Eishockey | 2. Bundesliga : Eispiraten erleben Debakel
Die Eispiraten Crimmitschau haben am Sonntag eine derbe Niederlage kassiert. Beim Tabellenführer Bietigheim Steelers verloren sie mit 2:9 (0:1, 1:7, 1:1). Spielerisch war Crimmitschau zwar unterlegen, über die Höhe der Niederlage entschied nach Sicht der Eispiraten aber der Unparteiische.
Bietigheim machte von Beginn an mächtigen Druck und kam schnell per Nachschuss zur 1:0-Führung. Die Gästeabwehr hatte hier nicht energisch genug gegengehalten. Die Steelers versuchten danach sofort nachzulegen und erarbeiteten sich zahlreiche Großchancen. Crimmitschau kam wiederum kaum zu Gegenangriffen und überstand diese Phase nur mit viel Glück. Nach zehn Minuten wendete sich das Blatt zumindest vom Bild her. Die Eispiraten spielten nun viel körperbetonter, womit Bietigheim überhaupt nicht zurechtkam.
Ärger mit dem Schiri
Zweikampfhärte als Mittel waren nach der ersten Pause allerdings grundsätzlich verboten: Hauptschiedsrichter Ulrich Hatz bestrafte nun fast jeden körperbetonten Einsatz der Sachsen, füllte deren Strafbank fast unentwegt und zog damit ihren Unmut auf sich. Proteste zogen zudem Disziplinarstrafen nach sich. Die nichtsdestotrotz guten und vor allem spielstarken Gastgeber nutzten die sich dadurch bietenden Vorteile konsequent aus. So fielen das 0:2, 0:4 und das 0:5 jeweils in doppelter Unterzahl (24./27./28), die Gegentore sechs bis acht in einfacher Unterzahl (35./37./39.). Zeitweise schien sich Crimmitschau völlig aufgeben zu wollen. Kurz vor der zweiten Pause traf Kronawitter zum 1:8. Dennoch war die Partie längst entschieden. Im dritten Drittel erzielte Campbell das 2:9 (43.).

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