Eishockey | DEL2 Was vorm Winter Derby wirklich gesagt wurde

Phrasen gehören zum Sportgeschäft - aber diesmal dolmetschen wir die Pressekonferenz. Und zwar nicht nur, weil die Trainer der Eislöwen und der Füchse auf Englisch antworteten - sondern weil sich hinter mancher Aussage noch Überraschendes verbirgt ...

Einträchtig sitzen sie im Presseraum des Dresdner Fußballstadions: Paul Gardner, Trainer der Lausitzer Füchse und Bill Stewart, Coach der Dresdner Eislöwen. Dazu sind artig die Spieler Thomas Götz (Füchse) und Steven Rupprich (Eislöwen) drapiert.

Doch ab Sonnabend 16:15 Uhr werden sie nicht mehr so liebevoll miteinander umgehen, denn dann steht im Dresdner Stadion das Winter Derby an - das erste Freiluftduell in der DEL2. Zuvor standen die Trainer, die beide aus der kanadischen Provinz Ontario stammen, und ihre Spieler bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Wir waren dabei.

Paul Gardner
Paul Gardner ließ seine Frau ans Telefon (Archiv). Bildrechte: IMAGO

Paul Gardner: "Bill und ich sind beide in Ontario aufgewachsen und haben früher auch mal gegeneinander gespielt." Tatsächlich meinte Gardner vermutlich: "Ich habe ihn auf dem Eis immer fertig gemacht, aber will jetzt hier nicht mit meinen Erfolgen prahlen."

Bill Stewart: "Paul war ein sehr guter Eishockeyspieler, vor allem wenn wir gegeneinander gespielt haben." Dabei dachte sich Stewart eventuell: "Ich habe ihn auf dem Eis immer fertig gemacht, aber will jetzt hier nicht mit meinen Erfolgen prahlen."

Gardner: "Meine Frau hat mir als Erste vom Anruf aus Weißwasser erzählt und auch davon, dass Bill die Eislöwen trainieren wird." Das sollte wohl eigentlich heißen: "Ich habe Besseres zu tun und kann mich nicht um irgendwelche Angebote von dahergelaufenen Zweitligisten kümmern. Dafür ist meine Frau da."

Thomas Götz
Thomas Götz will unbedingt zum Winterderby (Archiv). Bildrechte: Lausitzer Füchse

Bill Stewart: "Ich war sehr überrascht vom Niveau der DEL2." Stewart könnte in Wirklichkeit gemeint haben: "Ich hätte gedacht, dass meine Spieler über ihre eigenen Schlittschuhe stolpern würden. Ganz so schlimm war es dann doch nicht."

Stewart: "Die DEL2 ist für mich kein Abstieg, denn in dieser Liga können sich junge Spieler langsam entwickeln." Was er wahrscheinlich wirklich sagen wollte: "Ich wäre natürlich lieber in die DEL gegangen, habe dort auch überall angerufen, nur leider wollte mich niemand haben. Na ja, jetzt bin ich in Dresden. Ist auch ganz schön da."

Steven Rupprich
Steven Rupprich hatte viel Spaß auf dem Eis (Archiv). Bildrechte: Dredner Eislöwen

Thomas Götz: "Ich bin zwar noch angeschlagen, will aber unbedingt beim Winter Derby dabei sein." Das könnte wohl bedeuten: "Ich bin heiß wie Frittenfett und würde mich auch fitspritzen lassen, um auf dem Eis stehen zu können."

Steven Rupprich: "Wir haben beim gestrigen Training schon viel Spaß auf dem Eis gehabt." Vielmehr wollte Rupprich sagen: "Es war ein lustiger Ringelpiez mit Anfassen gestern, aber morgen werden wir härter zur Sache gehen."

cdi

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2016, 17:18 Uhr