Werner trifft zum 1:0.
Werner trifft zum 1:0. Bildrechte: Picture Point

Fußball | Bundesliga Packendes Remis zwischen RB Leipzig und Gladbach

4. Spieltag

RasenBallsport Leipzig und Borussia Mönchengladbach haben sich in einem aufregenden Spiel 2:2 getrennt. Dabei machte sich das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl am Samstagabend selbst das Leben schwer. Die Elf vom Niederrhein nutzte die individuellen Fehler der Hausherren gnadenlos aus.

von Felix Thiel und Sven Kups (Leipzig)

Werner trifft zum 1:0.
Werner trifft zum 1:0. Bildrechte: Picture Point

Werner trifft wieder - Augustin brillant

Die 42.558 Zuschauer sahen ein Spiel ohne große Anlaufzeit. Bereits in den ersten Minuten schrammten Gladbachs Jonas Hofmann und Leipzigs Schwede Emil Forsberg nur knapp an einer Führung vorbei. Nach weiteren guten Möglichkeiten für RBL brachte Timo Werner die Hausherren in Führung. Bei seinem dritten Tor im dritten Bundesligaspiel gegen die Elf vom Niederrhein ließ der 21-Jährige eine Vorlage von Bernardo kunstvoll ins rechte Eck gleiten. Gladbach-Keeper Yann Sommer konnte dem Ball nur hinterher schauen (17.).

Werner bejubelt den Führungstreffer.
Werner bejubelt den Führungstreffer. Bildrechte: Picture Point

In der Folge blieb RBL das spielbestimmende Team. Obwohl die Hausherren mehr und bessere Chancen hatten, gelang Borussia der Ausgleich. Nach einem plumpen Einsatz von Bernardo gegen Hofmann entschied Schiedsrichter Marco Fritz auf Elfmeter. Thorgan Hazard schickte RB-Schlussmann Péter Gulácsi in die falsche Ecke - 1:1 (25.).

Doch RB brauchte nicht lange, um sich vom überraschenden Ausgleich der Gäste zu erholen. Leipzig spielte weiter druckvoll in die Spitze und kam so zu gefährlichen Abschlüssen. Einen Zauberpass von Naby Keita vollendete der quirlige Jean-Kévin Augustin zum 2:1. Es war ein Sahneangriff durch das Zentrum, weil Werner und Forsberg ihre Gegenspieler auf den Außen gebunden hatten (31.).

