Fußball | Bundesliga Werner und Augustin sichern RB-Sieg

6. Spieltag

RB Leipzig bleibt zu Hause weiter ungeschlagen. Die Sachsen setzten sich im heimischen Stadion gegen Eintracht Frankfurt dank der Treffer von Jean-Kevin Augustin und Timo Werner mit 2:1 (1:0) durch. Mit einer eigentlich komfortablen Führung im Rücken musste am Ende dennoch wieder gezittert werden. Den Frankfurtern gelang trotz der Niederlage ein historischer Moment.

Torjubel nach dem 1:0 durch Jean-Kevin Augustin (r., verdeckt, RB Leipzig).
Jubel bei RB Leipzig nach dem Führungstor. Bildrechte: Picture Point

Ralph Hasenhüttl nahm nach der Niederlage gegen Augsburg erneut sechs Veränderungen vor. Peter Gulacsi rückte nach seiner Pause wieder zwischen die Pfosten. Außerdem durften Lukas Klostermann, Dayot Upamecano, Stefan Ilsanker, Emil Forsberg und Jean-Kevin Augustin von Beginn an ran.

RB machte vom Start weg das, was man erwarten konnte. Mit viel Ballbesitz und schnellen Pässen in die Spitze sollte die Abwehr der Eintracht überwunden werden. Die hielt jedoch in den Anfangsminuten mit aggressivem Spiel dagegen, allerdings nicht lange. Dann übernahm RB vollends die Kontrolle. Einzig die gefährlichen Szenen ließen auf sich warten.

Nach 13 Minuten konnte Timo Werner eine Hereingabe von der rechten Seite nicht richtig kontrollieren, im zweiten Versuch wurde der Schuss von Marcel Sabitzer geblockt. Nur zwei Minuten später verzog Marcel Halstenberg bei einem Freistoß aus etwa 20 Metern leicht.

Boateng kommt, Augustin trifft

Von den Hessen kam nach vorne recht wenig, nur einmal wurde es richtig gefährlich. Allerdings war RB-Schlussman Gulacsi vor dem freien Sebastian Haller am Ball (19.). Wenig später musste die Eintracht das erste Mal verletzungsbedingt wechseln. Für den angeschlagenen Gelson Fernandes kam Kevin-Prince Boateng ins Spiel (27.).

Und der stand auch gleich im Mittelpunkt. Nach einem unnötigen Rückpass schlug SGE-Keeper Lukas Hradeckiy den Ball nach vorne. Jonathan De Guzman verlor das Kopfballduell gegen Sabitzer, der Timo Werner im Zentrum bediente. Dessen Versuch konnte Hradecky noch parieren, aber Jean-Kevin Augustin drückte den Ball schließlich aus vier Metern über die Linie (28.).

Torwart Lukas Hradecky (Frankfurt), David Abraham (19, Frankfurt), Emil Forsberg (10, RB Leipzig) und TorschŸtze Jean-Kevin Augustin (29, RB Leipzig).
Augustin staubt ab - es steht 1:0. Bildrechte: Picture Point

Im Anschluss nahm RB das Tempo etwas raus. Frankfurt hatte noch eine gute Möglichkeit, aber De Guzman traf an der Strafraumkante den Ball nicht richtig (31.). Die Hausherren blieben das aktivere Team. Richtig zwingend wurden sie in Halbzeit eins aber nicht mehr.

Viel Tempo in der zweiten Halbzeit

Das änderte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts. RB machte ordentlich Dampf nach vorne. Zunächst versuchte es Halstenberg aus der Distanz (46.), dann Forsberg durch die Mitte. Aber auch die Eintracht zeigte sich plötzlich vor dem gegnerischen Tor. Einen Schuss von Jetro Willems konnte Gulacsi nur prallen lassen (48.). Und es ging weiter Schlag auf Schlag. Wieder war es Forsberg durch die Mitte, diesmal setzte er seinen Linksschuss an den Außenpfosten (51.).

