Fußball | Bundesliga Randale bei Dortmund gegen Leipzig: 56 Tatverdächtige identifiziert

Dortmunder Fans und Polizisten vor dem Stadion in Dortmund
Dortmunder Fans und Polizisten vor dem Stadion in Dortmund. (Archiv) Bildrechte: dpa

Nach den schweren Ausschreitungen vor dem Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig am 4. Februar hat die Staatsanwaltschaft Dortmund 156 Strafverfahren eingeleitet. Bislang sind nach Informationen der ARD-Radio-Recherche Sport 56 Tatverdächtige identifiziert.

Elmar Pleus, der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft, bestätigte diese Zahlen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein Problem, dass den ermittelnden Beamten zu wenig Video- und Beweismaterial vorliege, teilte das ARD-Team mit. Die Mehrzahl der Strafverfahren beziehe sich auf Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung und Raub.

Extreme Aggressivität und Gewaltbereitschaft der Dortmunder Anhängerschaft

Bei den 56 Tatverdächtigen sei noch nicht klar, ob das Beweismaterial für eine Verurteilung ausreiche. Die Zahl der Tatverdächtigen wertet die Dortmunder Polizei aber durchaus als Erfolg.

Fans von RB Leipzig waren damals auf dem Weg in das Dortmunder Stadion mit Steinen und Dosen beworfen worden. Es hatte zahlreiche Verletzte gegeben. Borussia Dortmund hatte eine extreme Aggressivität und Gewaltbereitschaft der Dortmunder Anhängerschaft gegenüber den Gästen festgestellt. Auch kleine Kinder, Frauen oder Familien waren seinerzeit von den gewalttätigen Übergriffen betroffen.

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dpa

Das Thema im MDR FERNSEHEN MDR aktuell | 12.07.2017 | 17:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2017, 15:43 Uhr

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4 Kommentare

13.07.2017 16:16 jochen 4

Sie haben 56 Verdächtige identifiziert ?
Ja und - passieren wird denen doch nichts.

13.07.2017 13:00 RBLer 3

Muss #2 da zustimmen. Ohne konsequentes Handeln von Polizei und Justiz stehen viele Vereine im Kampf gegen Hools auf verlorenem Posten. Allerdings muss man auch hinterfragen, was einige sogenannte Fanbeauftragte so treiben. Die kennen die Ultragruppen und deren Anführer. Sie haben Insider-Wissen. Aber in Bezug auf Verhinderung und Aufklärung von Ausschreitungen kommt von diesen Leuten oft nichts oder schlimmer, sie verharmlosen Vorfälle oder decken Straftäter.

13.07.2017 10:04 Mal ne Anmerkung 2

Ja da wird ermittelt und die Straftäter _hoffentlich- festgestellt und bestraft.Aber warum so eine Intensität nur bei RB Leipzig!Dynamo Dresden wartet noch auf Namen von Straftätern von den Randalen in Rostock von 2014!Ist denn RB Leipzig etwas besonderes?
Die Geschäftsführung von Dynamo bemängelt seit Jahren ,das seitens der Polizei und der Staatsanwaltschaft ,keine "Ergebnisse zu Straftätern" vorliegen.Aber immer gefordert wird Dynamo solle doch die Straftäter bestrafen(wenn Mitglied -Ausschluss oder Geldstrafen umlegen),doch wie soll das gehen?
Also richtig ist Gewalt hat im Fußball nichts zu suchen aber nicht nur gegen den RB Leipzig!

12.07.2017 17:14 emil 1

die benehmen sich wie in der steinzeit. die bvb-ler sollten sich ihren volkssport abschminken. das ist
eine leere tüte

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