RB Leipzig - Mönchengladbach in Bildern

Fans von RB Leipzig schwenken Schals und Fahnen.
Die RBL-Fans stimmen sich auf ein mitreißendes Flutlichtspiel gegen Gladbach ein. Bildrechte: Picture Point
Fans von RB Leipzig schwenken Schals und Fahnen.
Die RBL-Fans stimmen sich auf ein mitreißendes Flutlichtspiel gegen Gladbach ein. Bildrechte: Picture Point
Fans von Mšnchengladbach schwenken Schals und Fahnen.
Die Borussia ist mit mehreren tausend Fans angereist. Bildrechte: Picture Point
TribüŸnengast Hans Meyer, Ex Trainer und Borussia Vorstandsmitglied.
Tribünengast Hans Meyer ist aktuell Präsidiumsmitglied bei Borussia Mönchengladbach. Bildrechte: Picture Point
Tor fŸür Leiptzg. Im Bild v.l.: TorschŸtze Timo Werner (11, RB Leipzig), Matthias Ginter (28, Borussia MG) und Torwart Yann Sommer (Borussia MG).
Nationalspieler Timo Werner trifft zum 1:0. Bildrechte: Picture Point
Timo Werner (11, RB Leipzig) bejubelt sein Tor zum 1:0.
Werner bejubelt den Führungstreffer. Bildrechte: Picture Point
Tor füŸr Moenchengladbach. Thorgan Hazard (10, Borussia MG) erzielt den Treffer zum 1:1 per Foulelfmeter.
Thorgan Hazard schickt RB-Schlussmann Péter Gulácsi in die falsche Ecke - 1:1 (25.). Bildrechte: Picture Point
Jean-Kevin Augustin (29, l., RB Leipzig) trifft gegen Torwart Yann Sommer (Borussia MG) zum 2:1.
Einen Zauberpass von Naby Keita vollendet der quirlige Jean-Kévin Augustin zum 2:1. Bildrechte: Picture Point
Das 1:0 durch Timo Werner (11, RB Leipzig).
RBL führt wieder... Bildrechte: Picture Point
Trainer Dieter Hecking (Borussia MG)
Borussia-Trainer Dieter Hecking findet in der Halbzeit die richtigen Worte. Bildrechte: Picture Point
Das Tor zum 2:2. Torwart Peter Gulacsi (32, RB Leipzig) kann nicht abwehren.
Lars Stindl nutzt ein Missverständnis zwischen Keita und dem eingewechselten Diego Demme zum 2:2. Bildrechte: Picture Point
Torjubel nach dem 2:2 Ausgleich durch Lars Stindl (2.v.r., Borussia MG).
Gladbach bejubelt den erneuten Ausgleich. Bildrechte: Picture Point
Naby Keita (8, RB Leipzig) sieht von Schiri Marco Fritz die rote Karte.
Unnötig ist Keitas brutaler Tritt ins Gesicht von Weltmeister Christoph Kramer, für den der Leipziger Mittelfeldspieler zu Recht die Rote Karte sieht. Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph HasenhŸüttl
RBL-Trainer Ralph Hasenhüttl kann mit dem Punkt leben. Bildrechte: Picture Point
Die Zuschauerzahl
42.558 Zuschauer waren im Stadion. RBL hat sich selbst das Leben schwer gemacht. Ein bisschen fehlten die Kräfte. Gladbach nutzte die Fehler gnadenlos aus. Bildrechte: Picture Point
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Leipzig war insgesamt agiler und gefährlicher, Gladbach etwas zu passiv. Dennoch hatte Borussia kurz vor dem Pausenpfiff die Ausgleichschance. Nach Steilpass von Denis Zakaria rettete Gulácsi gegen Lars Stindl, ehe Raffael den Nachschuss knapp rechts am Tor vorbei setzte.

Stindl kunstvoll - Keita sieht rot

Gladbach war zu Beginn der zweiten Hälfte aktiver. Die Borussia spielte mit mehr Zug zum Tor, ohne klare Chancen zu kreieren. RB war im Passspiel zu ungenau, sodass es kaum Geschwindigkeit oder klare Aktionen gab.

Ab der 60. Minute zogen beide Teams das Tempo an. Nachdem Werner mit einem satten Schuss an Sommer gescheitert war, glückte Gladbach im Gegenzug der Ausgleich. Stindl nutzte ein Missverständnis zwischen Keita und dem eingewechselten Diego Demme zum 2:2. Der Schlenzer des deutschen Nationalspielers war für Gulácsi nicht zu erreichen (61.).

Stindl gelingt der Ausgleich.
Stindl gelingt der Ausgleich. Bildrechte: Picture Point

Anschließend waren die Gäste dem Sieg näher. Raffael verzog aus aussichtsreicher Position, Gulácsi parierte einen Schuss von Oscar Wendt. Gladbach gewann mehr Zweikämpfe und RBL kam einfach nicht mehr in die Pressing-Situationen. So konnten die Messestädter mit dem einen Punkt zufrieden sein. Unnötig war Keitas brutaler Tritt ins Gesicht von Weltmeister Christoph Kramer, für den der Leipziger Mittelfeldspieler zu Recht die Rote Karte sah.

Es waren verschiedene Halbzeiten. Gladbach hat nach der Pause unglaublich gedrückt, wir waren nicht mehr giftig genug.