Die Eintracht stellte mit der Einwechslung von Ante Rebic auf eine Doppelspitze um (56.) und hatte nur kurz darauf nach einem Freistoß die nächste dicke Gelegenheit. Aber sowohl Simon Falette als auch Haller kamen nicht an den Ball (58.). Plötzlich lag der Ball dann doch im RB-Tor, aber der vermeintliche Treffer zählte nicht. Nach einer Ecke war der Ball wohl schon im Aus, bevor er zurück ins Spielfeld kam und dann durch Rebic ins Tor befördert wurde (65.).

Fußball | Bundesliga Die Bilder von Leipzig gegen Frankfurt

Ralph Hasenhüttl
RBL-Coach Ralph Hasenhüttl wechselt mal wieder gründlich durch. Sechs neue Spieler schaffen es in die Startformation. In den Englischen Wochen sind Pausen wichtig. Bildrechte: Picture Point
Kevin-Prince Boateng
Bei Frankfurt sitzt überraschend Neuzugang Kevin-Prince Boateng nur auf der Bank. Aber er wird noch in der 1. Halbzeit eingewechselt. Bildrechte: Picture Point
Naby Keita
Nur auf der Tribüne ist Naby Keita, der wegen seiner Rotsperre zuschauen muss. Wenn er schon nicht den Taktgeber auf dem Feld geben kann, dann zumindest den Styler auf den Zuschauerrängen. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Torjubel nach dem 1:0 durch Jean-Kevin Augustin (r., verdeckt, RB Leipzig).
Und auch der Rest des Teams kommt zum gemeinsamen Feiern. Bildrechte: Picture Point
 v.l. Torjubel zum 2:1 durch Ante Rebic (Eintracht Frankfurt) mit Marius Wolf (Eintracht Frankfurt) Leipzig
Aber auch der Eintracht gelingt noch ein Erfolg. Auf Vorarbeit von Marius Wolf trifft Ante Rebic (re.). Bildrechte: IMAGO
Schlussjubel, Mannschaft und Fans von RB Leipzig.
Die Eintracht kommt noch mal zu Gelegenheiten, aber es bleibt beim 2:1. Danach geht es für die RBL-Akteure in die Kurve. Bildrechte: RB Leipzig vs. SG Eintracht Frankfurt ,
Ralph Hasenhüttl
RBL-Coach Ralph Hasenhüttl wechselt mal wieder gründlich durch. Sechs neue Spieler schaffen es in die Startformation. In den Englischen Wochen sind Pausen wichtig. Bildrechte: Picture Point
Torwart Lukas Hradecky (Frankfurt), David Abraham (19, Frankfurt), Emil Forsberg (10, RB Leipzig) und TorschŸtze Jean-Kevin Augustin (29, RB Leipzig).
Die Führung gelingt in der 28. Minute Jean-Kevin Augustin. Mit einem Abstauber. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Torschütze Timo Werner (11, RB Leipzig) und Jean-Kevin Augustin (29, RB Leipzig), Torjubel nach dem Treffer zum 2:0.
Dann geht es zum gemeinsamen Jubeln mit Timo Werner, der zuvor selbst aufs Tor schoss, dessen Versuch aber zunächst noch pariert wird. Bildrechte: RB Leipzig vs. SG Eintracht Frankfurt ,
v.l.: Marcel Sabitzer (7, RB Leipzig) und Jetro Willems (15, Frankfurt).
Marcel Sabitzer (li.) ist immer wieder gefährlich. Von ihm kommt vor dem 1:0 auch die Balleroberung inklusive Vorlage. Bildrechte: RB Leipzig vs. SG Eintracht Frankfurt ,
Timo Werner (11, RB Leipzig) und Simon Falette (3, Frankfurt)
Timo Werner ist mal wieder einer der Aktivposten und stellt Frankfurt mit seiner Schnelligkeit immer wieder vor Probleme. Bildrechte: Picture Point
Timo Werner erzielt das 2:0 für Leipzig
Beim 2:0 profitiert er aber nicht von seinem Tempo, sondern von seiner Schusstechnik. Drehung - Abschluss - Treffer. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Torschütze Timo Werner (11, RB Leipzig), Torjubel nach dem Treffer zum 2:0.
Danach darf wieder gejubelt werden. Bildrechte: Picture Point
v.l. Tor zum 2:1 durch Ante Rebic (Eintracht Frankfurt) Leipzig
Die scharfe Hereingabe ist für RB-Torwart Peter Gulacsi und Verteidiger Lukas Klostermann nicht zu erreichen. Ante Rebic steht völlig frei - ähnlich wie Augustin beim 1:0. Bildrechte: IMAGO
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RB macht es nach dem 2:0 noch einmal spannend

