Tor, 2:0 für Dresden, Aias Aosman (11, SGD) erzielt den Treffer per Elfmeter.
Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Fußball | 2. Bundesliga Doppelschlag beschert Dynamo ersten Auswärtsdreier

6. Spieltag

Der Bann ist gebrochen: Dynamo Dresden hat am Sonntag den ersten Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren. Spielentscheidend beim 2:0-Sieg bei Jahn Regensburg war die Phase unmittelbar nach der Halbzeit.

von Sanny Stephan

Tor, 2:0 für Dresden, Aias Aosman (11, SGD) erzielt den Treffer per Elfmeter.
Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Uwe Neuhaus lachte nach dem Abpfiff über das ganze Gesicht. Der Trainer der SG Dynamo Dresden hatte soeben seine traumhafte persönliche Bilanz gegen Jahn Regensburg fortgesetzt. Das 2:0 bedeutete den fünften Sieg im sechsten Pflichtspiel für Neuhaus gegen die Oberpfälzer. Doch viel wichtiger: Mit dem Dreier beendeten die Dresdner ihre Auswärtsschwäche und spielten auswärts zum ersten Mal in dieser Saison zu null.

Jubilar Lambertz in der Startelf

Trainer Uwe Neuhaus überraschte schon vor dem Spiel. Andreas "Lumpi" Lambertz stand zum ersten Mal in der Startelf und feierte dabei ein Jubiläum. Der Dauerbrenner absolvierte sein 150. Zweitliga-Spiel (119 für Düsseldorf, 31 für Dynamo). Feiern durfte auch Teamkollege Fabian Müller, der für den verletzten Philip Heise spielte und seine 200. Partie im Unterhaus (10 für Lautern, 163 für Aue, 27 für Dresden) bestritt.

Fußball | 2. Liga Bilder vom Dynamo-Gastspiel in Regensburg

Alles läuft auf einen Sieg von Dynamo Dresden bei Jahn Regensburg hinaus. Dank eines Blitzstartes in der zweiten Halbzeit führen die Schwarz-Gelben 2:0.

Weitwinkel-Aufnahme der Continental Arena Regensburg knapp anderthalb Stunden vor Anpfiff.
Gastspiel von Dynamo Dresden in Regensburg. Gegen Regesnburg hat Dynamo noch nie verloren. Und heute? Bildrechte: IMAGO
Weitwinkel-Aufnahme der Continental Arena Regensburg knapp anderthalb Stunden vor Anpfiff.
Gastspiel von Dynamo Dresden in Regensburg. Gegen Regesnburg hat Dynamo noch nie verloren. Und heute? Bildrechte: IMAGO
Fans vom SSV Jahn im Stadion mit Spruchband und Plakaten
Die Regensburger Fans protestierten vor dem Spiel gegen den eigenen Investor. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie
Haris Duljevic vs. Sebastian Nachreiner
In der ersten Halbzeit sahen die Fans keinen hochklassigen Fußball. Hier ein Zweikampf zwischen Haris Duljevic (Mitte/Dynamo) gegen Sebastian Nachreiner. Bildrechte: IMAGO
Jannik Müller hinter Sargis Adamyan
Hier ein Zweikampf zwischen Jannik Müller (Dynamo/li.) und Sargis Adamyan. Bildrechte: IMAGO
 Andreas Lambertz (Dynamo Dresden) und Benedikt Gimber (Regensburg)
Überraschend bei Dynamo in der Startelf war Andreas Lambertz (li.), der sein 150. Zweitliga-Spiel machte. Bildrechte: IMAGO
 Lumpi Andreas Lambertz (SGD) verletzt am Boden.
Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Lambertz und msste behandelt werden. Er konnte aber auch in der zweiten Halbzeit auflaufen. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie
Haris Duljevic passiert Sebastian Nachreiner und Andreas Geipl.
In der zweiten Hälfte erwischte Dynamo einen Blitzstart. Bildrechte: IMAGO
Tor, 1:0 für Dresden, Sascha Horvath (29, SGD) erzielt den Treffer und jubelt ausgiebig.
Tor, 1:0 für Dresden, Sascha Horvath (29, SGD) erzielt den Treffer in der 49. Minute und jubelt ausgiebig. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie
Tor, 2:0 für Dresden, Aias Aosman (11, SGD) erzielt den Treffer per Elfmeter.
Und kurz darauf das 2:0. Der Ex-Regensburger Aosman erhöht in der 51. Minute per Elfmeter. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie
Peniel Mlapa (Dynamo Dresden) gegen Benedikt Gimber (Regensburg)
Peniel Mlapa blieb bei seinem Startelf-Debüt für Dynamo ein Tor vergönnt. Bildrechte: IMAGO
Dynamo-Fans im Gästeblock
Entscheidend war das aber nicht. Die gut 2.000 mitgereisten Fans jubelten über einen verdienten Auswärtssieg. Bildrechte: IMAGO
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Aosman vergibt frühe Führung

