Protest gegen den DFB bei Dynamo
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Fußball | Fanproteste Ultras: Proteste gehen weiter

Protest gegen den DFB bei Dynamo
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Die Ultra-Fangruppen haben am Sonnabend mit einer gemeinsamen Erklärung auf das Gesprächsangebot des DFB reagiert. Das Angebot ändere nicht "an unserem Protest", heißt es. Denn dieses sei an Bedingungen geknüpft, die nicht zu realisieren seien.

"Es geht nicht um Ultra-Angelegenheiten"

"DFB und DFL vermarkten mit unserer Stimmung das Produkt Fußball. Im Gegenzug drangsalieren sie uns Stadiongänger in einer Art, die nicht mehr akzeptabel ist. Es geht uns nicht um Pyrotechnik oder 'Ultras-Angelegenheiten'.“ Der Protest  soll weiterhin szeneübergreifend in die Stadien getragen werden.  "Deutlich, mitunter provokativ – vor allem jedoch in dem Bewusstsein, dass der deutsche Fußball unsere Argumente nicht weiter ignorieren kann."

Vielfältige Proteste in den Stadien

Mafdeburger Fanblock mit Protestplakaten gegen den DFB
Magdeburger Fans protestieren beim Auswärtsspiel in Münster gegen den Deutschen Fußball-Bund. Bildrechte: IMAGO
Mafdeburger Fanblock mit Protestplakaten gegen den DFB
Magdeburger Fans protestieren beim Auswärtsspiel in Münster gegen den Deutschen Fußball-Bund. Bildrechte: IMAGO
Erfurter Fans portestieren im Stadion gegen den DFB
Erfurter Fans beim Heimspiel gegen den SC Paderborn. Hier beziehen sich die Banner auf einen Bericht der "Bild" über einen angeblichen Erfurter Ultra. Bildrechte: IMAGO
Protest gegen den DFB bei Dynamo
Dynamo-Fans kritisieren mit ihren Bannern vor allem die Sportgerichtsbarkeit des DFB. Bildrechte: IMAGO
Protest der Schalker Fans im Stadion.
Die Fans von Schalke 04 kritisieren das aus ihrer Sicht "Marketing-Produkt" RB Leipzig. Bildrechte: IMAGO
Fanprotest in Chemnitz
Zahlreiche Banner gegen den DFB gab es auch im Chemnitzer Fanblock beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück. Bildrechte: IMAGO
Fanprotest der Braunschweiger
Auch Braunschweiger Fans beteiligten sich an den Protesten gegen den DFB. Bildrechte: IMAGO
Auer Fans protestieren im Stadion gegen den DFB.
Dieses geschmacklose Banner im Fanblock des FC Erzgebirge Aue wird allerdings ein Nachspiel haben. Der DFB-Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen. Bildrechte: IMAGO
Protestplakate gegen den DFB im Block der Bayern.
In Anwesenheit von DFB-Präsident Reinhard Grindel gab es beim Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen lautstarke Proteste gegen den DFB. Bildrechte: IMAGO
Protest gegen den DFB im Augsburger Fanblock.
Eindeutige Aussgae auch im Block des FC Augsburg beim Auswärtsspiel in Hamburg. Bildrechte: IMAGO
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DFB: Keine Tabus - keine Gewalt

Am Freitag hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel das Dialog-Angebot des Deutschen Fußball-Bundes erneuert. Als einen ersten Schritt hatte er ein Gnadengesuch von Hansa Rostock positiv beschieden. Die Norddeutschen dürfen nun doch zu den Auswärtsspielen in Magdeburg und Jena anreisen. Man müsse nun gemeinsam an Lösungen arbeiten, so Grindel. Und fragen, was zur Fankultur gehört und was nicht. Dabei sprach sich der DFB-Präsident ausdrücklich dafür aus, dass alle Fangruppen eingeladen seien. „Die Kollektivstrafen haben wir ausgesetzt, um eine glaubwürdige Grundlage für den Dialog zu schaffen.“ Tabus solle es keine geben. Die Problematik der Stehplätze, der 50+1-Regelung oder der Aufstieg in die 3. Liga. Gewaltlosigkeit sei aber Voraussetzung.

