Mame Biram Diouf (Nr. 18/li.) erzielt das 1:1 gegen RB Leipzig.
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Fußball | Testspiel Missglückte Generalprobe für RB Leipzig

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison hat sich der deutsche Vizemeister dem englischen Klub Stoke City mit 1:2 (1:1) geschlagen geben müssen. Dabei waren die Leipziger durch einen Foulelfmeter (Forsberg/5.) in Führung gegangen. Die von etwa 600 Fans begleiteten Gäste schafften durch Diouf den verdienten Ausgleich (44.). Der entscheidende Treffer allerdings war ein Eigentor des in der zweiten Hälfte eingewechselten Marvin Compper (78.).

Mame Biram Diouf (Nr. 18/li.) erzielt das 1:1 gegen RB Leipzig.
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Hasenhüttl setzt auf bewährte Kräfte

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl setzte zu Beginn vor allem auf die Stammkräfte der vergangenen Saison. Von den vier Neuzugängen schaffte es nur der aus Salzburg gekommene Konrad Laimer in die Startelf. Zweite Ausnahme war der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Lukas Klostermann in der Verteidigung. Zudem erhielt in der Innenverteidigung Dayot Upamecano den Vorzug vor Compper. Alle drei spielten solide, wenngleich Laimer gegen die schnellen Gäste auch einige Probleme hatte und schon früh mit taktischen Fouls arbeiten musste.

Stoke City dreht das Spiel

Stoke City geriet durch einen Aussetzer von Keeper Jack Butland (Foul an Forsberg) zwar früh ins Hintertreffen, erwies sich aber dennoch als ein ausgezeichneter Testspielgegner. Der 13. der letzten Premier-League-Saison attackierte früh und aggressiv, zeigte phasenweise ein beeindruckendes Umschaltspiel und kam zu sehr guten Chancen. Besonders auffällig dabei waren der quirlige Ex-Bayern-Spieler Shaqiri und Mame Biram Diouf, die im Zusammenspiel auch das 1:1 besorgten: Der Schweizer trat in der 44.Minute eine Ecke von rechts, der Senegalese köpfte unhaltbar ein. Die Leipziger dominierten vor 21.028 Zuschauern vor allem in den Startphasen der beiden Halbzeiten. Am gefährlichsten waren sie, wenn das Tempo hoch gehalten und der wie immer blitzschnelle Timo Werner ins Spiel gebracht wurde.

Ryan Shawcross (Stoke) und Timo Werner (RB Leipzig).
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Bruma verpasst Ausgleich

Eine hervorragende Chance zum 2:1 hatte aber auch der später eingewechselte Neuzugang Bruma. Sein Schlenzer strich nur knapp am gegnerischen Kasten vorbei (53.). Im Netz landete der Ball erst durch eine unglückliche Kopfballverlängerung von Compper (78.). Auch die Schlussphase gehörte RB Leipzig, das am Ende fast komplett durchgewechselt hatte. Auf dem nach einen Wolkenbruch glatten Rasen gelang aber kein Tor mehr.

sk

Über dieses Thema berichtet "MDR aktuell" auch im: MDR FERNSEHEN | 05.08.2017 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. August 2017, 19:25 Uhr

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2 Kommentare

07.08.2017 16:03 RBLer 2

Für mich auch kein Beinbruch. Das Spiel hatte dominante RB-Phasen mit gutem Kombinationsspiel. Leider fehlte der letzte Zug zum Tor. Da hat man viel vertendelt. Und am Ende noch ein unglückliches Eigentor. Kann passieren und gut wenn´s im Testspiel passiert. Muss auch Bernd voll zustimmen. Jetzt weiss jeder, dass es kein Selbstläufer wird und man sich voll in die Saison hineinknien muss.

07.08.2017 09:37 Bernd 1

Irgendwie finde ich die Niederlage gut. Gibt es keine Friede - Freude - Eierkuchen Stimmung sondern allen sollte klar sein, dass man noch nicht zufrieden sein kann. Ich habe gesehen, dass Laufwege (noch) nicht passten und eben die Chancenverwertung. Da muss noch gearbeitet werden.