Für SGD-Wirbelwind Aias Aosman war es zwar kein Jubiläumsspiel, aber dafür eine Reise in die Vergangenheit. Zwischen 2013 und 2015 spielte der Dribbler für Jahn Regensburg ehe es für ihn weiter nach Dresden ging. Die Dynamos - mit 2.000 mitgereisten Fans - hätte Aosman schon nach knapp fünf Minuten glücklich machen können oder besser müssen. Nach einem Schnitzer nahm er Fahrt auf, hob das Leder aber allein vor Torwart Philipp Pentke kläglich drüber. Nach zwei, drei guten Ansatzchancen verflachte das Spiel der Sachsen zunehmend. Für Aufsehen sorgten nur einige riskante Manöver in der Abwehr, die die Gastgeber aber nicht nutzen konnten. Die Elf von Achim  Beierlorzer kam im ersten Halbzeit zu keiner nennenswerten Chance. Sogar die vielen – sonst durchaus gefährlichen - Standards von Marvin Knoll brachte die Dynamo-Abwehr nicht in Schwierigkeiten.   

Doppelschlag nach der Pause

Nach der streckenweisen langweiligen ersten Halbzeit folgte ein irrer Start in Hälfte zwei mit zwei Toren binnen drei Minuten. Das 1:0 für Dynamo leitete Haris Duljevic mit einem Steilpass auf Fabian Müller ein. Linksverteidiger Müller schaltete sich erstmals in die Offensive ein und bediente mit einem Querpass Sascha Horvath, der ins leere Tor schob. Beim nächsten Angriff war der Sommer-Neuzugang erneut im Blickpunkt. Er entwischte Knoll und kam im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Christof Günsch (Marburg) entschied auf Elfmeter. Aosman lief an und verwandelte in seinem alten Revier sicher. Mit der 2:0-Führung im Rücken spielte Dynamo abgeklärt und unaufgeregt auf. Und in der Offensive setzte v.a. Duljevic in seinem dritten Spiel für die SGD die Akzente. Bei Regensburg fruchteten indes auch die Wechsel nicht. Im Abschluss blieben die Oberpfälzer erschreckend schwach. SGD-Keeper Marvin Schwäbe musste nicht einmal ernsthaft eingreifen.

Tor, 1:0 für Dresden, Sascha Horvath (29, SGD) erzielt den Treffer und jubelt ausgiebig.
Tor, 1:0 für Dresden, Sascha Horvath (29, SGD) erzielt den Treffer und jubelt ausgiebig. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Das sagten die Trainer:

Uwe Neuhaus (Dresden): "Wir hatten das Spiel immer unter Kontrolle, umso schöner ist es, dass wir uns belohnt haben. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit durch Aias eine Riesenchance. Die zwei tollen Aktionen nach der Pause haben uns den Sieg bereitet. Wir haben in der Defensive richtig gut gearbeitet. Alle haben bis zum Schluss um die Null gefightet. Das war ein Ziel von uns. Ich bin sehr zufrieden."

Achim Beierlorzer (Regensburg): "Die entscheidende Situation war die 48./49. Minute. Wir wollten weiter kompakt stehen, das haben wir nicht getan. Wir haben unsere Kompaktheit aufgelöst und Dresden hat das sofort genutzt. Danach war es umso schwieriger. Trotzdem Lob für meine Mannschaft, die nie aufgegeben hat. Dass nicht alles geklappt hat, daran hatte der Gegner einen großen Anteil."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2017, 08:39 Uhr

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31 Kommentare

19.09.2017 17:04 Pombär 31

@ Muzzi: Es ist Erntezeit im Bauernland! Da gibts kein TV...umf extra sky bezahlen, wenn man eh nie zweite Liga spielen wird, wäre doch auch unnötige Geldausgabe....man hat im Kartoffelland vermutlich immer noch nicht verkraftet, wie wir die 3. Liga beherrscht, gegen den ruhmreichen FCM Europas größte Blockfahne gehisst und sie dann aus unserem Stadion geschossen haben. Die Krönung: auf deren Sportplatz den Aufstieg gefeiert!!!! Da kann ich den Neid schon bissl nachvollziehen....