Stattdessen durfte auf der anderen Seite gejubelt werden. Nach einem Zuspiel von Augsutin geriet die Abwehraktion von Makoto Hasebe zu kurz. Werner schnappte sich den Ball vor Sabitzer, drehte sich um 180 Grad und haute die Kugel aus acht Metern in die Maschen (67.).

Doch die Eintracht steckte nicht auf und agierte auch durch Leipziger Nachlässigkeiten nun offensiver. So gelang nach einer schönen Hereingabe von Marius Wolf, an der Klostermann und Gulacsi vorbeirutschten, Rebic der Anschlusstreffer (77.).

v.l. Tor zum 2:1 durch Ante Rebic (Eintracht Frankfurt) Leipzig
Rebic trifft zum 1:2. Bildrechte: IMAGO

Es war das erste Tor der Frankfurter bei einem Bundesligaspiel in Leipzig. In der Vorsaison verloren sie 0:3 bei RBL. 1993/94 unterlagen sie dem VfB Leipzig 0:1 (Tor: Rische).

RBL mit Glück kurz vor dem Ende

Wie schon so häufig bei einer komfortablen geriet RB plötzlich in Schwimmen und musste um die drei Punkte zittern. Zumal sie ihre eigenen Aktionen fast fahrlässig liegen ließen. So traf Sabitzer mit dem Kopf nur die Latte (80.) und auch Forsberg verzog mal wieder um wenige Zentimeter (85.). Außerdem hatten sie Glück, als das Leder nach einem Kopfball von Falette erst an den Pfosten und dann von Gulacsis Rücken ins Toraus ging (86.).

Doch es bleib beim 2:1. Die Eintracht wartet somit auch nach dem dritten Versuch auf einen Sieg gegen RBL und unterliegt auch erstmals in dieser Saison auf fremden Platz. Bei RB hingegen bleibt die Heim-Weste weiß.

Schlussjubel, Mannschaft und Fans von RB Leipzig.
Jubel nach dem Abpfiff. Bildrechte: RB Leipzig vs. SG Eintracht Frankfurt ,

Das sagten die Trainer:

Niko Kovac (Frankfurt): "Gratulation an Ralph zum Sieg. Es kam, wie erwartet: Der Druck von RB war in den ersten Minuten sehr groß. Wir wollten da nicht viel zulassen, was uns auch gelungen ist. Doch dann ist das passiert, was wir nicht wollten: leichte Ballverluste und schnelles Umschalten der Leipziger. Das führte zum 0:1. Nach vorn waren wir nicht präsent, was so nicht geplant war. Nach dem 0:1 haben wir uns gefangen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Leipzigern Paroli geboten. Mit etwas Glück hätten wir auch etwas mitnehmen können. Denn meine Mannschaft konnte auch körperlich nachlegen. Darauf können wir aufbauen."

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Danke für die Gratulation. Auch ich habe heute eine sehr gute erste Halbzeit von uns gesehen. Im Gegensatz zu der in Augsburg haben wir es geschafft, uns gegen einen tief stehenden Gegner Chancen zu erarbeiten. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel etwas offener. Das Tempo war auf beiden Seiten sehr hoch. Der Gegner wurde immer stärker. Wir hatten zwei Pfostentreffer und hätten das Spiel viel früher entscheiden müssen. Und wenn das 1:2 fällt, ist klar, dass der Gegner das Gefühl bekommt, dass da noch etwas geht. Da wird es dann ganz schwer. Die wenigen Entlastungsangriffe waren dann zu hektisch. So mussten wir unnötigerweise bis zum Schluss zittern."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. September 2017 | 16:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2017, 12:44 Uhr

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10 Kommentare

25.09.2017 15:57 Bernd 10

@8, wieso Ober-Schiri, und im gegebenen Fall ich hab's nicht gesehen, ich habe auf die Spieler in der Mitte geschaut, also ich kann nicht sagen ob der Linienrichter recht hatte oder nicht. Aber da der Ball mit Effet kam...

