Pascal Köpke mit Philipp Riese
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Fußball | 2. Bundesliga Turbo-Tore beim glücklichen Sieg für Aue

5. Spieltag

Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen: Erzgebirge Aue ist in der 2. Bundesliga in der Erfolgsspur. Der 2:1-Sieg beim Bundesliga-Absteiger in Ingolstadt war nichts für schwache Nerven und bescherte Trainer Hannes Drews ein traumhaftes Debüt vor mehr als 10.000 Zuschauern.

von Sanny Stephan & Thomas Preiß (Ingolstadt)

Pascal Köpke mit Philipp Riese
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Erzgebirge Aue hat beim Debüt von Hannes Drews einen 2:1-Sieg beim FC Ingolstadt eingefahren. Bei beiden Toren hatte Pascal Köpke seine Füße im Spiel. Der Sohn von Bundes-Torwarttrainer Andy Köpke sorgte mit einem unglaublichen Alleingang für das frühe 1:0 und bereitete auch das 2:0 glänzend vor. In der zweiten Halbzeit wackelte Aue gegen nun bärenstarke Gastgeber. Mit Glück und Geschick retteten die Sachsen den Sieg ins Ziel.

Drews setzt auf Erfolgself

Hannes Drews setzte bei seinem Debüt als Trainer auf Altbewährtes und vertraute der Elf, die Nürnberg zuletzt mit 3:1 besiegt hatte. Der 35-Jährige, der erst am Freitag offiziell vorgestellt worden war, hatte kaum Zeit die Mannschaft kennenzulernen und nach den starken Auftritten unter Interimscoach Robin Lenk bestand kein Handlungsbedarf. Lenk, dem die Lizenz fehlt, ist künftig erster Offizier an der Seite des im Profi-Fußball noch unbekannten Drews.

Trainer Hannes Drews (Aue).
Premiere geglückt: Hannes Drews Bildrechte: Picture Point

Der Ex-Kieler wirkte beim ersten Auftritt im Rampenlicht zumindest äußerlich entspannt, lächelte vor dem Anpfiff in die Kameras und gab ab und an Hinweise. In der Anfangsphase musste er auch kaum eingreifen. Seine Mannschaft setzte die taktische Marschroute gut um, stand in der Defensive sicher und kombinierte phasenweise gut nach vorn. Nur zum Abschluss kamen die Auer nicht. Dafür war der erste Schuss ein Volltreffer. In der 15. Minute startete Pascal Köpke nach einem Pass von Christian Tiffert kurz hinter der Mittellinie in vollen Tempo schnurstracks Richtung Tor. Vier (!) Ingolstädter leisteten Begleitschutz, keiner konnte den Stürmer auf dem Weg zum 1:0 aufhalten. Allein vor Keeper Nyland schob Köpke clever ein. Das Tor spielte Aue natürlich in die Karten, denn nun musste Ingolstadt kommen und Aue konnte kontern. Die beste Chance zum 2:0 vergab dabei Sören Bertram, der sich gut durchsetzte, aber mit einem Schüsschen scheiterte.