18.09.2017 22:31 Muzzi 30

@Aufpasser
Brichst du in Tränen aus, weil dein ach so grosser FCM seit der Wende und Ober-, Regional- und 3. Liga rumtümpelt? OK, das ist durchaus verständlich. Kannst aber Sky gucken mit Dynamo und Aue, dann hast du wenigstens bisschen das Gefühl in den Profibereich zu gehören.
Dynamische Grüsse
Muzzi

18.09.2017 21:52 wolle1 29

@23 nichts gegen ihren Kommentar, aber Bitte nicht vom Aufstieg traeumen. Mit so einer Mannschaft ist DD nicht erstligareif. Waere gut wenn sie einen einstelligen Platz in Liga 2 bringen. Allein dies heisst noch etliche gute Spiele machen

18.09.2017 20:33 Seikilos 28

@25. Anmerkung: Welches Spiel meinen Sie? Das Polizeipräsidium Oberpfalz hat in seiner Stellungnahme keinerlei Handlungen benannt, die ihre Behauptungen auch nur annähernd stützen könnten. Außer ein paar Verkehrsbehinderungen (die aus meiner sicht vor Ort teilweise durch unkoordinierte Verkehrsleitung selbst verursacht wurden) gab es schlicht NICHTS. Also: Butter bei die Fische und Quellen benennen!

18.09.2017 17:29 Aufpasser der Richtige 27

Ich brech hier gleich in Tränen aus, soviel Scheinheiliger Erklärungsbedarf da hat sich über Jahrzehnte nix geändert.

18.09.2017 15:06 Muzzi 26

Lieber User #25 Anmerkung

Wenn Sie hier solche Aussagen treffen, dann bitte mit Quelle. Stimmungsmacher gibt es hier in Form von Forentrollen mehr als genug. Sie sind der Erste, von dem ich solch eine Aussage lese. Freunde von mir sind ebenfalls via öffentlichem Verkehrsmittel angereist und haben keinerlei Störungen oder Randale erlebt. Also bitte die Quellen bei solchen Themen nennen.

Dynamische Grüsse
Muzzi

18.09.2017 13:16 Anmerkung 25

Leider tritt der sportliche Erfolg mal wieder in den Hintergrund, weil einige Schwachköppe im Zug randalieren mussten und dann auf dem Bahnhof noch mit Flaschen rumgeworfen haben :(

18.09.2017 11:04 Seikilos 24

@MDR: Wenn ihr gerade beim Korrigieren seid: Mit den 2000 sind wohl nur die aus Dresden mitgereisten Fans gemeint? Denn insgesamt waren ca. 4-5tausend Schwarz-Gelbe anwesend.

[Lieber Seikilos, ja, es geht um die mitgereisten Fans. Im Artikel steht: "Die Dynamos - mit 2.000 mitgereisten Fans - hätte Aosman schon nach knapp fünf Minuten glücklich machen können oder besser müssen". Danke für den Hinweis. Liebe Grüße, MDR.de-Redaktion]

18.09.2017 10:46 Rino 23

Einmal mehr zeigt sich das gute Gespür der Dynamo-Duces für entwicklungsfähige Spieler. Egal wie die nächsten Spiele enden, die Saison wird eine erfolgreiche und ich lege mich einfach mal fest, unsere Goldfüße steigen auf. Die Liga ist ausgeglichener als in der letzten Saison und so wird es für Dynamo einfacher, denn die gewählte Spielanlage wird sich letztlich durchsetzen.

18.09.2017 09:16 Muzzi 22

Wer solche Forentrolle wie den Erzgebirger, den Aufpasser oder der Bernburger ernst nimmt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Ich habe hier auf Arbeit einen richtig eingefleischten Aue-Fan. Da gehören dumme Sprüche zum Montag zur Tagesordnung, aber am Freitag geht man zusammen ein Bier trinken.
User, welche hier krampfhaft versuchen Hass und Missgunst mit zum Teil extrem Niveaulosen Kommentaren zu streuen, habe einfach nur ein erbärmlich langweiliges Leben und auch sonst nie was erreicht.
Auf eine erfolgreiche Woche für die 2 sächsischen Clubs in Liga 2!
Dynamische Grüsse
Muzzi