Dresdens Stefan Kutschke steckt nach seinem Tor zum 3:2 seine Zunge raus
Bildrechte: IMAGO

Fußball | 2. Bundesliga Kutschke wechselt nach Ingolstadt

Stefan Kutschke hat einen neuen Verein gefunden. Aber nicht nach England oder in die Bundesliga zieht es den Dresdner. Der 28-Jährige kickt künftig bei einem Zweitliga-Konkurrenten von Dynamo.

Dresdens Stefan Kutschke steckt nach seinem Tor zum 3:2 seine Zunge raus
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Das ist eine Überraschung: Stürmer Stefan Kutschke bleibt nach seinem Abgang von Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga. Am Sonntag vermeldete Erstliga-Absteiger FC Ingolstadt die Verpflichtung des 28-Jährigen. Bei den "Schanzern" erhält Kutschke einen Vierjahresvertrag bis 2021.

"Stefan ist ein echter Teamplayer"

Kutschke war zuletzt vom 1. FC Nürnberg für eineinhalb Jahre an Dynamo Dresden ausgeliehen gewesen. Bei den Sachsen machte er in der abgelaufenen Saison mit 16 Treffern in 32 Spielen auf sich aufmerksam. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. "Wir verfolgen Stefan schon lange und wissen um seine Ausnahmefähigkeiten auf und neben dem Platz. Tatsächlich gab es in der Vergangenheit schon zweimal den Versuch, ihn auf die Schanz zu holen", erklärte Geschäftsführer Harald Gärtner. "Stefan ist ein echter Teamplayer mit Torinstinkt und passt auch charakterlich hervorragend zu uns."

Kutschke: "FCI steht für Leidenschaft"

"Der FCI ist ein ambitionierter Zweitligist, und der Verein steht für Teamgeist und Leidenschaft", sagte Kutschke: "In den Gesprächen mit den Verantwortlichen war ich schnell überzeugt, den Weg der Schanzer langfristig mitzugehen." Der gebürtige Dresdner ersetzt in Ingolstadt den österreichischen Nationalspieler Lukas Hinterseer, der zum VfL Bochum wechselt.

Über dieses Thema berichtet "MDR aktuell" MDR FERNSEHEN | 11.06.2017 | 19.30 Uhr

dh/dpa/sid

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2017, 13:09 Uhr

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60 Kommentare

13.06.2017 14:21 Hansi 60

Leute, jetzt bleibt doch mal realistisch. Kutschke war ausgeliehen. Audistadt hat für ihn 1,2 Mio hingelegt. Glaub ihr echt wir hätten das auch bezahlen können. Nein! Schon alleine deswegen ging es nicht.

13.06.2017 10:40 Pattel 59

Herr Kutschke, finde ich i.O. jeder geht dahin wo er möchte. Ihre Arbeit ist eben "Fußball" und damit Geld verdienen.(Es gibt eben freie Arbeitsplatzwahl)
Das Fans das anders sehen ist normal...sie bleiben vor Ort.
Fans sind mitunter nicht objektiv!!!!
wünsche alles gute

13.06.2017 09:47 s.c. 58

"in einer Diktatur" sollte das natürlich heißen! Es ist eben nicht jedem Verein einfach so überlassen "welche Ziele" er sich stellt. Da gibt es Regeln und Grenzen die von DFL und DFB vorgegeben werden an die sich ALLE zu halten haben. Nur eine "gesunde und faire BL" zieht die Massen an. Und Verhältnisse wie in England möchte doch keiner, oder doch!? Ist es wirklich gut das die Industrie oder irgendwelche dubiosen Milliardäre über den Fußball eine Plattform für ihre Produkte erschaffen und über die Vereine bestimmen, Modell FIFA also!!?? Der Herr Ismaik hat ja in München ganze Arbeit geleistet und aus 1860 einen Spitzenclub der 4. Liga gemacht. Ganz knapp an der CL vorbei. Die Fans sind nur noch Statisten! Das nächste ist das zerpflücken der Spieltage um möglichst jedes Spiel exklusiv übertragen zu können, für den Konsumenten auf dem Sofa super, für den "richtigen Fan" weniger.....

