RB Leipzig bezwingt den SC Freiburg.
RB Leipzig bezwingt den SC Freiburg. Bildrechte: Picture Point

Fußball | 1. Bundesliga RB Leipzig spielt Freiburg schwindelig

2. Spieltag

Was für eine Reaktion von RB Leipzig! Nach der 0:2-Niederlage auf Schalke und einem Rückstand gegen Freiburg hat das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl nach der Pause aufgedreht und mit 4:1 (0:1) gewonnen. Die überforderten Breisgauer wurden von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt. Großen Anteil am Sieg hatten Jean-Kévin Augustin und Timo Werner, die aus einer starken Mannschaft herausragten. Bereits in der vergangenen Saison setzte sich Leipzig mit 4:0 gegen Freiburg durch.

von Felix Thiel und Sven Kups (Leipzig)

RB Leipzig bezwingt den SC Freiburg.
RB Leipzig bezwingt den SC Freiburg. Bildrechte: Picture Point

Bei RBL fiel Yussuf Poulsen mit einer Oberschenkelverletzung aus. Augustin begann neben Werner in der Spitze. Etwas überraschend nahm Leipzigs Konrad Laimer auf der Bank Platz. Dafür stand Mittelfeldmotor Diego Demme nach einer Knieprellung wieder in der Startelf. Emil Forsberg lief ebenfalls von Beginn an auf. Der Schwede war auf Schalke wegen einer Angina erst zur zweiten Hälfte eingewechselt worden.

Choreo der RB-Leipzig-Fans: "Vamos Lipsia" - auf geht's Leipzig.
Choreo der RB-Leipzig-Fans: "Vamos Lipsia" - auf geht's Leipzig. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

RBL ineffizient - Freiburg eiskalt

Die 39.265 Zuschauer sahen eine temporeiche Partie, in der sich Leipzig ein klares Chancenplus erspielte. Die beiden Angreifer Augustin und Werner verpassten die Führung in mehreren Situationen nur knapp. RBL spielte Tempofußball, Freiburg bekam aber immer wieder einen Fuß dazwischen.

SCF-Torhüter Alexander Schwolow ist vor Jean-Kévin Augustin am Ball.
SCF-Torhüter Alexander Schwolow ist vor Jean-Kévin Augustin am Ball. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Auf der anderen Seite kamen auch die Breisgauer zu gefährlichen Abschlüssen. Bei der besten Aktion traf Florian Niederlechner kaltschnäuzig zum 1:0. Zuvor hatte Janik Haberer ein Zuspiel von Marco Terrazzino clever durchgelassen (23.).

In der Folge blieb Leipzig die spielbestimmende Elf. Allerdings fehlte die Präzision im Zuspiel, sodass der Ball in aussichtsreichen Positionen bei den Gästen landete. Forsberg und Marcel Sabitzer, der kurz vor der Halbzeit einen satten Flachschuss auf das Tor brachte, blieben unter Normalform. RBL hatte genügend Möglichkeiten, war aber zu ineffizient.

Leipzig am Drücker - SCF hilflos

Nach der Pause war Leipzig wie verwandelt. RB spielte druckvoll und belohnte sich mit Toren. Zunächst köpfte Werner eine Ecke von Forsberg zum 1:1 ins lange Eck (48.). Danach gelang Kapitän Willi Orban aus kurzer Distanz die Führung (55.).

Leipzig brannte auch anschließend ein Feuerwerk ab, Freiburg konnte sich nicht aus der Umklammerung befreien. Werners zweiter Treffer sorgte für die Vorentscheidung (71.). Der zuvor eingewechselte Bruma stellte mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze den Endstand her (78.). Kurz darauf sah Freiburgs Nicolas Höfler nach einem Foul an Forsberg die "Ampelkarte". Am Ende hätte RBL sogar noch höher gewinnen können.

Nach der Länderspielpause tritt Leipzig beim Hamburger SV an. Die Partie findet am 8. September statt (Anstoß 20:30 Uhr).

In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtiges Feuerwerk gezündet. Die Stimmung im Stadion war überragend.

