Ultras HFC
Bildrechte: IMAGO

DFB-Proteste Zeit für Veränderungen?

Ultras HFC
Bildrechte: IMAGO

Am Donnerstag kommt es in Frankfurt/Main zum mit Spannung erwarteten Treffen zwischen Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes, der Deutschen Fußball-Liga, der Vereine aus den ersten vier Ligen, Fan- und Ultra-Organisationen. "Ich möchte einen dauerhaften Dialog mit allen Fangruppierungen hinbekommen", sagte DFB-Präsident Reinhardt Grindel im Vorfeld.  Die Ultras hatten am vergangenen Wochenende bereits in den Stadien optisch darauf hingewiesen, dass es ein richtungsweisender Termin werden soll. "09.11.17: Zeit, den Ball in die richtige Richtung zu lenken“, hieß es da in großen Lettern.

 Grindel bekräftigt China-Engagement

Die Kritik der Fanvertreter ist vielfältig, reicht von zunehmender Kommerzialisierung, Rechtmäßigkeit der Sportgerichtsbarkeit, über Kollektivstrafen, Aufspaltung der Spieltage bis zum "China-Engagement". In letzterem Punkt ist mit keinem Entgegenkommen des DFB zu rechnen. "Ich habe das Ziel, deutlich zu machen, dass das Thema mit der chinesischen U20 eine prima Sache ist", sagte Grindel am Mittwoch auf der Bundeskonferenz der Fanprojekte in Hannover. Grindel begründete seine Haltung mit dem wirtschaftlichen Nutzen für die Clubs aus der Südwest-Staffel. Chinas U20 wird in der Rückrunde außer Konkurrenz im Südwesten antreten. Und das ist wohl erst der Anfang. Am Mittwoch unterzeichnete der DFB mit der China Investment Financial Holdings Fund Management Company Limited eine Absichtserklärung zu weiterer Zusammenarbeit.

Reinhard Grindel
Grindel: China ist eine prima Sache Bildrechte: IMAGO

Zersplitterung kaum rückgängig zu machen

Auch im Punkt der Zersplitterung der Bundesliga ist ein Zurück eher unwahrscheinlich. "Wir müssen darüber reden: Wollen wir international konkurrenzfähig bleiben oder nicht?", sagte Grindel. Ein einheitlicher Spieltag mit allen Partien am Sonnabend um 15:30 Uhr würde deutlich geringere TV-Einnahmen für die Klubs bedeuten.

Großes Misstrauen bei Fanvertretern

Von Seiten der Fanvertreter ist auch deshalb die Skepsis weiterhin groß. Das hat seinen Grund in den ergebnislosen "Dialogen" der Vergangenheit. U.a. die gastgebenden Ultras von Eintracht Frankfurt hatten ihre Teilnahme am Treffen bereits abgesagt.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. November 2017 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. November 2017, 17:53 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

1 Kommentar

10.11.2017 09:09 Chemieschwein 1

vielleicht wird es zeit aus diesem dfl / dfb / nofv konstrukt auszutreten und einen neuen verband zu gründen .. Die alten funktionäre machen doch eehh nur was sie wollen .. das beste beispiel ist den amateurvereinen (nur amateure) die finanzielle DFB Pokalteilnahme zu kastrieren und die verbände mit geldern zu versorgen für die der dfb zuständig ist ... ja nicht denen wehtun die eh schon die millionen scheffeln ..