SC Freiburg vs RB Leipzig Freiburg, Schwarzwald Stadion, 7.3.2016 Fußball 2. Bl Saison 2015-2016 32 Vincenzo GRIFO, SC Freiburg über einem Leiziger zum 1:0 im Schneegestöber
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Fußball | 2. Bundesliga RB verliert die Schneeschlacht gegen Freiburg

25. Spieltag

Es waren außergewöhnliche Bedingungen bei der Partie SC Freiburg gegen RB Leipzig: Bei dichtem Schneetreiben ging es hin und her, am Ende setzten sich die Freiburger etwas glücklich mit 2:1 durch.

von Christian Dittmar, Maik Winkler (Liveticker) und Marcus Teichmann (Freiburg)

SC Freiburg vs RB Leipzig Freiburg, Schwarzwald Stadion, 7.3.2016 Fußball 2. Bl Saison 2015-2016 32 Vincenzo GRIFO, SC Freiburg über einem Leiziger zum 1:0 im Schneegestöber
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Kaum Spielfluss im Schneetreiben

Vor der Partie hatte es im Schwarzwald-Stadion angefangen zu schneien, nach Anpfiff wurde das Schneetreiben immer dichter. Der Untergrund war also seifig, die Leipziger in ihren weißen Trikots kaum vom Boden zu unterscheiden. Die Spieler brauchten eine Weile, um sich den schwierigen Bedingungen anzupassen. Erst in der achten Minute gab es den ersten Aufreger, als Leipzigs Abwehrmann Willi Orban den freilaufenden Freiburger Stürmer Florian Niederlechner zu Fall brachte. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Manuel Gräfe blieb stumm.

Zwei Minuten später stand Niederlechner wieder im Mittelpunkt: RB-Verteidiger Marvin Compper hatte sich nach einem Abschlag des gegnerischen Torwarts verschätzt und Niederlechner den Ball aufgelegt. Der bediente Mike Frantz, der wiederum Vincenzo Grifo auflegte und der Torjäger verwandelte überlegt ins lange Eck. Das 1:0 war bereits der elfte Saisontreffer für den Deutsch-Italiener.

Die Partie muss sogar fürs Schneeschippen unterbrochen werden

Freiburg vor dem Soiel wird der Platz vom Schneee befreit, SC Freiburg vs. RB Leipzig, 2.Bundesliga, Fussball, 07.03.16
Vor und während der Partie war Schneeschippen angesagt in Freiburg. Bildrechte: IMAGO

RB versuchte zu antworten, kam aber lange mit dem Untergrund nicht klar. Es gab viele Zweikämpfe und Unterbrechungen. Von Spielfluss konnte noch keine Rede sein - eher von einer Schneeschlacht. In der 30. Minute kamen die Leipziger dann doch mal durch, aber der unplatzierte Schuss von Emil Forsberg war kein Problem für Freiburgs Schlussmann Alexander Schwolow.

Der Schneefall war inzwischen so stark, dass Schiri Gräfe zwei Minuten später die Partie unterbrechen musste, um die Linien auf dem Spielfeld vom weißen Belag zu befreien. Nach einer vierminütigen Schipppause ging es weiter, wobei RB jetzt mehr Druck entfachen konnte. Bis zur Pause sprang aber nur noch eine Halbchance für Marcel Sabitzer heraus, der aus gut zehn Meter von halblinks zum Schuss kam, aber keinen Wumms hinter die Kugel bringen konnte (45.).

RB antwortet, doch Freiburg schlägt zurück

Im zweiten Durchgang brachte RB-Trainer Ralf Rangnick Nils Quaschner für Rani Khedira und die Einwechslung des Stürmers machte sich schon elf Minuten später bezahlt: Quaschner setzte Yussuf Poulsen schön in Szene, der auf Dominik Kaiser weiterleitete und der kleine Mittelfeldmann haute den Ball aus elf Metern unhaltbar in die Maschen. Leipzig machte weiter Druck, Rechtsverteidiger Lukas Klostermann hämmerte den Ball aus 20 Metern mit voller Wucht - über den Kasten (58.).

