Stefan Kutschke (SGD) gegen Tim Kister (14, SVS)
Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Fußball | 2. Bundesliga Dresden feiert langersehnten Heimsieg

25. Spieltag

Dynamo Dresden kann doch noch Spiele zu Hause gewinnen. Nach fünf Versuchen ohne Sieg, sind die Schwarz-Gelben vor 27.926 Zuschauern gegen den SV Sandhausen zu einem verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gekommen. Durch den Dreier wahrt Dresden die Chance, vielleicht doch noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze einzugreifen.

Stefan Kutschke (SGD) gegen Tim Kister (14, SVS)
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Berko zahlt Startelf-Vertrauen zurück

Uwe Neuhaus schickte seine Elf mit zwei Veränderungen ins Spiel. Für Marvin Stefaniak und Giuliano Modica rückten Florian Ballas und Erich Berko ins Team.

Vor allem die Hereinnahme von Berko zahlte sich für die Schwarz-Gelben voll aus. Dresdens Nummer 40 war in den ersten 45 Minuten ein Aktivposten und sorgte mit einem tollen Schuss für die verdiente 1:0-Führung der Sachsen (28.). Zuvor hatte sein Team allerdings Glück, denn Korbinian Vollmann hatte die Gäste-Führung auf dem Fuß, verlor im Eins-gegen-Eins mit Marvin Schwäbe allerdings ein wenig die Nerven (26.).

Dresden hatte mehr Spielanteile und wäre durch Aias Aosman auch beinahe mit 2:0 in Führung gegangen, doch sein Strich aus 20 Metern ging knapp links vorbei (37.). Aber auch Sandhausen präsentierte sich als ernstzunehmender Gegner, der nur anfangs etwas scheu wirkte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit war der SVS offensiv präsent und ab und an sogar gefährlich. Halbzeitstand 1:0.  

Erich Berko (SG Dynamo Dresden)
Berko zahlte das Vertrauen zurück und traf zum 1:0. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Heise macht den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel wurde auf dem Rasen überwiegend fußballerische Magerkost geboten. Es gab kaum Offensiv-Druck, den Mannschaften schienen gänzlich die Mittel zu fehlen, um offensiv in Erscheinung zu treten. Lediglich Aosmans Distanzschuss, der nur knapp über das Tor ging, holte die SGD-Fans kurzzeitig aus den Sitzen (53.).

Dann wurde es unruhig, als Julian Derstroff an der Dresdner Strafraumgrenze zu Boden ging. Schiedsrichter Bastian Dankert quittierte die Schauspieleinlage aber mit der gelben Karte (67.). Dresden war mit der knappen 1:0-Führung noch längst nicht durch und wechselte offensiv durch. Die späte Hereinnahme von Stefaniak zahlte sich schließlich aus, da sein langer Ball über Berko zu Philip Heise galangte, der mit dem 2:0 aus spitzem Winkel für die Entscheidung sorgte (79.). Mehr gab es nicht, Endstand 2:0.

Durch den Erfolg bleibt Dresden an Hannover und Braunschweig dran und wahrt die Chance, vielleicht doch noch auf Relegationsplatz drei zu klettern. Der Rückstand auf die drittplatzierten Braunschweiger beträgt aktuell sechs Punkte. Am nächsten Wochenende muss die SGD beim starken Tabellenführer Stuttgart ran.

Philip Heise (16, SGD)
Winterneuzugang Heise machte den Sieg mit dem 2:0 perfekt. Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Das sagten die Trainer zum Spiel

Kenan Kocak (Sandhausen): "Wir hatten in den ersten Minuten ziemlich viele Probleme, aber wir wussten, dass es immer schwer ist, gegen die spielstarken Dresdner zu bestehen. Doch als wir uns gefangen hatten und selbst einige wenige, aber gute Chancen hatten, schlugen die Dresdner mit der Führung zu. Gegen das kompakte Spiel hatten wir dann auch in der zweiten Halbzeit ziemlich wenig entgegenzusetzen."

Uwe Neuhaus (Dresden): "Wir hatten einige gute Ansätze im Spiel, doch nicht allzu viele Torchancen. Als es zwischendurch mal nicht so lief, war viel Geduld gefragt. Das hatte ich meiner Mannschaft schon mit auf den Weg gegeben und das hat sie dann auch geszeigt. Auch wenn der Sieg mit 2:0 ziemlich klar aussieht, war es doch ein hartes Stück Arbeit. Ich bin froh, dass wir das ohne Schrammen, sprich Gegentore, geschafft haben."

Dieses Thema im Programm | MDR FERNSEHEN Sport im Osten | 19.03.2017 | 14:00 Uhr

ten/eg

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2017, 16:11 Uhr

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25 Kommentare

22.03.2017 21:12 sachlicher Aue Fan 25

einfach Anerkennung aus dem Erzgebirge in die Landeshauptstadt für die jetzt schon über 40 Punkte.wünsche Euch noch mehr.........DD spielt einen sehr guten,durchdachten Ball.
Ich hoffe Aue kriegt noch die Kurve....