Stefan Ilsanker RB Leipzig

Bereits am Dienstag geht es für beide Klubs in der Englischen Woche weiter. Gladbach empfängt den VfB Stuttgart, RB Leipzig reist zum FC Augsburg.

Das sagten die Trainer

Dieter Hecking (Mönchengladbach): "Wer heute im Stadion war, hat sein Kommen nicht bereut. Das war ein sehr gutes Bundesligaspiel. Wir hätten nach zwei Minuten schon in Führung gehen müssen. Dann hat RB gezeigt, warum sie Champions League spielen. Da hatten wir 30 Minuten richtig Schwierigkeiten. Da haben wir es nicht verstanden, Ballbesitz-Passagen zu kreieren. Dann machen wir per Elfmeter den Ausgleich. Da muss man dann etwas cleverer sein und bei aller Euphorie wieder Ruhe reinbringen. Aber dann machen wir einen Stellungsfehler. Aber zur Halbzeit dachte ich: Hier geht noch etwas. In der zweiten Halbzeit, haben wir unsere gute Qualität gezeigt. Wir waren in den richtigen Momenten im Pressing und wurden mit dem 2:2 belohnt. Auf dem Spielfeld habe ich es nicht so gesehen, aber die Szene mit Lars Stindl ist für mich ein Elfmeter. Auch wenn es der Video-Schiedsrichter anders gesehen hat. Trotzdem bin ich mit dem Punkt zufrieden, weil unsere Leistung sehr gut war."

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Dieter hat das alles wunderbar beschrieben. Wir waren in der ersten Halbzeit trotz der vielen Wechsel nach vorne richtig gut. Nach hinten waren wir auch da schon nicht so konsequent. Wenn du gegen einen solchen Gegner nicht mit der nötigen Konsequenz gegen den Ball arbeitest, dann zeigt er seine Qualität. Die haben zu spüren bekommen. Schon in der Pause war mir klar, dass wir das dritte Tor brauchen, um das Spiel zu gewinnen. Die Chance hatten wir kurz nach der Pause. Aber ähnlich wie Mittwoch machten wir das Ding nicht zu. Das ist schade. Hinten raus müssen wir noch froh sein, dass wir einen Punkt mitnehmen. Weil der Gegner immer stärker wurde. Gott sei Dank konnten wir den Punkt mit Händen und Füßen festhalten. Unterm Strich ist es trotzdem zu wenig für die Art und Weise, wie wir heute in der ersten Halbzeit agiert haben. Da muss mehr rauskommen. Wir müssen abgeklärter werden und uns nicht am eigenen Spiel ergötzen, sondern zielstrebig bleiben. Das ist der Entwicklungsschritt, den wir machen müssen, um eine Spitzenmannschaft zu werden."

Aktuelle Berichte zur 1. Fußball-Bundesliga

Sport

RB Leipzig Trainer Ralph Hasenhüttl bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bremen.
Bildrechte: Sport im Osten/Ingo Hahne

Fr 24.11.2017 17:08Uhr 00:27 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-156092.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. September 2017, 21:01 Uhr

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18 Kommentare

18.09.2017 12:45 zwigger 18

@rennsteiger
Freu mich wenn ichwwas zu Deiner Belustgung bei tragen kann. Jeder hat eben ein anderes Anspruchsniveau.
"Stolz Sachsens" "Nummer 1 in der Region" und die anderen Sprüche aus der Marketingabteilung sind eben ein ganz anderes Kaliber und strotzen nur so von Arroganz
Ne mein Gutster

18.09.2017 06:31 Sr.Raul 17

Da hat der @zwigger aber genau die richtigen Worte gefunden, @15 (Rennsteiger). Man kann auch sagen, durchaus berechtigt.
@3 (Gerald), wenn Du die Szene mit Stindl meinst, schwierig. War zuerst auch der Meinung Elfer. In der Wiederholung war dann aber zu sehen, dass eine Torchance nicht mehr gegeben war als L.S. bei der Ballan-/-mitnahme das gute Stück etwas abhanden kam. Kann man also so entscheiden. Nach Chancen war für MG mehr drin, wenn ich nur an Minute 2 denke darf der Ball ruhig zumindest auf's Tor kommen.