Verteidiger Lukas Klostermann RB Leipzig

Das sagten die Trainer

Christian Streich (SC Freiburg): "Wir haben das eine Halbzeit lang gut gemacht. Wir hatten ein paar gute Aktionen und auch etwas Glück. Wir konnten aber nicht alles vom Tor weghalten. Wir bekamen dann ein Standard-Tor, das darfst du in so einem Spiel nicht. Dann kam gleich das 1:2 - wir konnten das dann nicht mehr halten. Bei so einer unfassbaren Qualität von Leipzig kannst du da nichts mehr machen. Folgerichtig bekamen wir vier Gegentore. Das ist aber nicht unser Maßstab. Schade, wir haben auf eine Sensation gehofft, aber die konnte nicht eintreten."

Fußball | 1. Bundesliga RB ist zurück in der Spur

Nach der Pleite zu Saisonbeginn auf Schalke hat RB Leipzig gegen den SC Freiburg wieder sein Gesicht der Vorsaison gezeigt. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Breisgauer nur ein Spielball der Sachsen.

Trainer Christian Streich (SC Freiburg)
Freiburgs Trainer Christian Streich schaute vor Spielbeginn bedröppelt drein - ob er wusste, was kommen sollte? Bildrechte: Picture Point
Trainer Christian Streich (SC Freiburg)
Freiburgs Trainer Christian Streich schaute vor Spielbeginn bedröppelt drein - ob er wusste, was kommen sollte? Bildrechte: Picture Point
Trainer Ralph HasenhüŸttl
Sein Leipziger Gegenüber Ralph HasenhüŸttl war dagegen mal wieder im Lächel-Modus unterwegs. Bildrechte: Picture Point
Choreo der RB-Leipzig-Fans: "Vamos Lipsia".
Die Leipziger Fans zeigten sich vor Beginn der Champions League polyglott mit einer sehenswerten Choreo. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Naby Keita (RBL/re.) im Kampf um den Ball mit Mike Frantz (li.) und Nicolas Höfler (Mitte)
Einer der besten RB-Spieler wie so oft: Naby Keita (re.), mit den Freiburgern Mike Frantz (li.) und Nicolas Höfler (Mitte). Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Lukas Klostermann (RBL) am Ball.
Lukas Klostermann scheint nach seiner langen Kreuzbandverletzung wieder der Alte zu werden. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Zweikampf im Strafraum zwischen Marc Oliver Kempf (Freibrug/li.) und Jean-Kevi Augustin (RBL/re.)
Der Videoschiedsrichter musste entscheiden und gab nach dem Zweikampf im Strafraum zwischen Marc-Oliver Kempf (li.) und Jean-Kevin Augustin keinen Elfer. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Fans von Freiburg bejubeln den Treffer zum 0:1
Überraschend gingen die Freiburger in der 23. Minute durch Florian Niederlechner in Führung. Die Fans freut's naturgemäß. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Dayot Upamecano (5, RB Leipzig), Jean-Kevin Augustin (29, RB Leipzig), Torschütze Timo Werner (11, RB Leipzig), Diego Demme (31, RB Leipzig) und Marcel Halstenberg (23, RB Leipzig). Torjubel nach dem 1:1 Ausgleich
Timo Werner schafft in der zweiten Hälfte den Ausgleich und klatscht mit seinen Mitspielern ab. Bildrechte: Picture Point
v.l.: Timo Werner (11, RB Leipzig), Torschütze Willi Orban (4, RB Leipzig), Emil Forsberg (10, RB Leipzig) und Lukas Kübler / Kuebler (17, Freiburg). Leipziger Torjubel nach dem 2:1
Kapitän Willi Orban erzielte dann die Führung für die Leipziger. Bildrechte: Picture Point
Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow vor Leipzigs Willi Orban (Nr. 4) am Ball.
Torhüter Alexander Schwolow war der beste Freiburger und hielt sein Team lange im Spiel. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister
Tor zum 3:1 durch Timo Werner (RB Leipzig)
Werner konnte sich auch ein zweites Mal in die Torschützenliste eintragen. Das 3:1 markierte der Stürmer mit Links. Bildrechte: IMAGO
Bruma (r.-h., RB Leipzig) trifft aus der Distanz gegen Torwart Alexander Schwolow (Freiburg) zum 4:1.
Neuzugang Bruma trifft sehenswert zum 4:1 für RB. Bildrechte: Picture Point
Mannschaft von RB Leipzig beim Schlussjubel
Die Leipziger Spieler lassen sich nach Abpfiff feiern. Bildrechte: Picture Point
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Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig): "Ich bin froh und erleichtert, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Das war heute eine mentale Glanzleistung in der zweiten Halbzeit. Wenn du eine Halbzeit lang viel investierst, viel richtig machst und mit dem 0:1 belohnt wirst, dann ist es nicht selbstverständlich, das so wegzustecken. Es war wichtig, in der Pause anzusprechen, dass vieles schon sehr gut war. Viel guten Tiefgang, viele gute Lösungen gegen einen tief stehenden Gegner mit Fünferkette. Deswegen mussten wir mehr vertikal spielen. Das haben wir schon in der ersten Hälfte gemacht. Aber im Fußball wird man nicht immer sofort für den ersten Aufwand belohnt. Deswegen war es wichtig, die Jungs zu bestärken, an sich zu glauben. Was wir dann in der zweiten Halbzeit in den ersten 15 Minuten gespielt haben, war wieder dieser Tempofußball, für den wir stehen wollen und für den wir letzte Saison gelobt wurden. Da haben wir auch die Tore gemacht. Das war der große Unterschied zu den drei Halbzeiten davor. Wir waren furios und haben es erzwungen."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. August 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2017, 18:00 Uhr

