Eishockey Trauer um Eishockeylegende Gerhard Kießling

Der gebürtige Sachse Gerhard Kießling ist tot. Bereits am vergangenen Freitag starb der ehemalige DDR-Auswahlspieler sowie Trainer der DDR- und BRD-Nationalmannschaft im Alter von 94 Jahren. Dies teilten die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montagabend mit. Mit dem Kölner EC, wie die Haie zwischen 1972 und 1994 hießen, wurde Kießling 1977 und 1979 Meister.

Trainer Gerhard KiessŸling (Düsseldorf) verfolgt gespannt das Spielgeschehen.
Gerhard Kießling als Trainer der Düsseldorfer EG Bildrechte: IMAGO

Vater und Sohn gemeinsam erfolgreich

Auch der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) reagierte bestürzt auf den Tod des früheren Bundestrainers: "Mit Gerhard Kießling verliert der Deutsche Eishockeysport einen herausragenden Trainer und Botschafter. Der Deutsche Eishockey-Bund verdankt Gerhard Kießling unendlich viel", sagte DEB-Präsident Franz Reindl.

Kießling wurde 1922 in Meerane geboren, spielte für das DDR-Nationalteam und trainierte es von 1952 bis 1957. Im gleichen Jahr floh er in die Bundesrepublik und übernahm von 1971 bis 1974 das Amt des Bundestrainers. Neben seinen beiden Titeln mit Köln, stand Kießling 1980 und 1981 mit der Düsseldorfer EG im Finale. Durch die Schule des gelernten Bäckermeisters gingen Spieler wie Alois Schloder, Lorenz Funk und Erich Kühnhackl. Kießlings Sohn Udo ist mit 320 Einsätzen deutscher Rekordnationalspieler. Vater (Trainer) und Sohn (Spieler) wurden in Köln 1977 und 1979 gemeinsam Meister.

Bundestrainer Gerhard KiessŸling gestikuliert 1972 bei den Winterspielen in Sapporo am Spielfeldrand.
Gerhard Kießling als Bundestrainer bei den Olympischen Spielen 1972 in Sapporo Bildrechte: IMAGO

red

Über dieses Thema berichtet "MDR 1 RADIO SACHSEN" MDR-Hörfunk | 12.04.2017 | ab 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2017, 13:09 Uhr

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