rei

Ein Theme bei "Sport im Osten" MDR FERNSEHEN | Heute | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2017, 15:09 Uhr

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15 Kommentare

22.08.2017 14:57 Bernd 15

@RBLer nein der Toni ist da nicht blind. Er braucht etwas was er hassen kann. Aktuell ist das RBL. Da ist er dann den Ultras ähnlich. Denn jetzt konnten wir Dinge lesen die man dem DFB vorwirft, aber konkrete Vorschläge oder das man aufhört Gewalt ins Stadion zu tragen waren da eigentlich nicht dabei. Denn wenn man möchte dass sich etwas ändert, warum sagt man dann nicht wie es aussehen soll.

22.08.2017 14:00 Soziologe 14

Nur um mal die Logik einiger Ultras an einem anderen Beispiel zu erklären. Es gibt die Strassenverkehrsordnung. Die schreibt Höchstgeschwindigkeiten vor. Wenn ich die nicht einhalte, werde ich geblitzt und bekomme Fahrverbot. Da ich der einzige Fahrer in der Familie bin, sitzt mein ganze Familie jetzt zuhause. Blöde Kollektivstrafe. Meine Frau ist jetzt sauer auf mich und schmeißt mich fast raus. Mich kotzt das an, dass ich immer so gegängelt werde und an bestimmten Stellen nur 100 fahren darf. Was soll das? Ich kann das doch kontrollieren und hab´s im Griff. Außerdem ist doch sonst nichts los auf den Strassen, wenn ich nicht für Tempo sorge. Ich bin frustriert. Aber renne ich deshalb jetzt herum und schreie: "Krieg der Verkehrspolizei" und fuchtele dabei mit einem Bengalo heraum? Jeder würde mir den Vogel zeigen und mir sagen, dass ich ein verdammter Raser bin und mich gefälligst an die eigene Nase fassen soll.

22.08.2017 13:43 RBLer 13

@toni: Du weißt doch nicht wovon du redest. Kritisierst hier RB, aber was ist mit den Kapitalgesellschaften? Bist du auf diesem Fanauge blind oder verstehst du es nur nicht? Erkläre mir den Unterschied zwischen BVB und RB. Meinst du der BVB-Aktionär interessiert sich für die Mitgliederversammlung des BVB. Für Evonic ist doch das willkommene Folklore, die dem Geschäft gut tut. Du träumst doch oder bist naiv. Aber scheinbar machen das viele Ultra´s schon seit Jahren. Ich rede hier außerdem von Pyro-Blödsinn und Fanrandale, wie in Rostock. Sag doch mal deine Meinung dazu, wie man das in den Griff bekommt. Muss das der DFB klären oder sollte das auch mal die Fanszene intern angehen? Deine seltsame Neiddebatte löst das Thema jeden falls nicht.

21.08.2017 22:08 toni 12

Rb'ler; wärst Du nur lieber ruhig geblieben. Dein Konstrukt, das sowohl die 50 plus 1 Regel als auch das "financal fair" bricht, dürfte es gar nicht geben. Da gründet der Weltkonzern Red Bull (der Dein Konstrukt fast ausschließlich allein, d.h. zu 98 % finanziert), eine "Tochterfirma" mit dem Namen "Rasenball"... und Du sprichst hier von Fairness. Nochmals während andere Vereine, wie z.B. Dresden Spieler abgeben müssen bzw. nicht halten, können Rangnick arrogant verkünden, dass z.B. ein Keita trotz eines 70 Mio Angebots nicht verkauft wird. Red Bull hat jahrelang die Konkurrenz der fünften bis zweite Liga betrogen und ebenso geschieht dies heute z.B. gegenüber Freiburg, Köln und und und Red Bull hat betrogen bzw. Red Bull betrügt; dies ist eine Tatsache!