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31 Kommentare

29.08.2017 18:15 Andi Möller 31

@26 Willi Wonka: VOMOS! Italienisch? Doch eher spanisch! Aber egal, ob Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!

29.08.2017 18:11 RBLer 30

@25 Bernd Müller: Da hast du wohl etwas, was nicht da ist, herausgelesen? Eigentlich klingt es eher wie "Müller durch den Kakao ziehen", als nach gebelle.

29.08.2017 15:16 Rennsteiger 29

@ Honda Eine Unterstellung und ein Fehler in deinerBemerkung zur Choreo. Da stellt die Marketingabteilung nichts zur Verfügung, wohl aber die Fans und " Vamos" ist nicht italienisch sondern spanisch. Heißt nichts anderes als " wir gehen" RBL geht seinen Weg - auch wenn du es nicht wahr haben willst. Also Vamos !

29.08.2017 13:47 MDR.de-Redaktion 28

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29.08.2017 12:12 Bernd 27

@26 entweder haben sie zu viel Unwissen oder sieverbreiten absichtlich Lügen. Die Choreo wird durch Fanclubs organisiert und durch Spenden der Fans / Zuschauer finanziert.

28.08.2017 22:06 Fritz Honka 26

Na hat die Marketingabteilung des Konzern wieder eine Choreo bereitgestellt ? Und dann noch in italienisch....Wahnsinn !

28.08.2017 20:02 Bernd Müller 25

@ RBLer

Getroffene Hunde bellen...und das gleich dreimal.

Schön wie Du hier um Luft schnappst, wenn man Deinen "Verein" ansatzweise in Frage stellt.

Schönen Abend noch!

28.08.2017 19:17 Bernd 24

@Horst habe mir jetzt mehrfach die strittige Elfer Szene angesehen. Es geht doch um Fußball oder doch Ringen? Heißt die Herren in der Videozentrale haben ihren Job nicht verstanden, denke ich an die Elfer die Bayern gegen Leverkusen oder von Schalke gegen uns.

28.08.2017 18:46 DerAlteMann 23

Lustig, die RB-Hater....

Ah ja.... Tradition...... hatte ich fast vergessen....
Ist ja wichtiger als Geld. Sieht man bei den Leipziger Vereinen in der Pfeffi-Liga.

Alter Ilse-Bähnert-Spruch:
Wer nicht mir der Zeit geht, geht mit der Zeit....

28.08.2017 16:49 RBLer 22

@17: Bernd Müller: Ich hätte da einen Vorschlag. Warum rufen Sie nicht zu Spenden auf oder wir führen einen Solidarbeitrag für verarmte West-Proficlubs ein. Ich sag nur, Aufbau West! Dafür wird man Sie im ganzen Fussballosten lieben.

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