Doch mitten hinein in die RB-Drangphase konnte Freiburg zurückschlagen. Der gerade eingewechselte Nils Petersen bediente Florian Niederlechner, welcher allein vor RB-Torhüter Peter Gulacsi einschieben konnte (68.). Niederlechner hatte in der Folge die große Chance zum 3:1 - doch Marcel Halstenberg konnte gerade noch dazwischengrätschen. Leipzig startete noch einmal eine Schlussoffensive, aber erneut hatte Freiburg die große Chance auf die Entscheidung, als Grifo aus halblinker Position nur Zentimeter übers Tor schoss (81.).

Das Ende wurde dramatisch

Freiburg Ralf Rangnick ( RB Leipzig ), SC Freiburg vs. RB Leipzig, 2.Bundesliga, Fussball, 07.03.16
RB-Trainer Ralf Rangnick konnte trotz der Niederlage mit der Leistung seines Teams zufrieden sein. Bildrechte: IMAGO

Zum Schluss wurde es dramatisch: In der 88. Minute brachte Kaiser einen Freistoß gefährlich aufs Freiburger Tor. Schwolow konnte zur Ecke klären, die ebenfalls Gefahr brachte, weil der Ball kurzzeitig frei vorm SCF-Gehäuse lag. In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte RB noch die Riesen-Chance zum Ausgleich, als Poulsen auf Sabitzer passte, der aus fünf Metern freistehend in Schwolow seinen Meister fand. Die nachfolgende Ecke köpfte Poulsen aufs Tornetz. Aus, vorbei - Leipzig verlor nach drei Siegen am Stück mal wieder eine Partie und hat jetzt nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Das sagten die Trainer:

Ralf Rangnick (RB Leipzig): "Beide Teams hatten unter diesen schwierigen Bedingungen zu leiden. Da hat viel das Zufallsprinzip entschieden. Es ist schwierig, das Spiel mit normalen Maßstäben zu bewerten. One-Touch-Fußball war heute unmöglich. Das Führungstor hat Freiburg in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit konnten wir das Spiel vermehrt in die Freiburger Hälfte verlagern. Nach dem Ausgleich wollten wir eigentlich das zweite Tor machen, aber leider haben wir dann beim Gegentor nicht gut ausgesehen. Es ist sehr ärgerlich, dass wir nicht wenigstens einen Punkt geholt haben."

Christian Streich (SC Freiburg): "Ich schließe mich Ralf Rangnick in seiner Analyse an. Das Spiel hat zu 90 Prozent auf einem sehr kleinen Teil des Platzes stattgefunden. Meine Mannschaft hat gefightet und wir waren am Ende die glücklicheren heute. Man hat aber gesehen, welche Fähigkeiten die Leipziger haben."

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2016, 08:22 Uhr

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67 Kommentare

09.03.2016 22:27 Beobachter 67

Tonis Kommentare haben schon seit Langem die Anstandsgrenze überschritten. Heute macht er RB-Fans zu Anhängern des Dritten Reichs. Das müsste mal moderiert werden.

09.03.2016 20:54 Bernd 66

@Toni, habe nochmal auf einem Brief des Rasenballsport Leipzig e.V. nachgesehen. Sitz des Vereins Leipzig, Eingetragen beim Amtsgericht Leipzig. Also - Leipzig. Wo der Geldgeber sizt ist da so was von Rille. Und wenn wir sagen dann ist Schalke ein russischer Verein bist Du immer am hyperventilieren. Das mit Grossdeutschland ist geschmacklos, aber Du kannst eben nicht aus Deiner Haut. Wahrscheinlich schwere Kindheit.

