnigk/23.). Die Demütigung folgte in der 30 Minute als die Füchse einen Unterzahlkonter zum 1:4 durch McKnight abschlossen. Die drei Gegentore versetzten die Gastgeber in eine Schockstarre – es ging nichts mehr. Während die 500 mitgereisten Lausitzer Füchse-Fans ihre Spieler mit frenetischem Applaus in die letzte Pause begleiteten, schallten den Eispiraten Buh-Rufe entgegen.
Doch den Fans blieb an diesem Abend nichts erspart. Im Schlussdrittel fielen die wehrlosen Eispiraten wie ein Kartenhaus zusammen. Die Lausitzer Füchse ergriffen die Gunst der Stunde, spielten konzentriert weiter und erhöhten Tor um Tor. Nach dem 7:1 in der 48. Minute feuerten Fans Gegenstände auf das Eis. Das Spiel musste unterbrochen werden. Obwohl die Eispiraten weiter emotionslos über das Eis schlichen "verkürzten" Williams und Lee zumindest noch auf 3:7.
Eislöwen verspielen 3:0-Führung
Unglaubliches spielte sich in Bremerhaven ab. Im Norden Deutschlands verspielten die Dresdner Eislöwen am Freitag eine 3:0-Führung im letzten Drittel noch. Am Ende stand in Bremerhaven bei den Fischtown Pinguins eine 3:5-Niederlage zu Buche. Mehr als 500 Fans hatten ihre Lieblinge zum letzten Auswärtsspiel des Jahres begleitet - und gingen durch ein Wechselbad der Gefühle.
Nach einem torlosen ersten Drittel folgte ein furiosen Zwischenspurt der Dresdner im Mittelabschnitt. Kaartinen, Becker und Mücke versetzten die Fans in Ekstase. Doch die Stimmung kippte urplötzlich mit dem 1:3-Anschluss (28.) wieder. Die Gastgeber bekamen Oberwasser und drehten das Spiel mit drei Toren innerhalb der ersten sechs Minuten im Schlussdrittel noch. Die Elbestädter bissen auf die Zähne, agierten aber dabei oft unfair und handelten sich sechs Zweiminuten-Zeitstrafen ein. Dennoch blieb das Spiel bis zur letzten Minute offen. Erst als die Eislöwen den Torwart Briggs vom Eis nahmen, sorgten die Gastgeber mit einem "Empty Goal" durch Bombis für die Entscheidung.
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