21.03.2017 11:35 Rino 24

Den Spielstiel würde Dynamo auch in Liga 1 beibehalten. Man würde mit einem eingespielten Team aufsteigen, sich punktuell verstärken und selbst bei einem direkten Abstieg, wären die finanziellen Voraussetzungen besser, als ohne Aufstieg. Ein Blick nach Freiburg zeigt, wie man mit solchen Situationen umgehen kann. Der Unterschied der Fernsehgelder zwischen Liga 1 und 2 ist groß. Je früher man da oben ankommt, umso besser ist es. Wichtig ist, nicht durchdrehen, sich nicht finanziell überheben und auch bei einem Anstieg, den Weg der Entwicklung weitergehen. Die letzte Saison war grandios und diese ist es bereits jetzt, egal wo Dynamo am Ende aufschlägt. Ich habe das Gefühl, die Jungs werden von Spiel zu Spiel besser und Andy wird auch wieder zurückkommen. Die Kampfansage nach oben ist genau die richtige Motivation.

21.03.2017 09:23 Muzzi 23

Unbedingter Aufstieg??
Meiner Meinung nach völliger Schwachsinn. Sollte es am Ende der Saison dennoch so sein, wird die nächste Saison alles andere als lustig. Der jetzige Kader so wie er ist, ist niemals im Stande die Klasse in der 1. BuLi zu halten. Geld für Verstärkungen ist auch keins da. Es würde auch nicht unbedingt zu dem Weg passen, den Dynamo die letzten Jahre geht. Schritt für Schritt mit einem ständigen Blick auf die Finanzen. Genau so ist es richtig und in 3-4 Jahren ist dann auch das interne Umfeld bereit für den Schritt in die 1. Bundesliga. Geniessen wir lieber jedes Spiel was noch kommt und feiern die Mannschaft und den Verein für eine absolut geile Saison!

20.03.2017 23:25 Elbflorenzer 22

Keine Angst Wolle. Klar ist die Euphorie groß, doch niemand, der die Hochs & Tiefs der letzten knapp 25 Jahre miterlebt hat, neigt wirklich zu voreiligem Optimismus. Das ein oder andere Wolkenschlösschen muss aber erlaubt sein. Bodenständige Grüße ;-)

20.03.2017 23:17 Brecher 21

#17. [Rino]: Ich bin zwar nicht ganz so scharf, auf Teufel-komm-raus die Relegation zu schaffen, wie manch anderer hier, aber eine Konstellation mit dem Hamburger SV als Gegner würde mich auch absolut begeistern! Zwei meiner ersten Spiele, die ich als Dynamo-Fan am Fernseher erleben durfte, waren die beiden Treffen im UEFA-Pokal im Dezember 1974. Dynamo flog 'raus, hatte aber im Rückspiel alle Möglichkeiten, verballerte aber gleich zwei Elfer am Stück. Das wäre wirklich die Gelegenheit für eine späte Revanche.

20.03.2017 21:08 Wolle1 20

@17, 18 100%ig falsch. Ein unbedingt er Aufstieg ist totaler Nonsens. Ueberhastet, unvorbereitet, keine passenden Spieler, zu wenig Geld. Wie schnell ist man dann der Pruegelknabe der 1. Liga und wird ein Jahr spaeter gleich durch die zweite durchgereicht. Das kann nicht das Ziel sein

20.03.2017 19:09 Elbflorenzer 19

Wie wahr Rino, derzeit ist in Elbflorenz alles denkbar, wenn nicht gar möglich. Ist das nicht ein schönes Gefühl?

20.03.2017 17:05 Pombär 18

@Rino: Zu einhundert Prozent richtig!!!!!!!

20.03.2017 11:15 Rino 17

Ich sehe neben unseren Jungs keine weitere Mannschaft in Liga 2, die konsequent Woche für Woche ihr Spiel durchdrückt. Mit Hurrafußball in Konter zu laufen, halte ich für wenig sinnvoll. Geduldig spielen, den Gegner laufen lassen und die wenigen Chancen nutzen ist ein gutes Konzept. Die Vier die über uns stehen spielen noch gegeneinander und mit einem Dreier im Schwabenland wird es noch mal richtig spannend. Druck haben die Anderen. Es sind noch 27 Punkte zu verteilen. Und, warum nicht dem HSV in der Relegation die Uhr ausknipsen!?

20.03.2017 10:03 Berti 16

@2: Sandhausen hat genau den Spielstil, für welchen du Plan B einforderst. Ich finde, keine überragende Leistung, aber unterm Strich ein 2:0 gegen eine so spielstarke Elf- da sind in der laufenden Saison schon ganz andere Mannschaften gescheitert.