FC Ingolstadt - Erzgebirge Aue in Bildern

Trainer Hannes Drews (Aue).
Bei seiner Premiere als Aue-Coach ging es für Cheftrainer Hannes Drews nach Ingolstadt. Bildrechte: Picture Point
Trainer Hannes Drews (Aue).
Bei seiner Premiere als Aue-Coach ging es für Cheftrainer Hannes Drews nach Ingolstadt. Bildrechte: Picture Point
Fans des FC Erzgebirge Aue mit 'wir angeln uns den Sieg'.
Dort hofften auch die 1.000 mitgereisten Fans auf den ersten Auswärtssieg der Saison. Bildrechte: Picture Point
v.l.:Calogero Rizzuto (Aue) gegen Stefan Lex (Ingolstadt).
Calogero Rizzuto (li.) und auch der Rest des Teams, das Nürnberg 3:1 bezwang, durfte ran. Bildrechte: Picture Point
Pascal Köpke mit Philipp Riese
Und die "Veilchen" dankten es dem neuen Mann an der Linie. Pascal Köpke (vorn) sprintete allen davon und schob in der 15. Minute zur 1:0-Führung ein. Bildrechte: Picture Point
Trainer Hannes Drews
Das freute natürlich auch den Coach. Bildrechte: Picture Point
Treffer zum 0:2 für Aue durch Sören Bertram
Kurz nach der Pause bediente Köpke Sören Bertram und der erhöhte auf 2:0. Bildrechte: Picture Point
Tor für Aue, Torjubel nach dem Treffer zum 0:2 durch Torschütze Sören Bertram (Aue) mit Pascal Köpke / Koepke (li., Aue).
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Robin Lenk und Trainer Hannes Drews
Co-Trainer Robin Lenk (li.) und Chef Hannes Drews bei ihrem ersten gemeinsamen Jubel. Bildrechte: Picture Point
Treffer zum 1:2 durch Ingolstadts Dario Lezcano
In der 83. Minute machte Dario Lezcano (re.) für die starken Hausherren den Anschlusstreffer. Doch die Auer Abwehr hielt bis zum Abpfiff. Bildrechte: Picture Point
Aues Mannschaft beim Abklatschen mit den Fans
Danach feierten Fans und Spieler gemeinsam. Bildrechte: Picture Point
Fitnesstrainer Werner Schoupa, Trainer Hannes Drews und Co-Trainer Robin Lenk zeigen die gekreuzten Hämmer
Fitnesstrainer Werner Schoupa (li.) und Co-Trainer Robin Lenk (re.) kennen das schon. Cheftrainer Hannes Drews ist neu in diesem Geschäft des Zeigens der gekreuzten Hämmer. Bildrechte: Picture Point
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Die Gastgeber hatten deutlich mehr Ballbesitz und Abschlüsse. Ernsthaft eingreifen musste Martin Männel im Tor von Aue aber in der gesamten ersten Halbzeit nicht. Und einmal half das Glück. Stefan Lex erzielte ein reguläres Tor, das Schiedsrichter-Gespann um Debütant Tobias Reiche entschied aber auf Abseits (32.). Von Aue war in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit nicht mehr viel zu sehen.

2:0 nach blitzsauberem Konter

Dafür war der Auftakt in die zweite Hälfte blitzsauber. In der 50. Minute leitete Dimitrij Nazarov mit einem Zuckerpass auf Köpke das 2:0 ein. Köpke zündete erneut den Turbo und hatte vor dem Kasten noch das Auge für den mitgelaufenen Bertram, der ins leere Tor schob. Für Bertram, der eine lange Leidenszeit hinter sich hat, war es der erste Treffer in dieser Saison. Nach dem 0:2 wurde das Spiel deutlicher giftiger und intensiver. Cohen hatte in der 52. Minute nach einem Ellenbogenscheck gegen Nazarov Glück, dass er weiter mitspielen durfte. Elf Ingolstädter drängten auf den Anschluss. Einen Schuss von Sonny Kittel, der bisher an allen Ingolstädter Saisontoren eine Aktie hatte, klärte Männel stark zur Ecke.

Kutschke sorgt für viel Belebung

Die Gastgeber warfen alles nach vorn und schnürten Aue phasenweise ein. Die Sachsen verteidigten aber mit Mann und Maus und ließen nur wenige brenzlige Szenen zu. Fabian Kalig lieferte sich dabei nicht nur einmal mit dem eingewechselten Stefan Kutschke einen Zweikampf auf Biegen und Brechen. In einer Situation forderte der Ex-Dynamo vehement Elfmeter. Die Pfeife von Schiedsrichter Reiche blieb aber stumm.

v.l.:Calogero Rizzuto (Aue) gegen Stefan Lex (Ingolstadt).
Aue in der Defensive gefordert: Hier klärt Rizzuto gegen Stefan Lex. Bildrechte: Picture Point

Der Anschlusstreffer lag in der Luft und in der 83. Minute klingelte es tatsächlich. Nach einem weiten Ball war die Defensive der Erzgebirger unsortiert. Lezcano stand am langen Pfosten völlig frei und hämmerte den Ball aus Nahdistanz unter die Latte. Plötzlich begann das große Zittern bei den 1.000 mitgereisten Fans, doch mit Glück und Geschick rettete Aue den Sieg ins Ziel und klettert weiter Richtung sicheres Mittelfeld.

Das sagten die Trainer:


Hannes Drews (Erzgebirge Aue): "In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Nach der Pause kam Ingolstadt mit viel Wucht aus der Kabine. Am Ende muss man sagen, dass das Ergebnis etwas glücklich ist, aber wir das Spiel mit Herzblut und Leidenschaft gespielt haben."