17.09.2017 19:28 Hellmuuht 16

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen... Wieder ein überflüssiger Punktgewinn!
<75.>

17.09.2017 16:48 Rennsteiger 15

@ 4 Zwigger Hey, da haben wir doch mal an diesem Wochenende einiges gemeinsam. Du freust dich über den Befreiungsschlag der FSV im Abstiegskampf ,den Sieg der " ruhmreichen Schalker" ( lach mich kaputt über deine Wortwahl ) und den Punktverlust von der, wie du meinst, " BSG Getränkekombinat" Ich bin nicht ganz zufrieden mit der Punkteteilung, aber immerhin.
Mein Anspruchsniveau ist eben etwas anders als das deinige.

17.09.2017 14:08 salziger 14

zu 6: | Camem Bert: Ich freu mich auch bei Nackenschlägen gegen das Produkt RB und ich finde auch das gestern ein guter tag war für den Fussball. Aber vom "Kampf gegen den Abstieg " zu sprechen ist dann doch ganz viel Wunschdenken.

17.09.2017 13:45 RBLer 13

@Harry: Meinst du das wirklich ernst? In der zweiten Liga waren Werner, Keita, Bernado, Upamecano, Kampl, Leimer noch nicht dabei. Die haben alle gestern auf dem Platz gestanden. Ich sehe hier nur eine Mannschaft, die sich stetig entwickelt und gestern auf eine wirklich gute gladbacher Mannschaft getroffen ist. Da hat man noch nicht mal verloren und die ganzen "Fachleute" reden wieder über den Untergang. Hey, wir sind nicht die Bayern für die zwei Unentschieden gleich eine Krise sind. Ihr seid Experten!

17.09.2017 13:34 heRBert 12

Ich befürchte, die "Kritiker" haben Recht. Nächstes Jahr spielen wir wieder 2.Liga. Grottenschlechter Fußball, haushoch überlegene Gladbacher, böse Fouls, rote Karte. Es geht abwärts mit RB. Schade, äh, gut so.

17.09.2017 13:23 Fanarmy 11

zu Jochen , dir kann man nicht mehr helfen .Stimmung ?? Die werd ihr bei den Türken haben . sicher ````

17.09.2017 12:42 19Dreas70 10

@Der Alex: sehe ich ganz genauso! Keita scheint manchmal nicht den Ball hergeben zu wollen! Trotz aller Technik von ihm, dass macht den Eindruck, sich etwas zu über- und/oder den Gegenspieler zu unterschätzen! Alles im allen ein gerechtes Unentschieden! Dabei zerstört aus Leipziger Sicht den Gesamteindruck die zweite Halbzeit! Wäre Gladbach in der ersten dominant gewesen und Leipzig in der Zweiten, dann wäre manche Schlagzeile "Wahnsinns Aufholjagd der Leipziger"! Alles eine Frage des zeitlichen Spielverlaufs. So bleibt das Gefühl, dass die Doppelbelastung doch spürbar war! Das darf aber keine Entschuldigung sein, denn "das damit umgehen" zeichnet eine Spitzenmannschaft aus! So bleiben doch Fragen offen! Nächste Woche hat man die Chance, diese zu beantworten.

17.09.2017 12:02 Harry 9

Mal sehen, ob die vielen offenen Baustellen geschlossen werden können...Spieler von ihren Traumklubs umworben, Tempofussball entschlüsselt und Kraft ist auch bei Jungspunden nicht unendlich...mal sehen, was Didi und der Fussballprofessor bei einer Durststrecke machen...Alle Jubler vergessen, dass die Mannschaft sich in der 2. Liga einspielen konnte.