13.06.2017 09:05 s.c. 57

@Fußballfreund, die Gründung eines soz. Sportvereins in deiner Diktatur mit der Gründung vom Produkt Rasenballsport zu vergleichen, na ja das lassen wir mal so stehen! Genau darum geht es ja, Dynamo gehört vllt in die erste Liga, aber nicht um jeden Preis. Der Verein ist Mitgliedergeführt und würde ohne den finanziellen Einsatz seiner Fans, insbesondere der Mitglieder, im Profifußball nicht mehr existieren. Das bedeutet jeder Einzelne hat einen Anteil daran und nicht ein Großinvestor der sagt was alle denken müssen! Darum auch die besondere Bindung der Dynamo-Fans zu Ihrem Verein. Das kann man mit Dosenpfand nicht aufwiegen, auch im "Hier und Jetzt" nicht! Identifikation ist nicht Fahnen schwenken, sondern Mitarbeit im/am Verein, besonders in schlechten Zeiten!!!! Das ist bei Produkten wie in Leipzig schlecht möglich und der Fan wird zum Konsument. Die Grenze ist dort wo der Fan sich abwendet und die haben wir bereits erreicht oder überschritten.

13.06.2017 08:55 Muzzi 56

Danke für die wichtigen Tore Kutsche, aber auch du beweist eindeutig, das dir Geld mehr wert ist als die Liebe zum Verein.
Viel Erfolg vor 10000 statt vor 30000 Zuschauern.
Mehr als im Mittelfeld wird Ingestadt nicht erreiche nächste Saison. Walpurgis wird meiner Meinung nach auch überschätzt.

R. M. und U. N. werden ganz sicher passenden Ersatz finden.

Und eine Frage an den Aufpasser :
In was für einer Liga spielen die angeblich grössten der Welt?
Ach stimmt ja, die haben den Aufstieg klassisch versaut :-)

12.06.2017 22:24 Max 55

"FCI steht für Leidenschaft"

Alles klar in DD...sagt irgendwie alles über die selbst ernannten besten Fans Elbabwärts.

12.06.2017 16:55 Meefish 54

@49Fußballfreund: Was ein Groß-Investor anrichten kann!! Beispiele: 1860- Regionalliga, Audistadt- Abstieg in 2. Liga, Bayerkusen- schlechteste Saison, Wolfsdorf- Relegation gerade geschafft, Elbmündige- gerade noch die Klasse gehalten u.s.w. Da hoffe ich, wir spielen eine solide Saison in der 2. Liga, als irgendein Scheich oder Mäzen oder Dosenhersteller bei uns einsteigt. In Fuschel- Nord tickt die Altersuhr, dann ist es dort auch mit der Herrlichkeit vorbei. DyGr

12.06.2017 16:44 Fußballfreund 53

@51 s.c. Natürlich kann man den Kommerz im Fußball kritisch sehen. Nur wo ist die Grenze? Wer legt die fest? Profifußball- Vereine werden geführt wie Wirtschaftsunternehmen. Man kann das beklagen wie man will. Wir leben im Hier und Heute und Deutschland ist keine Insel. Es ist doch jedem Verein selbst überlassen, welche Ziele er sich stellt. Dass DD kein Produkt wie RBL braucht, ist richtig, denn sie haben bereits mit Dynamo eins. Nur älter als RBL. Gegründet von der VoPo, so wie alle Ostvereine vom Staat gegründet wurden. Manche wurden sogar in andere Orte "delegiert". Das war dieser Zeit geschuldet und ist auch kein Vorwurf, nur Tatsache. Dass sich mit der Zeit eine Identifikation entwickelte, ist doch normal. Das passiert derzeit auch bei RBL. Der sportliche Erfolg beschleunigt dies. Als Leipziger bleibe ich dabei, Dresden gehört in die 1. Liga.

12.06.2017 14:55 Sr.Raul 52

Guter Beitrag, @51 (s.c.) und die Rufer, welche das Heil in Investoren, Ausgliederungen und sonstigen Modellen sehen, Barca und Real M. werden immer noch als Sportvereine (Dt. e.V.) geführt. Ein paar Großsponsoren und ein Sponsorenpool welche in Treue fest zum Verein stehen, sind der solidere Weg.

12.06.2017 14:16 s.c. 51

Das ist ja auch richtig @49fußballfreund, aber dann stelle ich mich hin uns sage "ich spiele kommende Saison dort wo ich am meisten Geld verdiene, Punkt. Und lasse das Gesäusel von "großer Liebe" und "besonderer Verein" einfach sein. Das wäre wenigsten ehrlich! Sorry, ein Produkt wie Rasenballsport braucht und möchte in DD keiner. Zu überdenken wäre eher die grundsätzliche Einstellung zu Groß-Investoren im Fußball. Muss man unbedingt seine Großmutter als Jungfrau verkaufen um erfolgreich zu sein? Ist das Ganze dem FAN noch als Sportveranstaltung rüber zu bringen? Fußball ist viel mehr als Erfolg oder CL-Teilnahme und regional eine wichtige Sache. Mit Großinvestoren gehen diese Identifikationen und Traditionen den Bach runter.....und der Fußball ist gerade auf gutem Wege sich selber abzuschaffen.