Stefan Leitl (FC Ingolstadt): "Wir hatten auch in der ersten Halbzeit klare Feldvorteile. Es ist bitter, dass uns das Ausgleichstor nicht anerkannt worden ist. In der zweiten Halbzeit haben wir zwei, drei Dinge umgestellt, bekommen aber leider bei eigenem Ballbesitz einen Konter zum 0:2. Für die Leistung danach, muss auch ich meiner Mannschaft ein Riesen-Kompliment machen. Darauf lässt sich aufbauen."

Fitnesstrainer Werner Schoupa, Trainer Hannes Drews und Co-Trainer Robin Lenk zeigen die gekreuzten Hämmer
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 19:50 Uhr

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53 Kommentare

11.09.2017 16:04 Nordsachse 53

Respekt Aue! Alles richtig gemacht! Da wird´s langsam zappenduster in Dynamoland. Bin gespannt, wie lange die DD´s es hinter Aue aushalten ohne wieder einmal durchzudrehen.

11.09.2017 12:37 Schneeberger 52

Ohja dieser Kutschke ist einige Male wie ein altes Waschweib kraftlos im Strafraum zusammen gebrochen um Elfmeter zu schinden und der Unsympath Lezcano hätte schon längst mit Gelb - Rot vom Platz gemusst. So Pflichtsieg erfüllt und jetzt bitte Kiel putzen !

10.09.2017 21:55 Schachter 51

@48: Ja, vor Freude. .. und dieser Schmerz ist wunderschön. Glück auf!

10.09.2017 20:47 Maik 50

Ach ANNABERGER komm schon..jetzt wirst du aber kleinlich.Euer Liebling der Dominic T.hat doch auch immer schön den Schmetterlingsgruss angesetzt.Und hat sich dann nicht Fair verhalten nur weil der Popelverein Schalke angerufen hat.Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm ne.

10.09.2017 19:01 Der Annaberger 49

Ach, hab ich fast vergessen : euer Liebling , der Sportfreund Kutschke , der bei jedem Tor der SGD das Emblem geküsst hat war gestern auch sehr fair!Gefühlte zehn mal einen Elfmeter einzufordern, wo nix war , ist auch nicht sehr sportlich!
Aber der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!
Glück Auf und nur die BSG!⚒

10.09.2017 17:38 @38 48

Oh bitte still Leute.
Ja.
Jetzt hört man den Schachter wieder ganz laut schreien.
Hoffentlich tut das nicht weh.

10.09.2017 17:25 Schachti 47

@45 Uwe, nein ich würde nicht jubeln. Aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen! Was in Dresden für Schiedsrichterentscheidungen getroffen werden, hat nix mit denen in Aue zu tun - und umgedreht! Das war mein Gedanke zu den Kommentaren hier! Außerdem gleicht sich eh alles im Laufe der Zeit aus. Ingolstadt wurde gestern ein klares Tor zum Ausgleich aberkannt. Kein Thema. Aber deshalb zu sagen, Aue wäre langsam schon durch Schiedsrichter begünstigt finde ich arg albern. Shake Hands!

10.09.2017 17:06 Uwe 46

Und ja, der Hals ist noch immer dick. Bevor einige Schlaumeier das hier feststellen. Weil, wenn es so läuft, brauchen wir nicht mehr spielen, da kann es ausgewürfelt werden, spart Kosten.

10.09.2017 16:58 Uwe 45

Voll verpeilt Schachti. Wenn du z.B. meine Einträge bewußt liest, merkst du schon dass ich nur Fakten zusammentragen wollte. Und gleich gar nicht von Abstieg oder so nach 5 tagen rede. Da gibt es genug Hellseher bei euch. Nun dreh mal gedanklich angenommen die Zufälle dieses Spieltages rum - du würdest jubeln?? Ach so.

10.09.2017 16:41 Schachti 44

Lächerlich was hier EINIGE WENIGE Elbphilharmonisten vom Stapel lassen! Kein Schiri ist parteiisch und schon gar nicht auf Seiten der Auer! Aber wenn man keine Argumente hat und es so schmerzt sich eigentlich einzugestehen das Aue momentan vor Dünnamo steht, dann muss man eben die Nadel im Heuhaufen suchen um sich das Wochenende schön zu reden. LÄCHERLICH!