09.03.2016 20:11 toni 65

Für 63) Was faselst Du von einem "Derby"? Mir ist nicht bekannt, dass Furschel am See (dort sitzt der Geldgeber M.) in der Nähe von Dresden liegt... Oder träumst Du - wie 1938 geschehen - von einem neuen Großdeutschland? Klar, wer einem mit dem Verkauf von Büchsen reich gewordenen Oligarchen hinterherhechelt und auf seine demokratischen Rechte bzw. auf Mitsprache und Kontrolle im "Verein" freiwillig verzichtet, dem traue ich eine solche "Geisteshaltung" durchaus zu

09.03.2016 20:03 toni 64

Herrlich!! DANKE FREIBURG!! Vielleicht bzw. hoffentlich wackeln jetzt bei den überbezahlten Gladiatoren vom Bullenstall die Knie. Mal angenommen, das Taurin wirkt nicht mehr; Red Bull schwächelt und wird sowohl vom SC als auch vom "Klub" eingeholt. Platzt dann die mit Größenwahn (R. bietet, obwohl der "Verein" noch nichts gewonnen hat, für einen Stuttgarter Spieler 20 Mio!!) gefüllte Seifenblase...? Die Hoffnung darauf bleibt sowie die Hoffnung, dass Red Bull sich ein weiteres Jahr im "Unterhaus" rumplagt...

09.03.2016 17:28 RBLer 63

Einfach nur cool bleiben nach dieser Niederlage heißt die Devise. Der Compperfehler zum 1:0 kann jedem bei diesem Verhältnissen passieren. Da ist auch etwas Pech dabei. Also Mund abwischen und weiter. Für diese Leistung muss man sich nicht schämen und den Kopf hängen lassen. Die anderen müssen auch ihre Spiele gewinnen, um ranzukommen. Will sagen, dass auch die Verfolger noch Federn lassen werden. Das wird schon. Die Dünomo´s werden da wohl noch weiter von einem Spiel gegen RB träumen können. Ist schon komisch. Obwohl aus dem Tal so viele Hasstiraden kommen, sind sie doch alle geil auf ein Spiel gegen uns. Die besten Voraussetzungen für ein Derby. Ha, ha!

09.03.2016 13:28 Bernd 62

@Ach 59, da hat ihnen der Hass einen Streich gespielt. Mein erstes Live-Oberligaspiel war in 1974. Ach ich helfe Ihnen. 2016 - 1974 = 42. Ich weiss dass meist Fehler zu Toren fuehrenb. Wenn ich es aber trotzdem nochmal erwaehne, meinme Sache, ach ja verstehen Sie wohl nicht.

09.03.2016 13:24 Gerald 61

Zu @hotte 58: Hat gestern ein Interview auf MDR (Sachsenspiegel) gegeben! Da hat er es so gesagt!

09.03.2016 12:57 FCV 60

Michael,

Freiburg war in LE besser....???
Warst Du schonmal im Stadion?
Ich war dabei und habe was anderes gesehen. Nicht irgendwas nachplappern.
Sonntag hast wieder die Chance dir eine eigene Meinung zu bilden.

09.03.2016 12:22 Michael 59

@Bernd, Tore entstehen immer durch Fehler. Leider haben Sie das noch nicht verstanden, weil in Leipzig einige noch nicht so lange Interesse am Fussball haben. Wenn Sie schon Statistiken bemühen, Freiburg hat sogar öfter aufs Tor geschossen als die Rasenschneeballer. Mit einer Niederlage sollte man mit Respekt umgehen. Freiburg war in Leipzig klar besser. Im Fussball gleicht sich vieles aus, wenn die Schieris mitmachen. Der am Montag war eher Made in Austria

09.03.2016 12:11 hotte 58

@ Gerald und Lars. Lesehilfe schon bestellt,
"Blindenhund" wird warscheinlich wider gelöscht.
Wo bitte steht das Rangnick die Wetterbedingungen für die Niederlage verantwortlich macht. Trainer Streich bestätigt dessen Aussage sogar.
Und Lars, Hass macht blind. Hier gab es einige Kommentare von Nichtsympatisanten
die eine gute Show also insgesammt gutes Spiel bescheinigten.
Da war doch mal was mit Häfele, der das mäßige Spiel seiner Mannschaft gegen Auerbach auf den schlechten Platz geschoben hat. Ausrede.