Begrüßung der Gäste durch Präsident des DFB Reinhard Grindel.
Bildrechte: imago/Michael Weber

Fußball | Fan-Protest Grindel: "Gute Diskussionsgrundlage geschaffen"

Begrüßung der Gäste durch Präsident des DFB Reinhard Grindel.
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DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich nach einem Treffen mit Fanvertretern und Ultragruppierungen positiv geäußert. Es sei dreieinhalb Stunden hart in der Sache und kontrovers diskutiert worden, die Atmosphäre aber von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. "Wir haben eine Diskussionsgrundlage geschaffen. Jetzt werden wir uns Themen widmen, die natürlich schwieriger sind, wie  Stadionverbotsrichtlinie oder Umgang mit Fanutensilien. Da wollen wir als DFB ein klares Zeichen setzen, für die Fans etwas zu tun“, sagte Grindel in einem Video-Interview auf der Verbandsseite.

Konflikte müssen reduziert werden

Unter dem Titel "Krieg dem DFB“ fordern die Fans seit Monaten Gespräche auf Augenhöhe zu Themen wie Sportgerichtsbarkeit, Kommerzialisierung oder Kollektivstrafen. "Wir haben sehr stark demonstriert bekommen, dass hier ein Konfliktpotenzial besteht", sagte Grindel und fügte hinzu: "Diese Konflikte sind überflüssig, die müssen wir reduzieren oder ganz weg bekommen, durch eine einheitliche Regelung, die überall gilt." Auch will sich der DFB mit den Richtlinien für die Aussprache von Stadionverboten befassen. Grindel strebt an, dass "der Tat angemessene und täterbezogene Bestrafungen" ausgesprochen werden.

Banner des Fanbündnisses Südtribüne Dortmund 'Zeit für Veränderungen'
Vor dem Bundesliga-Hit gegen Bayern München am Samstag zeigte auch die Fankurve der Dortmunder, dass sie mit dem Status quo nicht einverstanden ist. Bildrechte: IMAGO

Null-Toleranz-Politik der Innenminister

Scharfe Töne schlugen dagegen die Sportminister der Länder an. Auf der 41. Sportministerkonferenz in St. Wendel (Saarland) einigte man sich auf eine Null-Toleranz-Politik. Hessens Innenminister Peter Beuth betonte: "Nur bei einer konsequenten Haltung gegen Gewalt und Extremismus ist die Unterstützung durch die öffentliche Hand auch zukünftig zu rechtfertigen." Auch beim Verwenden von Pyrotechnik senkten die Minister einheitlich den Daumen. Die Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten sollen konsequent umgesetzt werden. Die vom DFB seit zwei Monaten praktizierte Aussetzung von Kollektivstrafen sei nur dann akzeptabel, wenn es zu einer erheblichen Verbesserung der Situation und Verhaltensänderung führe.

Hessischer Innenminister Peter Beuth
Hessischer Innenminister Peter Beuth Bildrechte: IMAGO

Verwunderung beim DFB

DFB-Boss Reinhard Grindel reagierte bei HIT RADIO FFH verwundert. Bei ausgesprochenen Teilausschlüssen habe die Polizei kritisiert, "dass sie die Fan-Szene viel besser kontrollieren könnte, wenn sie im Stadion ist, als außerhalb“. Er wäre ganz dankbar, "wenn sich Innenminister und Polizei mal miteinander verständigen könnten, was denn jetzt die Ansage an den DFB ist".

 rei/dpa/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. November 2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 18:25 Uhr

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4 Kommentare

11.11.2017 09:04 Maik 4

Das wird doch nüscht.

11.11.2017 06:49 FSVler 3

Nicht nur Zwickau, irgendwie auch alle Ostvereine...

10.11.2017 23:26 Icke 2

Och du armer ... soll ick dir ein Daschentuch reichen...
Zwickau, Dynamo H....S...e
Nur der FCC

10.11.2017 19:02 Maik 1

Das wird doch nüscht. Unser FSV Zwickau wird immer benachteiligt. Das ist keine Verschwörungstheorie. Ich habe Beweise. Die Schachter nehmen mich nicht ernst, die Dresdner haben ihre eigenen Probleme, und ich? Mich nimmt keiner ernst. den Maik aus Zwickau. Wo liegen die Gründe!