21.08.2017 18:31 RBLer 11

Zum Thema Kollektivstrafen habe ich noch eine Bemerkung. Da wird ja gern davon geredet, dass es Einzeltäter sind und so viele Unschuldige bestraft werden. Ich frage mich aber immer, was die Leute, die daneben stehen unternehmen, um bestimmte Vergehen zu unterbinden. Wo bleibt denn der immer so heroisch angepriesene Selbstreinigungseffekt in der Ultraszene? Die Wirklichkeit ist doch, dass die ein Krähe der anderen kein Auge aushackt. Da wird ein falsch verstnadener "Ehren"codex gelebt, indem man dichthält, anstatt mal ein paar Idioten über die Klinge springen zu lassen, die den Fußballsport in den Dreck treten. Oder hat es schon mal den Fall gegeben, dass aus der Ultraszene heraus zur Aufklärung beigetragen wurde? Mir fällt da kein Beispiel ein. Aus dieser Sicht kann ich Kollektivstrafen nur befürworten bis mal ein Umdenken in der Ultraszene eintritt.

21.08.2017 18:15 RBLer 10

Ein selbstgerechter Haufen von Selbstdarstellern diese Ultra´s. Ganz vorn die Bayern-Ultra´s, die hier so gelobt wurden. Die hielten in der letzten Saison doch wirklich ein Banner mit der Aufschrift "Gegen den modernen Fußball" hoch. Sind die noch von dieser Welt? Rennen zu jedem Heimspiel ihres Kommerzvereins und bejubeln ihre Millionäre, wenn sie gegen den ärmlichen Rest der Liga das 5:0 erzielen, aber propagieren solchen Schwachsinn. Wein saufen und Wasser predigen. Lächerlich! Schalke, Dortmund das gleich scheinheilige Personal. Durchkommerzialisiert bis in die Haarspitzen, aber die Ultra grölen blind etwas von Tradition. Was wollen die Ultras jetzt eigentlich noch, nachdem die Kollektivstrafen ausgesetzt sind? Einen rechtsfreien Raum auf der Tribüne? Verein und Polizei geben den Stadionschlüssel ab? Dann kann sich jeder die Bilder von Rostock anschauen und sich die Frage stellen, ob so der deutsche Fussball aussehen soll. Nein! Dann schmeißt die Ultra-Spinner lieber raus.

21.08.2017 11:09 Chemnitzer 9

Was soll dieses Anbiedern an den "Fußballpöbel"?
Es ist Aufgabe der Polizei und der Strafverfolgungsbehörden diesen "Fans" mit allen Mitteln das Handwerk zulegen!

20.08.2017 01:33 Winni 8

#3 Das dumme ist nur, ohne DFB kein Fussball...! Und das weiß der DFB ! Es wird gegen das System protestiert, nicht gegen Personen, tauschst Du Personen aus, gehen die Proteste warscheinlich weiter, Da hat das neue Personal keine Cance. Also ist doch interessant zu wissen, ob es allen Ultras um das System im DFB geht, um das Personal oder einfach um Stimmungsmache ? In UK hat so etwas vor Jahren, glaube mit dem Ausschluß aus internationalen Wettbewerben geendet. Und ist in England nun alles besser ? ..........? Als Grindel anfing, war die Freude groß, einer aus der Liga...usw. jetzt streckt er zumindest die Hand aus... u. ...? Ich glaube dass es vielen Ultras einfach nur um Macht-Demo geht,- koste es was es wolle... auch dass' macht den Fussball kaputt !!!

20.08.2017 21:11 Vogtländer 7

Warum ist das Foto aus Schalke mit aufgeführt? Es geht doch um Aktionen gegen den DFB? Oder gehört RB inzwischen zum DFB? Ach ja, bei beiden geht's ja nur noch um Kommerzialisierung ...
Überrascht hat mich die FCB-Fangemeinde. Hätte denen so etwas gar nicht getraut ...

20.08.2017 20:53 Glasektores 6

Fanbegeisterung und Fußballrausch sind keine Rechtfertigung für Vandalismus, Schlägereien, Zerstörungen und illegale Knallkörper. Wer andere Menschen gefährdet oder sogar bewusst verletzt, hat nichts im Fußballstadion zu suchen.

Gewalt und Kriminalität haben nichts mit Sportsgeist zu tun, sondern sind genau Gegenteil davon.