Eishockey

Eishockey | 2. Bundesligau : Hängepartie für die Dresdner Eislöwen?

In der 2. Eishockey-Bundesliga bleibt offenbar alles beim Alten. Am Mittwoch einigten sich die Gesellschafter der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft ESBG auf den verbleibenden Startplatz in der zweithöchsten Spielklasse.

Nach der Nichtlizenzierung der Tölzer Löwen (Oberliga-Meister) wurden die Fishtown Pinguins, ursprünglich Absteiger aus der zweithöchsten Spielklasse, als Nachrücker festgelegt. Demnach wird die kommende Spielzeit wie letzte Saison mit 13 Mannschaften angegangen – sollte man annehmen. Aber es bleiben viele Fragen offen.

Ist der Spielbetrieb gefährdet?

Die Eispiraten Crimmitschau und Lausitzer Füchse sind im Liga-Betrieb dabei. Aber was wird aus den Dresdner Eislöwen? Auch Geschäftsführer Matthias Broda und Danilo Klee hatten an der Versammlung in München teilgenommen und für die Mindestanzahl von 13 Klubs in der Liga gestimmt. Gleichzeitig sorgte die Dresdner Delegation für viel Wenn und Aber, ging es doch um die Probleme bei der Dachsanierung der Eissporthalle. Und die könnten gravierende Folgen auf den Spielbetrieb der Eislöwen haben. Auf der Eislöwen-Homepage wurden Fragen und Antworten übersichtlich aufgelistet.

So dürfen die Dresdner ihre Punktspiele nicht unter freiem Himmel oder in der Trainingshalle austragen, da diese nicht den vorgegebenen Maßen entspricht. Eine Ausnahmegenehmigung wie letzte Saison gegen die Fishtown Pinguins werde nicht mehr erteilt. Ein eindeutiges "Ja" gab es zu dem Vorschlag der Dresdner Eislöwen, in den ersten Wochen ausschließlich Auswärtsspiele zu bestreiten. Dazu müssen aber die gegnerischen Vereine zustimmen. Der nächste Punkt betrifft eine fremde Eishalle, zum Beispiel die in Chemnitz. Dort könnten die Eislöwen wie in der vergangenen Saison auflaufen. Eine Langzeitlösung ist das keinesfalls. Sollten alle Stränge reißen, würde es ganz bitter kommen. Wenn die Eislöwen keine gesicherte Spielstätte für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga nachweisen können, ist der Aufsichtsrat der ESBG verpflichtet, die bereits erteilte Lizenz für die Spielzeit 2012/2013 zu entziehen. Das würde bedeuten, dass die Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch in die Regionalliga Ost herabgestuft wird. Ein Schreckenszenario.

Vorbehalte beim SC Riessersee

Neben der Dresdner Hängepartie gibt es auch Vorbehalte beim SC Riessersee. Ein Beitrag auf der Homepage gibt darüber Aufschluss. Als Reaktion auf die Gesellschafterversammlung zieht Riessersee einen Rückzug aus der 2. Liga in Erwägung. Laut SCR-Geschäftsführer Ralph Bader wäre ein Neustart in der Oberliga überlegenswert, denn dort ist alles geklärt und die Klubs haben Planungssicherheit. Im Gegensatz dazu gäbe es in der ESBG viele Fragezeichen. Beispielsweise wisse Bader nicht, ob die Bürgschaft für die anderen Vereine erhöht wird, wenn Dresden die Lizenz entzogen würde. Folgt darauf ein Rechtsstreit? Gibt es dann doch einen Absteiger? Fragen über Fragen, die wohl erst in der nächsten Zeit geklärt werden.

Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2012, 18:52 Uhr

1. Chris:
Na "Klasse" :( Irgendwie schaffen es die EL nicht aus den negativen Schlagzeilen zu kommen, Dank der Halle. Das ist ja wohl ein ganz schlechter Witz!!
20.07.2012
10:43 Uhr

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