Eishockey | 2. Bundesliga : Eislöwen blamabel, Piraten passabel
Mit einer bitteren Niederlage sind die Dresdner Eislöwen ins Jahr 2013 gestartet. Gleich zehn Gegentreffer mussten die Sachsen bei Schwenningen einstecken - die Großzahl der Tor fiel gleich im ersten Drittel. Besser lief es dagegen für die Eispiraten Crimmitschau. Sie konnten in Bremerhaven einen Sieg erringen. Enttäuschung herrschte dagegen bei den Lausitzer Füchsen. Sie unterlagen den Hannover Indians im Penalty-Schießen.
Mit einer Riesenschlappe sind die Dresdner Eislöwen ins neue Jahr gestartet. Sie mussten sich auswärts den Schwenninger Wild Wings geschlagen geben - und das mit einer 10:2-Niederlage nicht zu knapp.
Nach einer Viertelstunde hätten die Gäste eigentlich schon die Eisfläche verlassen können - schier uneinholbar leuchtete das 6:0 für die Schwenninger von der Anzeigetafel. Mit einem trockenen Schuss in die Maschen hatte Hacker den Torreigen für die Gastgeber begonnen (6.), Hofbauer (9.) und Leavitt (10.) legten nach, was Dresdens Coach Popiesch zu einer Auszeit veranlasste. Die blieb aber ohne positive Folgen für die Gäste aus Sachsen: Zunächst baute Torschütze Nummer eins, Hacker, die Schwenninger Führung zum 4:0 aus (12.), Sleigher und Pinizzotto kamen innerhalb weniger Sekunden zum Zug (15.). Die letzten fünf Minuten des ersten Drittels konnten die Gäste zwar ohne Gegentor überbrücken, und auch die ersten Minuten des zweiten Drittels standen die Eislöwen besser, doch Pinizzotto setzte das "Einbahnstraßenhockey" der Gastgeber gnadenlos fort (34.). Die Tore von Hennigar (45.), Götz (50.) und Wittfoth (59.) waren nur noch Kür, die beiden Eislöwentreffer durch Jarrett (40.) und Gosdeck (59.) zwar fast Pflicht, aber wertlos.
Eispiraten Crimmitschau starten mit Sieg ins neue Jahr
Ganz anders präsentierten sich die Eispiraten Crimmitschau, die sich bei den Fischtown Pinguins mit 4:3 durchsetzten. Knapp ein Dutzend mitgereister Fans konnte eine fixe 2:0-Führung der Gäste nach zwei Minuten bejubeln. Gleich in der ersten Minute traf Keith nach Vorlage von Wycisk, für das zweite Tor zeigte sich Lee verantwortlich (2.). Pinguin-Keeper Jäger war im ersten Drittel wahrlich nicht zu beneiden - und gegen einen weiteren Treffer, diesmal von Eispirat Williams (12.), machtlos. Insgesamt wirkten die Gastgeber geschockt und kamen schlecht ins Spiel. Aber auch die Eislöwen nutzten beim Powerplay gegen Ende der ersten Spielzeit Möglichkeiten zum Ausbau der Führung nicht. Der zweite Spielabschnitt ging klar an die Gastgeber, die immer offensiver spielten und im Powerplay durch Cook auf 1:3 verkürzten (25.). Die Gäste aus Sachsen spielten nicht mehr so solide wie in den vorangegangenen 20 Minuten und fielen durch viele kleine Fehler auf. Allein Torhüter Albrecht entschärfte die ein oder andere brenzlige Situation vor dem Piratentor - und auch Crimmitschaus Gunkel sorgte mit seinem Treffer für einen kleinen Glanzpunkt am Ende des Drittels (37.). Zwar brachten Cook (47.) und Friesen mit einem Treffer in letzter Sekunde die Gastgeber noch einmal fast heran, am Ende gingen die Eispiraten aber als verdiente Sieger vom Bremerhavener Eis.
Lausitzer Füchse scheitern im Penalty-Schießen
Noch spannender machten es die Lausitzer Füchse, die bei den Hannover Indians erst nach Penalty-Schießen 3:4 unterlagen. Ohne "Vertragsverlängerung" Pavel Vostrak, der in die Heimat gereist war, und Lanny Gare, der nicht mehr für die Füchse spielt, deutete sich schon im Vorfeld eine einge Partie an. Dank starken Offensivspiels ging Gastgeber Hannover dann auch durch Hemmes in Führung (5.), Indian-Spieler Tyka baute nur zwei Minuten später zum 2:0 aus. Dass die Füchse immer besser ins Spiel fanden, bewies nicht nur der Anschlusstreffer von Müller (8.) - auch zwei Schüsse ans Hannoveraner Tor von Fischer bewiesen, dass die Füchse in der temporeichen Partie angekommen waren. Im zweiten Drittel sorgte Lavalle zwar mit zwei Treffern (26./39.) für die zwischenzeitliche Füchse-Führung, doch die egalisierte Hannovers White kurz vor der Sirene (56.). Die Verlängerung blieb dann torlos, so dass das Penalty-Schießen entscheiden musste. Vom Punkt versenkte lediglich Indian-Spieler Gerbig den Puck und fügte den Füchsen damit die erste Niederlage im neuen Jahr zu.

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