25.09.2017 14:23 heino 9

8.Zwigger, ich staune immer wieder, wie viele Laien hier mitreden. Wenn du dich ein wenig mit der Materie der Aufgaben des Ober- Schieris beschäftigst hättes, dann wüstest du, dass er niemals bei so einer Situation eingreifen wird.
1.Ichbin, Dümmer gehts nimmer!

25.09.2017 12:36 zwigger 8

@Rennsteiger
Kann es nicht sein , das Du vom vielen Brause trinken einen Knick in der Optik hasst?
Aber wenn diesmal der Ober Schieri Bernd nichts zu meckern hat wird wohl alles in Ordnung gewesen sein

24.09.2017 20:59 RBLer 7

@1Dubists: Wieder mal ein Beitrag unseres Verschwörungstheoretikers. An der kerzengeraden Flugbahn des Balles, weil ja kein Fußballer seit Manni Kaltz je wieder einen Ball mit effet gespielt hat, war zu erkennen, dass der Ball nicht aus war und damit war das Tor korrekt. Da hat bestimmt der Grindel dem Linienrichter direkt in den Kopfhörer gebrüllt, so dass dessen Sehfähigkeit kurz eingeschränkt war. Das ganze stinkt doch. Genau wie die Mondlandung 1969. Die stecken alle unter einer Decke. Wird Zeit, dass aufgeräumt wird. Aber du hast bestimmt heute die selbsternannten "Aufräumer" gewählt. Jetzt kommt alles ans Licht von der Regierung, dem DFB und die Wahrheit vom Monster von Loch Ness.

24.09.2017 16:53 Rennsteiger 6

@!1 " Klares Tor für Frankfurt.... " Dann bist du schlauer als die Schiedsrichter und die paar Frankfurter, welche hinter mir nahe der Eckfahne im Block A sitzen.

24.09.2017 10:44 RadeBeul 5

Hochverdienter Bullen-Sieg. Frankfurt kam zum Tor aus dem nix! Und das Andere war so was von aus. Ein Glück hat es der Assistent gesehen und RBL hatte endlich mal nicht die Schiris gegen sich !

24.09.2017 09:26 jochen 4

Ein verdienter Sieg unserer roten Bullen vor 41 000 (Heimsektor war ausverkauft) begeisterter Kulisse-tolle Choreo-Riesenstimmung .Leipzig und eine ganze Region im Fussballfieber,nach dem 2:0 war der Focus auf Istanbul gerichtet,deshalb fehlende Konzentration unserer Elf,aber trotzdem tolle Leistung,Generalprobe gelungen-
In der Tabelle Richtung Spitze-die Gaswerker überholt-Klasse!
Rasenballsport Leipzig der Stolz der Region!
Forza RB !
Übr.tolle Aktion für die Handballer des DHfK!

24.09.2017 09:04 Rennsteiger 3

Denke mal, dass nicht nur Augustin und Werner großen Anteil an der Sicherung des wackeligen Sieges hatten sondern auch Upamecano. Der gefällt mir immer besser.5

24.09.2017 07:27 Bernd 2

Schön wieder gewonnen zu haben, der Sieg war wichtig. Nach den Chancen war es auch ok, aber dass man dann so zittern musste. Nimmt man die Spiele gegen diese Gegner von der letzten Saison sind wir 2 Punkte zurück, aber 6 Tore!!!. Verteilt sich auf Abwehr und Angriff gleichermaßen. Heißt trotz Verstärkungen (Augustin, Bruma und Kampl sind für mich solche) sind wir noch nicht auf dem Stand der Vorsaison. Übrigens faire Geste von Rebic nach seinem Tor auch wie er seine alten Kameraden bei der Platzbegehung begrüßt hat - Respekt!

23.09.2017 23:20 Ichbins 1

Na gab es da eine order vom dfb das rb gewinnen muss,klares tor von frankfurt nicht gegeben.normal geht das spiel 2-2 aus.